06.08.2026Profis

Maxi Wittek: „Immer etwas Besonderes, im Ruhrstadion aufzulaufen“

Es geht wieder los. Der VfL Bochum 1848 eröffnet die Saison 2026/27 der 2. Bundesliga mit dem Flutlichtspiel gegen Hertha BSC (Freitagabend, 07. August, Anstoß: 20:30 Uhr). VfL-Routinier Maximilian Wittek sprach vorab im Interview über seine Erwartungen an das Eröffnungsspiel gegen Hertha und über die Mischung in der neu zusammengestellten Mannschaft.

Maxi, du hattest dich am Ende der vergangenen Saison schwer am Oberschenkel verletzt, musstest mehrfach operiert werden. Wie sehr freust du dich, jetzt beim Eröffnungsspiel der Saison 2026/27 dabei sein zu können?

„Ich bin heilfroh, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann und gut durch die Vorbereitung gekommen bin. Ich habe in meiner Karriere sehr, sehr viel spielen dürfen, war selten verletzt. Das Kompartmentsyndrom war jetzt schon eine Nummer, das passiert nicht so häufig – aber Gott sei Dank ist es gut ausgegangen. Ich komme immer besser rein, wir haben uns in der Vorbereitung gut präsentiert und freuen uns, dass es jetzt wieder um Punkte geht.“

Es gab in diesem Sommer einen Kaderumbruch, viele neue Gesichter sind dabei. Ihr habt euch jetzt rund sechs Wochen intensiv auf die Liga vorbereitet. Wie weit siehst du euch jetzt so kurz vor dem Saisonstart?

„Wir haben viele Spieler geholt, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, aber an einem Karrierepunkt sind, sich immer noch weiterentwickeln zu wollen und zu können. In der vergangenen Saison hatten wir viele junge Spieler und dann – inklusive mir – ein paar Spieler, bei denen beim Alter die „Drei“ bereits vorne stand. Der Mittelbau fehlte uns etwas. Ich finde gut, dass wir derzeit im Kader einen fließenden Übergang in der Altersstruktur haben, wir Bindeglieder zwischen Jung und Alt haben.“

Du gehst in deine vierte Saison beim VfL, bist Führungsspieler und sollst Verantwortung auf und neben dem Platz übernehmen. Wie würdest du deine Rolle beschreiben?

Ich möchte mit meiner Erfahrung vorangehen. Das ist auch meine Pflicht, den Neuen und den Jungen bestmöglich zur Seite stehen, zu unterstützen und zu helfen. Aber auch auf dem Platz müssen wir erfahrene Spieler vorangehen. Zuerst mit Leistung und Einsatzbereitschaft, dann aber auch kommunikativ. Wir haben es schon in der vergangenen Saison, als Uwe Rösler als Cheftrainer übernommen hatte, versucht, bestmöglich umzusetzen. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Natürlich ist es dieses Jahr durch den großen Umbruch noch wichtiger. Dazu zähle ich neben mir noch Timo Horn, Philipp Hofmann und Gerrit Holtmann, die auch schon länger im Verein sind, und wissen, worauf es beim VfL ankommt.“

Jetzt steht das Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC an – was erwartest du für ein Spiel in diesem besonderen Rahmen?

„Ich erwarte eine umkämpfte Partie. Freitagabend, Flutlicht im Ruhrstadion – das spricht für sich. Bochum gegen Hertha wäre für die meisten vor ein paar Jahren ein ganz klares Bundesliga-Spiel gewesen. Für jeden Fußballfan ist das bestimmt ein sehr geiles Auftaktspiel. Natürlich hoffe ich, dass wir gut in die Saison starten und zuhause direkt den ersten Sieg einfahren.“

Bei der Saisoneröffnung gegen Sheffield United waren bereits über 11.000 Fans mit dabei, nun wird das Ruhrstadion ausverkauft sein. Was macht diese Atmosphäre mit dir?

„Ich hoffe, dass es wieder Gänsehaut gibt. Im Ruhrstadion aufzulaufen, ist immer etwas Besonderes. Die Hütte wird voll sein, die Fans werden uns nach vorne peitschen, so wie in den vergangenen Jahren. Natürlich wollen wir den Fans direkt etwas zurückgeben. Wir wollen von Anfang an das Stadion anzünden und die Fans mitnehmen. Gegen 22:30 Uhr können wir dann hoffentlich gemeinsam jubeln.“

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