BLICK AUF: Karlsruher SC
Letzter Spieltag, Saisonfinale. Wir reisen zum Karlsruher SC. Eine Partie, in der für beide Teams keine großen Entscheidungen mehr anstehen. Und doch wollen sowohl der KSC als auch wir die drei Punkte einsacken – aus guten Gründen. Unser BLICK AUF den Gegner und #KSCBOC:
DAS TEAM
Der KSC ist Stammgast in der oberen Hälfte der 2. Bundesliga. Für den ganz großen Wurf hat es in den letzten Jahren aber nicht gereicht. Rang 7, 5 und 8. Und auch in dieser Spielzeit war relativ früh klar, dass die Bundesliga weiterhin auf Karlsruhe wird warten müssen. Dabei war der Start in die Spielzeit durchaus verheißungsvoll. Elf Zähler aus den ersten fünf Liga-Auftritten. Doch der Jahresendspurt ging in die Hose. Fünf Niederlagen in Folge. Erst beim 2:2 anne Castroper kurz vor Weihnachten wurde wieder gepunktet. Die Konkurrenz enteilt, stattdessen ging der Blick nach unten. So richtig in Abstiegsgefahr geriet man zwar nicht, dennoch war im Badenland zunächst mal alles auf dem Prüfstand. Im Aufgebot des KSC glänzte auch in dieser Saison mal wieder Marvin Wanitzek. Das Karlsruher Urgestein steuerte bis dato 15 Saisontore bei. Auch Fabian Schleusener, der den KSC nach der Saison verlassen wird, liegt mit elf Treffern voll im Soll. Im Kasten hat sich der Däne Hans Christian Bernat zu einem sicheren Rückhalt entwickelt. In der Offensive steht dem 19-jährigen Ben Farhat (sechs Tore) eine große Zukunft bevor. Mit dem Aufstieg ist es nichts geworden, ein paar vielversprechende Akteure des KSC könnte man künftig aber doch im Oberhaus sehen. So soll zum Beispiel die Zukunft von Abwehrmann David Herold in Mönchengladbach liegen. Wir werden es beobachten.
DER TRAINER
Eine Ära geht zu Ende. Seit Februar 2020 hat Christian Eichner die Verantwortung beim KSC inne. Gute sechseinhalb Jahre also. In diesem Sommer ist Schluss, vor wenigen Wochen wurde die Trennung zum 30.06. kommuniziert. Die Gerüchteküche brodelte gleich, viele erwarten Eichner künftig in der Bundesliga. Den KSC hat er in den zurückliegenden Spielzeiten sportlich geprägt. 2019 stiegen die Badener in die 2. Liga auf. Eichner übernahm im Laufe der Folgesaison zunächst interimsweise, führte den einstigen Europacup-Starter erfolgreich durch den Abstiegskampf. Festanstellung in der Tasche, anschließend nahm die Entwicklung ihren Lauf. Der KSC gehörte zuletzt immer wieder zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Der 43-Jährige schaffte einst selbst in Karlsruhe den Sprung in den Profibereich, kickte anschließend noch für die TSG Hoffenheim, den 1. FC Köln und den MSV Duisburg. Die Trainerlaufbahn startete er dann erneut beim KSC, zunächst im Nachwuchsbereich und als Co der Profis. Im Sommer verlässt er Karlsruhe nun ein zweites Mal. Es dürfte am Sonntag emotional werden. Und seine Jungs wollen ihm sicherlich drei Punkte zum Abschied schenken.
DAS DUELL
62 Begegnungen gab es bislang zwischen dem VfL und dem KSC. 22 davon gingen an Bochum, 15 an Karlsruhe. Die meisten der Aufeinandertreffen stammen aus gemeinsamen Bundesligazeiten, 34 nämlich. Zuletzt stand man sich aber ausschließlich in Liga zwo gegenüber. Im Hinspiel gab es wie bereits erwähnt ein 2:2. Francis Onyeka steuerte beide Treffer bei. Lange sah es nach einem Heimsieg aus, ehe Fukuda in der Schlussphase zum Ausgleich traf. Das letzte Duell in Karlsruhe ging an uns. In der Aufstiegssaison traf ein gewisser Simon Zoller in der alten Heimat zum 1:0-Siegtreffer. Sehenswert übrigens. Später gab es noch die Medaille für das „Tor des Monats“.