Nachhaltigkeit

Der VfL-Weg

Zukunft als Gemeinschaft leidenschaftlich gestalten

Vision

Der VfL-Weg: Von der Nachhaltigkeitsstrategie zur nachhaltigen Gesamtstrategie.

Mission

Als VfL Bochum 1848 fühlen wir uns insbesondere den Werten unseres Leitbilds verpflichtet. Die dort verankerte soziale Verantwortung tragen wir im Herzen. Nachhaltigkeit bedeutet für uns aber mehr als eine eindimensionale Betrachtung. Wir verstehen das Thema ganzheitlich und auf alle Bereiche ausstrahlend. Unter Berücksichtigung dieser Ausrichtung sehen wir die Professionalisierung unserer Nachhaltigkeitsstrategie als wichtigen Schritt unserer Entwicklung an. Gleichzeitig ist sie jedoch nur ein Zwischenschritt zum großen Ziel – der nachhaltigen Gesamtstrategie.

Um uns dieser Vision zu nähern, haben wir eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die zu unseren Werten passt. Bei der Ableitung unserer Fokusthemen haben wir uns sowohl an den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals - SDG) als auch den Standards der Berichterstattung nach Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) und Global Reporting Initiative (GRI) als Handlungsrahmen orientiert. Allerdings verstehen wir uns als Club aus der Region, der die größte Wirkung in und rund um Bochum erzeugen kann. Daher wollen wir global denken, aber so weit wie möglich auf lokaler Ebene handeln. Auf dieser Grundlage richten wir unsere VfL-Haltung nach vier Grundprinzipien aus, die eng an unser Leitbild gekoppelt sind:

Bodenständigkeit, Authentizität und Nähe in den Maßnahmen sind uns wichtig. Als Bochumer Gemeinschaft sind wir stark und wollen die Tugenden, die unsere Fans von der Mannschaft auf dem Platz erwarten, auch in unserer gesamten Ausrichtung und im Alltag mit Herz und Leidenschaft leben. Auch wenn die umweltbezogenen und klimatischen Bedingungen – ebenso wie die sozialen Herausforderungen - ein Handeln erfordern, gehen wir unseren Weg kontinuierlich und ruhig. Wir lassen uns nicht von Aktionismus treiben und sind davon überzeugt, dass wir so den größtmöglichen Beitrag für unseren VfL und die Gesellschaft leisten können. 

Trotz dieser Besinnung auf die traditionellen Werte und die Besonderheiten unseres Clubs bzw. unseres Standorts denken wir nicht rückschrittlich. Vielmehr gehen wir auf Grundlage dieses starken wertebasierten Fundaments eigene innovative Wege. Bei unseren Projekten und Maßnahmen setzen wir auf wirkungsvolle Ergebnisse und nachhaltige Lösungen. Wir sind stolz auf unsere Traditionsspielstätte „anne Castroper“. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir uns dadurch infrastrukturell und wirtschaftlich in herausfordernden Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung bewegen. Umso wichtiger sind Kreativität und Pragmatismus als Eckpfeiler unseres Handelns. Die Beschränkungen verstehen wir daher nicht als Hindernis, sondern als Treiber für innovative Wege. 

Wir handeln aus eigenem Antrieb und sehen in der nachhaltigen Entwicklung mehr als nur eine Pflichterfüllung. Wir verstehen sie vielmehr als Chance, um unser Geschäftsmodell zukunftsfähig aufzustellen. Dabei wollen wir als Vorbild vorangehen. Wir verstehen uns als Wegbereiter und -begleiter, Multiplikator sowie Transformator für unsere Anspruchsgruppen und darüber hinaus. Unser Wissen mit anderen zu teilen ist für uns selbstverständlich und elementar. Denn nachhaltige Entwicklung kann nur gemeinsam gelingen. 

Dem Prinzip des gemeinsamen Wegs folgend, binden wir die gesamte VfL-Familie in unseren Prozess der nachhaltigen Entwicklung ein. Dabei ist unser Ziel, sie zu animieren und zu begeistern. Wir streben nach Lösungen, die für möglichst jede Person aus dem blau-weißen Umfeld nachvollziehbar sind und kommunizieren Fortschritte transparent. Einen besonderen Fokus legen wir auf Schutz, Stärkung und Beteiligung junger Menschen. Diese sind nicht nur unsere „Fans von morgen“, sondern insbesondere auch die Generation, die mit den Konsequenzen unseres Handelns umgehen müssen. Daher wollen wir mit ihnen sprechen, sie verstehen und einbinden. Nur so können wir Zukunft wirklich gestalten. 

Aufbauend auf diesen Grundprinzipien haben wir die Meilensteine unserer Nachhaltigkeitsstrategie und begleitende Formate entwickelt. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse, bei der Ökobilanz, der Nachhaltigkeitsberichterstattung, in Formaten wie Fan-Foren oder dem Beirat Zukunft übersetzen wir exemplarisch unsere Ansätze der Beteiligung in praktisches Handeln. Diese Dialogformate wollen wir weiter stärken. Auch unsere Ziele und Maßnahmen der Nachhaltigkeitsstrategie haben wir konsequent partizipativ erarbeitet. Sie wurden durch die Geschäftsführung bzw. Geschäftsleitung in einem mehrstufigen Prozess begleitet und beschlossen. Entwickelt wurden die Inhalte durch abteilungsübergreifende Projektteams und nicht „von oben“ vorgegeben. Die Abteilung Nachhaltigkeit/ CSR, die als Stabsstelle in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung handelt, moderiert den Prozess, bündelt die Themen und unterstützt bei der Befähigung. Verantwortung für die jeweiligen Themenbereiche übernehmen jedoch die (ESG-)Verantwortlichen aus den Fachabteilungen.  

Arbeit in DFL-Gremien

Der VfL Bochum 1848 war in den letzten Jahren in allen relevanten Gremien der DFL vertreten, die sich mit der Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Engagement beschäftigt haben. So war Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung, in der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Als Mitglied des Arbeitskreises Verantwortung war Matthias Mühlen, Leiter Nachhaltigkeit/ CSR, aktiv.

Mit der Gründung der Kommission Nachhaltigkeit wurden die Themen nun gebündelt und die strategische Relevanz nochmals erhöht. Auch in dem neuen Gremium, das teils durch das DFL-Präsidium berufen und teils durch die Vollversammlung Nachhaltigkeit gewählt wurde, ist der VfL prominent vertreten. Ilja Kaenzig ist als Mitglied der Kommission Nachhaltigkeit von Beginn an vertreten.