09.10.2026 — Pressekonferenz

„Wollen unseren Fans etwas zurückgeben“

Die XXL-Länderspielpause ist vorbei, das nächste Heimspiel steht. Am Sonntag, den 11. Oktober, ist Arminia Bielefeld beim VfL zu Gast im Ruhrstadion. Vorab sprach Cheftrainer Uwe Rösler über die Vorbereitung, den Matchplan und die Stadion-Baustelle.

Uwe Rösler über …

… die Personalsituation: Enis Cokaj, Jean Manuel Mbom sowie Babis Drakas und Philipp Strompf fehlen weiterhin. Dazu kommt leider Jarne Steuckers, der uns aus familiären Gründen für dieses Spiel nicht zur Verfügung steht.

… das „Hüpfverbot“: Ich konzentriere mich auf das, wofür ich hier bin, das ist der sportliche Bereich. Wir hatten jetzt eine XXL-Länderspielpause, die ich so auch noch nicht hatte, und bin voll auf das Bielefeld-Spiel fokussiert. Wir sind aber alle daran interessiert, dass es zu einem reibungslosen Ablauf des Spiels kommt, ohne Unterbrechungen, und dass wir die bestmögliche Stimmung auf dem Platz und den Tribünen erzeugen.

… die Baustelle: Ich habe in Aarhus ausreichend Erfahrungen mit Stadion-Umbaumaßnahmen gehabt. Sie sind nicht immer einfach, es wird immer neue Sachen geben, die auf uns zukommen werden. Wir sind die Abläufe des Spieltags schon durchgegangen, damit da keine Überraschungen auf uns zukommen. Wir wollen natürlich trotzdem zusammen – wir auf dem Platz und die Fans auf den Rängen – eine super Atmosphäre schaffen und das Spiel unbedingt gewinnen. Von daher müssen wir das Beste aus den Bedingungen und der Situation machen, die wir haben. Das Ruhrstadion wird umgebaut, so ist es nun mal, und wir müssen dies annehmen und dürfen als Team keine Entschuldigungen suchen.

… die Länderspielpause: Wir hatten nicht so viele nominierte Nationalspieler, was gut für uns war, weil wir den Großteil der Mannschaft beisammenhatten. Tom Meyer konnte seine Schambein-Reizung wieder unter Kontrolle bringen, Lasse Isbruch konnte seine Klausuren schreiben. Wir haben insgesamt eine gute Balance gefunden zwischen Belastung, Training, Testspiel und Vorbereitung auf das Bielefeld-Spiel.

… Karol Mets: Wir haben ihn geholt, um diese Schlüsselposition bei uns auszufüllen. Er hätte jetzt vier Spiele in der Länderspielpause gehabt. Ich hatte eine sehr gute Kommunikation mit ihm und seinem Nationaltrainer. Es ist alles so gelaufen, wie wir es uns erhofft hatten, dass er nicht alle Spiele über die volle Distanz gehen musste. Im letzten Spiel war er gesperrt, hätte aber ohnehin nicht gespielt, aufgrund von Matchbelastung und der teilweise verpassten Vorbereitung. Es wurde vorab eine sehr gute Entscheidung getroffen im besten Interesse des Spielers. Karol hat sich im Training sehr gut präsentiert und ist definitiv fit für Sonntag.

… Christian Rasmussen: Er ist in einer sehr guten Verfassung, hat unsere Prinzipien verinnerlicht und vom ersten Tag an voll angenommen, wie wir spielen wollen. Es hat ein bisschen an der Konstanz gemangelt, weil es für ihn schon eine Umstellung war, aber er gibt alles, wird immer konstanter. Das kann eine richtig gute Geschichte mit ihm werden, solange er fit bleibt.

… Mats Pannewig: Er wird spielen. Für ihn spricht, dass er in meiner Zeit fast alle Spiele gespielt hat und genau weiß, wie wir spielen wollen. Er bringt uns noch mehr Größe und Power gegen einen Gegner wie Bielefeld, die sehr gut bei Standardsituationen sind. Er ist ein technischer Spieler, kommt über seine Spielidee und Übersicht, hat aber auch eine Präsenz, die wir in diesem Spiel brauchen werden.

… Arminia Bielefeld: Sie haben ihre Charakteristika unter dem neuen Trainer nicht verändert. Sie sind eine sehr fitte Mannschaft, haben die vierthöchste Laufdistanz, die zweitmeisten intensiven Läufe und viertmeisten Sprints. Das sind herausragende physische Daten. Sie spielen ein intensives, hohes Pressing, worüber sie zu ihren Ballgewinnen kommen wollen. Wenn wir es schaffen, dies zu überspielen und über den Mittelblock in ihre Hälfte zu kommen, werden wir unsere Abläufe sehr gut auf den Platz bringen. Bei Bielefeld ist jeder Einwurf, jeder Standard und jeder lange Ball gefährlich. Sie haben eine sehr hohe Präsenz in beiden Boxen und eine sehr physische Mannschaft. Beide Spiele in der letzten Saison waren auf Augenhöhe. Aber wir haben in der Länderspielpause weiter an unseren Prinzipien gefeilt und wenn wir die richtig gut umsetzen, dann haben wir eine sehr gute Chance, hier den ersten Heimsieg einzufahren.

… den Matchplan: Für mich ist wichtig, dass wir so einen Spielansatz finden, wie in den letzten Spielen. Auch die Heimspiele waren mit Ball teilweise ordentlich. Wir haben klar angesprochen, dass wir zuhause unsere Spiele gewinnen müssen, weil wir unseren Fans auch etwas zurückgeben wollen. Wir haben in der Länderspielpause viel an der fehlenden Effizienz und der Strafraumbesetzung offensiv gearbeitet. Ich hoffe, dass wir da Fortschritte zeigen. Aber es ist auch wichtig, dass wir weiter uns diese Chancen erarbeiten. Je mehr wir in diese Räume kommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir treffen.

… die Talente: Es ist eine Entscheidung des Vereins, dass wir eine gewisse Durchlässigkeit für Spieler aus dem Talentwerk haben müssen. Wir haben eine sehr gute Ausbildung, aber sie müssen dann auch die Chance bekommen, in den Kader der ersten Mannschaft zu rutschen, auch wenn es erstmal nur im Training oder für Testspiele ist. Wir haben den Kader bewusst kleingehalten im Vergleich zum Vorjahr. Das hat uns jetzt mit den Verletzungen und Sperren ein bisschen wehgetan, aber wir müssen ein gewisses Risiko gehen, um dann auch diese Durchlässigkeit zu erzeugen. Je mehr ich die Jungs im Training sehr und ein Gefühl für sie bekomme, desto mehr habe ich das Vertrauen, sie in einem Pflichtspiel auf den Platz zu schicken.

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