14.05.2026Verein

VfL und Vereint Bochum e. V. starten Kooperation

Der VfL Bochum 1848 und Vereint Bochum e.V. nehmen gemeinsam das Thema „Einsamkeit“ im Kontext des Fußballs in den Blick. Den Auftakt der Zusammenarbeit besiegelten Andreas Luthe, Vorstandsvorsitzender des VfL Bochum 1848 und langjähriger Profifußballer beim VfL, und Tim Kramer, Vorstandsvorsitzender von Vereint Bochum e.V. und Botschafter gegen Einsamkeit unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, am vergangenen Mittwochabend (13. Mai) im „FanDOM“, der Lutherkirche am Vonovia Ruhrstadion. Vereint Bochum hatte dort zu einem Begegnungsabend in lockerer Atmosphäre mit Gesprächen und einer Ausstellung rund um den VfL eingeladen.

Einsamkeit ist eines der zentralen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit und betrifft junge wie ältere Menschen. Sportvereine sind als Begegnungsorte seit jeher eine zentrale gesellschaftliche Säule, sowohl für Sportlerinnen und Sportler selbst als auch für Fans. Dennoch bleibt, so die Beobachtung, Einsamkeit auch hier aktuell noch zu häufig unsichtbar. Denn nur durch das Zusammenkommen mehrerer Menschen entsteht nicht automatisch Zugehörigkeit.

Mit ihrer Zusammenarbeit wollen Vereint Bochum und der VfL daher genauer verstehen und untersuchen, wie Gemeinschaft entsteht, wie Menschen Anschluss finden und welche Strukturen dabei helfen können, diese positive Entwicklung im Profi- und Amateurfußball systematisch weiter zu fördern.

„Der VfL ist für viele Menschen in dieser Stadt ein fester Bezugspunkt. Diese Rolle bringt Verantwortung mit sich, der wir in vielen Bereichen begegnen. Einsamkeit ist ein Thema, das in der Öffentlichkeit noch immer zu leise verhandelt wird, obwohl es viele Menschen betrifft, auch im Umfeld des Fußballs“, sagt Andreas Luthe, Vorstandsvorsitzender VfL Bochum 1848.Wir wollen diesem Thema mehr Sichtbarkeit geben. Mit Vereint Bochum haben wir einen Partner an unserer Seite, der den Verein kennt, die Stadt im Blick hat und das Thema fachlich sehr genau versteht. Deshalb freuen wir uns, bei dieser wichtigen Aufgabe zusammen zu arbeiten.“

Zu Beginn der neuen Kooperation steht eine zweimonatige Phase des Hinschauens und des Austauschs: Beide Kooperationspartner beobachten, wie Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Ankommen in Mannschaften, Strukturen und im Umfeld des VfL bereits gelebt werden und wo die Erfahrung und Expertise von Vereint Bochum sinnvoll eingebracht werden kann.

Im Anschluss werden diese Erkenntnisse aufgearbeitet und in Ziele und Handlungsempfehlungen überführt. Zugleich geht es darum, die Vereinskräfte zu bündeln und Einsamkeit zum Thema im Profifußball zu machen. Gleichzeitig kann gemeinsam in die Stadt hineingewirkt werden, um der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung konkret zu begegnen mit Aktionen, die das Thema Einsamkeit greifbarer machen, für mehr Sensibilität sorgen und über das Stadion hinaus Menschen zu erreichen.

„Die Zusammenarbeit mit dem VfL Bochum ist für uns eine echte Herzensangelegenheit. Vereint Bochum ist auch aus Erfahrungen rund um den Fußball entstanden. Aus Beobachtungen, Begegnungen und der Unterstützung von Menschen, die beiden Vereinen sehr verbunden sind. Der VfL bringt in dieser Stadt Menschen zusammen wie kaum eine andere Institution. Wenn wir diese Strahlkraft mit unserer Arbeit gegen Einsamkeit und für mehr Zugehörigkeit verbinden, kann daraus etwas entstehen, das echte Wirkung für unserer Stadt erzeugen kann“, erklärt Tim Kramer, Vorstandsvorsitzender Vereint Bochum e. V.

Expertisen beider Partner machen die Zusammenarbeit stark

Kaum eine Institution erreicht in der Stadt so viele verschiedene Menschen wie der VfL und schafft so selbstverständlich Momente von Zugehörigkeit. Unter der CSR-Dachmarke „HIER, WO DAS HERZ NOCH ZÄHLT“ setzt der VfL sich bereits seit vielen Jahren sowohl im Rahmen eigener Projekte als auch durch gezielte Kooperation für wichtige Themen wie Kinderschutz, Bewegung und Gemeinschaft ein. Dabei geht es immer darum, die Kraft des Sports gezielt zu nutzen, um gesellschaftliche Themen voranzutreiben.

Vereint Bochum ergänzt diese Perspektive durch fachliche Erfahrung, lokale Netzwerke und wissenschaftliche Expertise. Mit Prof. Dr. Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum gehört eine der profiliertesten deutschen Forscherinnen zum Thema Einsamkeit dem Vorstand des Vereins an. Mit Anthony Losilla, Co-Trainer des VfL, langjährigem Kapitän und Identifikationsfigur der Blau-Weißen, ist zudem eine Persönlichkeit als Beisitzer von Vereint Bochum eingebunden, die den Profifußball und den VfL seit vielen Jahren kennt.

Mit ihrer Kooperation wollen beide Partner dem Thema Einsamkeit im Umfeld des Profifußballs zunächst mehr Sichtbarkeit geben, tragfähige Ansätze entwickeln und gemeinsame Aktionen für mehr Miteinander in Bochum umsetzen. Auf dieser Basis wird im Verlauf des Jahres das weitere Vorgehen abgestimmt und der Umfang der Zusammenarbeit fortlaufend angepasst.

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