Stimmen: “Stolz auf die Mannschaft”
Guter und engagierter Abschluss vor eigenem Publikum. Der VfL hat im finalen Heimspiel einen Zähler gegen Hannover 96 geholt. Die Stimmen zum Spiel:
Uwe Rösler (Cheftrainer VfL Bochum 1848): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Obwohl bereits alles sicher war, haben wir alles auf dem Platz gelassen. Ein großes Kompliment an die Jungs. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gegen Ball gestanden und überhaupt nichts zugelassen. Wir hatten auch mehr Ballbesitz als in den letzten Spielen, das war der Ansatz, um uns schonmal auf die nächste Saison vorzubereiten. Im letzten Drittel hat uns aber etwas die Tiefe gefehlt. Darum habe ich Farid eingewechselt. Das hat sich schnell positiv bemerkbar gemacht. Die Verletzung von Mats Pannewig hat uns extrem getroffen, dadurch mussten wir auch die Struktur verändern. Dann wurde es wild und das Pendel ist zu Hannover übergegangen. Sie haben uns hinten rein gedrückt. Wir haben unser Tor aber mit aller Mentalität und Hingabe verteidigt. Wir hatten sogar noch die Chance, einen Lucky Punch zu setzen. Mit dem Unentschieden können wir gut leben, wir haben uns ordentlich von unseren Fans in unserem Stadion verabschiedet.“
Christian Titz (Cheftrainer Hannover 96): „Es war ein chancenarmes Spiel auf beiden Seiten. Wir hatten in der ersten Halbzeit etwas mehr Kontrolle, uns hat aber die Durchschlagskraft gefehlt. Wir wussten, dass es in der zweiten Halbzeit nochmal ein ganz anderes Spiel werden kann. Wir kamen aus der Pause, haben direkt Druck gemacht und das 1:0 erzielt. Den Ausgleich haben wir leider zu schnell bekommen, das war ein super Tor. Danach wurde es schwer, wir mussten bei den Hereingaben immer wieder aufpassen. Am Ende haben wir nicht gewonnen, haben aber dennoch am letzten Spieltag noch alle Möglichkeiten.“
Kevin Vogt: „Bereits die vergangenen Tage waren besonders. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich so viele Nachrichten bekommen würde, nachdem mein Karriereende verkündet wurde. Dann habe ich erst noch einmal realisiert, was für eine Reise ich durchlaufen habe und wie die verschiedenen Stationen bei den Vereinen waren. Als kleiner Junge habe ich hier die Bälle reingeworfen, nun konnte ich wiederkommen und hier meine Karriere beenden. Das ist für mich heute der perfekte Abschluss. Jetzt bin ich sehr glücklich. In ein paar Jahren werde ich, denke ich, sehr demütig auf das Ganze zurückschauen und dass ich meine Karriere genau hier beenden durfte.“
Timo Horn: „Wir wollten ein gutes letztes Heimspiel machen. Das haben wir über weite Strecken auch umgesetzt. In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Möglichkeiten, manchmal hat aber der letzte Pass gefehlt. Ansonsten wären unsere Torchancen noch gefährlicher gewesen. Es macht einfach viel Freude, hier in diesem Stadion vor unseren Fans einlaufen zu dürfen. Auch heute hatte ich bei der Hymne wieder Gänsehaut. Ich bin froh, wenn ich der Mannschaft in dieser Saison mit meinen Paraden helfen konnte. Etwas Glück gehört aber auch immer dazu. Diese Saison war ein Auf und Ab der Gefühle. Hintenraus haben wir es geschafft – speziell durch unsere Heimspiele – die nötigen Punkte zu holen. Da wollen wir in der Vorbereitung ansetzen.“
Farid Alfa-Ruprecht: „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich ein Tor geschossen habe. Das war ein sehr, sehr guter Ball von Noah. Er hat mich gesehen, ich habe meinen Gegenspieler aussteigen lassen und den Ball reingeschweißt. Viel mehr habe ich aber darüber gefreut, dass wir einen Punkt geholt haben. Das letzte Spiel nächste Woche wollen wir auch noch möglichst erfolgreich gestalten. Letzte Woche haben wir durch das 1:1 in Bielefeld den Klassenerhalt geschafft. So konnten wir heute befreiter spielen, das war zu spüren. Wir hatten einfach Spaß, Fußball zu spielen.“