„Wissen, was auf uns zukommt“
Zum Abschluss der Englischen Woche ist der VfL Bochum 1848 am Freitagabend, den 30. Oktober, beim FC Energie Cottbus zu Gast. Vor der weitesten Auswärtsreise der Saison beantwortete Cheftrainer Uwe Rösler auf der Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Journalisten.
Uwe Rösler über …
… die Personalsituation: Die Ausfälle von Babis Drakas, Jean Manuel Mbom sowie Oliver Olsen und Philipp Strompf sind aus den letzten Wochen bekannt. Beim Pokalspiel mussten Christian Rasmussen und Maxi Wittek verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Sie sind auf dem Weg der Besserung und wir müssen sehen, ob es reicht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass beide mit nach Cottbus kommen werden.
… den Gegner: Wir wissen, was auf uns zukommt. Pele Wollitz hat es auf der Pressekonferenz auch angekündigt. Sie haben den Vorteil, eine ganze Woche Vorbereitung zu haben, und wollen diesen von Beginn an für sich nutzen. Sie werden eine hohe Intensität gehen und uns im Eins-gegen-Eins von der ersten Minute an stressen, um unsere Abläufe zu limitieren. Du tust Cottbus aber Unrecht, wenn du sie nur auf Energie beschränkst. Sie haben auch sehr gute, erfahrene Zocker in ihren Reihen, einen spielerischen Ansatz mit klaren Abläufen und Mut. Es geht viel über den Kampf, das müssen wir annehmen. Keiner von uns unterschätzt Cottbus, da mache ich mir keine Sorgen. Natürlich ist es schwierig am Ende einer Englischen Woche, aber manchmal wissen Spieler gar nicht, was noch in ihren Körpern steckt. Wenn wir diese Mentalität wie in Dresden, gegen Wolfsburg und Mainz für 90 Minuten auf den Platz bringen, dann haben wir eine sehr gute Chance.
… die Herangehensweise: Wir sind seit dem Sommer in unseren Abläufen vor allem gegen den Ball relativ stabil. Da bedarf es nicht immer einer ganzen Woche Vorbereitung für uns. Wir wissen, wo die Räume sind, die Cottbus uns geben wird, und diese müssen wir konsequent bespielen. Wenn wir es schaffen, diese Energie auf den Platz zu bringen, und kompakt aus unserem Block heraus zu agieren, dann werden wir sehr gute Möglichkeiten bekommen. Cottbus hat bislang viele Tore kassiert, aber auch viele Tore geschossen. Es wird ein anderes Spiel als gegen Wolfsburg oder Mainz. Wir wollen nicht, dass es ein Basketball-Spiel wird, sondern versuchen, das Spiel auf unsere Art und Weise zu kontrollieren.
… die Englische Woche: Das dritte Spiel ist immer das Schwierigste, gerade wenn du den Rhythmus nicht gewohnt bist. Dafür musst du körperlich, aber vor allem auch mental bereit sein. Gegen Mainz war es ein kontrollierteres Spiel von beiden Mannschaften. Cottbus wird mit ihrem hohen Pressing ein Chaos erzeugen wollen, um zu Ballgewinnen im Zentrum zu kommen. Das wird eine Herausforderung für uns. Wir müssen gedankenschnell agieren, uns sehr gut im Raum bewegen, um zeitige Anspielstationen zu schaffen und das Pressing zu überspielen.
Jarne Steuckers: Wir wissen alle, was er kann. Jetzt war er endlich so weit, nach all den Herausforderungen die er hatte, von Anfang an zu spielen. Das hat er aus meiner Sicht sehr ordentlich gemacht. Gerade die Spielweise, die wir in den letzten beiden Spielen hatten, kommt ihm entgegen.
Pele Wollitz: Die Bänke sind in Cottbus fast auf der Tribüne, du sitzt quasi neben den Zuschauern. Damit muss man auch umgehen können und wissen, was da auf einen zukommt. Wir sind beides erfahrene Trainer, die ehrlich sagen, was sie denken. Er ist ein authentischer Trainer, der in Cottbus sehr gute Arbeit leistet.
… die Youngster: Der Kader hat sich aufgrund der vielen Verletzten fast von alleine aufgestellt. Davon haben alle den Anspruch, mindestens im Spieltagskader zu stehen. Das bietet aber positive Chancen für die Jugend. Lasse hat so viel gezeigt, dass er auch in Zukunft die Chance hat, im Kader zu stehen. Mansour hatte gegen Wolfsburg und jetzt gegen Mainz sehr gute Einwechslungen. Er ist im Training sehr willig, macht einen sehr guten Eindruck und profitiert natürlich auch von der Systemumstellung. Die Energie und Körperlichkeit, die er auf den Platz gebracht hat, waren für uns ein absoluter Mehrwert. Auch Leon hat seine Chance genutzt, sich seit der Vorbereitung über Kontinuität bei uns im Training einzubringen. Ich sehe, was er für seine Zukunft investiert, und das freut mich für ihn.