Stimmen: “War ein Big-Point heute”
Ein miserabler erster Abschnitt. Da waren sich alle VfLer einig. Nach der Pause aber die Reaktion, und ein ganz wichtiger Zähler, den wir aus Bielefeld mitbringen. Die Stimmen zum Spiel:
Uwe Rösler, Cheftrainer VfL Bochum 1848: Die erste Halbzeit war in allen Bereichen inakzeptabel. Bielefeld hat uns mit vielen langen Bällen hinten reingedrückt. Wir haben es nicht geschafft, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Wir mussten über das Spiel verteilt 24 Standardsituation in unserem Strafraum verteidigen, das ist bei weitem zu viel. Matus hat mir als Kapitän in der Pause mit seiner Ansprache unglaublich geholfen. Man kann sagen, dass uns die Halbzeit sehr geholfen hat. Es ist eine komplett veränderte Mannschaft aus der Kabine gekommen. Alle Einwechslungen haben sich heute positiv eingebracht. Wir hatten noch einmal Glück bei einer Strafraumsituationen, haben aber insgesamt in der zweiten Halbzeit viel besser gespielt. Das war ordentlich, so muss man auf der Alm spielen. Wir haben immer wieder Entlastung geschaffen, das Tor geschossen und noch weitere gute Möglichkeiten gehabt. So stelle ich mir das auswärts vor.
Mitch Kniat, Cheftrainer Arminia Bielefeld: Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Wir wollten es in der zweiten Halbzeit genau so machen, da ist Bochum aber besser ins Spiel gekommen. Da haben wir die zweiten Bälle mehr verloren, in der ersten Halbzeit haben wir alles für uns entschieden, da waren wir sehr präsent. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr verteidigen müssen, aber das gehört auch dazu. Dann muss für uns ein Elfmeter gepfiffen werden und wenn du dann das zweite Tor schießt, dann bist du durch. Ich habe es mir mehrfach angeschaut und verstehe nicht, warum das kein Strafstoß sein soll. Wir haben dann selbst eine Großchance, laufen dann in einen Konter rein und es steht 1:1. Da haben wir uns nicht gut verhalten, den müssen wir unterbinden. Die Überzeugung und Energie heute haben mir gefallen und die brauchen wir auch in den letzten beiden Spielen. Wir können viel Positives mitnehmen, auch wenn der Punkt ein bisschen zu wenig. Wenn wir aber die gleiche Art und Weise auf den Platz bringen, bin ich überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen.
Moritz-Broni Kwarteng: Es war ein schwieriges Spiel. Als ich reingekommen bin, ging es darum, alles zu geben, um noch einen Punkt zu retten. Bei dem Konter habe ich einfach gehofft, dass Farid mich im richtigen Moment sieht, und im Kopf schon mal überlegt, welches Szenario passieren könnte. Ich habe versucht, die Ruhe zu behalten und habe zum Glück die richtige Entscheidung getroffen. Bei der letzten Aktion hätte ich fast noch die Gelegenheit gehabt, nochmal abzuschließen. Aber ich bin trotzdem mega happy. Trotzdem müssen wir uns nochmal über die erste Halbzeit unterhalten, dass wir hier nicht so energisch auftreten, wie wir uns das vorgenommen hatten. Aber wir haben am Ende hier bestanden und das ist gar nicht so einfach.
Timo Horn: Ich glaube, die erste Halbzeit war echt nicht schön anzusehen. Das einzig Positive war, dass es aus unserer Sicht nur 0:1 stand. Bielefeld hat mit dem Stadion im Rücken es geschafft, uns hinten reinzudrücken. Sie haben jeden Einwurf und jeden Freistoß reingeschlagen. Wir haben es kaum geschafft, uns zu befreien, und geraten durch einen Elfmeter in Rückstand. In der Halbzeit haben wir eine deutliche Ansage bekommen, was absolut nötig war und auch gefruchtet hat. Die erste Halbzeit war wie bei den letzten Auswärtsspielen leblos und nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt, auch wenn wir da nicht die hundertprozentigen Torchancen hatten. Aus einer Chance von Bielefeld erzielen wir dann das 1:1 und haben es dann souverän zu Ende gespielt. Das war ein Big Point heute.