Klaiber vor #BOCWOB: „Wird ein intensives Spiel“
Kurz vor Ende des Sommer-Transferfensters hatte der VfL Bochum 1848 Ende August Sean Klaiber verpflichtet. Der 32-jährige Außenverteidiger brauchte keine lange Eingewöhnungszeit, stand schnell in Pflichtspielen auf dem Platz. Im Interview spricht Klaiber über seine ersten Wochen beim VfL, die Unterschiede zum Fußball in den Niederlanden und Dänemark sowie das bevorstehende Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (23. Oktober, Anstoß: 18:30 Uhr).
Sean, vor etwas mehr als sechs Wochen bist du zum VfL gewechselt. Wie hast du die Anfangszeit in Bochum bislang erlebt?
„Die Menschen hier im Verein haben mich von Beginn an sehr gut aufgenommen – sowohl die Verantwortlichen als auch die Trainer und Mannschaftskollegen. Das war für mich sehr wichtig. Wenn ich so gut aufgenommen werde, möchte ich umso mehr für sie abliefern. Darüber bin ich glücklich, ich fühle mich wirklich wohl.“
Der VfL ist deine erste Station in Deutschland, zuvor hast du lange in den Niederlanden und in Dänemark gespielt. Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede?
„Ich würde sagen, im Vergleich zum Fußball in den Niederlanden ist der physische Aspekt ein Unterschied. Es wird viel im Eins-gegen-Eins auf dem Platz gespielt. Du machst hier viele Meter. Der Fußball in Dänemark ist auch ziemlich physisch, aber die Stadien und die Atmosphäre sind hier deutlich besser. Es sind mehr Fans bei den Spielen, das ist sehr schön.“
Du hast bereits einige Spiele absolviert, standest viermal in der Startelf. Hättest du erwartet, dass du so schnell auf so viele Einsatzzeiten kommst?
„Nicht so schnell, ehrlich gesagt. Denn ich habe lange nicht von Anfang an gespielt, bevor ich nach Bochum gekommen bin – sechs oder sieben Monate etwa. Deshalb musste ich schnell adaptieren. Im ersten Spiel bekam ich 45 Minuten, im zweiten Spiel sollte ich zunächst nicht beginnen, musste aber aufgrund der Verletzung von Oliver doch starten. Da habe ich rund 60 Minuten gespielt, war danach aber sehr müde. Jetzt fühle ich, dass mein Körper immer besser in Form kommt. Ich werde von Spiel zu Spiel immer fitter. Jetzt hoffe ich, dass es auch am Ball besser wird und ich dem Team noch mehr helfen kann. Das ist meine Vision.“
Unser nächster Gegner ist der VfL Wolfsburg, der aktuelle Tabellendritte der 2. Bundesliga. Was für ein Spiel erwartest du am Freitagabend im Ruhrstadion?
„Das wird ein intensives Spiel. Wolfsburg ist aktuell gut drauf und steht in der Tabelle relativ weit oben. Sie haben eine hohe individuelle Qualität, aber wir wollen dafür sorgen, dass sie diese gar nicht erst zur Entfaltung bringen können. Wir haben einen Job zu erledigen. Ich finde es gut, weil es Herausforderungen sind, und ich liebe Herausforderungen.“
Defensiv stehen wir in dieser Saison deutlich besser, haben die zweitwenigsten Gegentore in der Liga kassiert. Was stimmt dich positiv, dass wir in den nächsten Spielen auch offensiv erfolgreicher werden?
„Ich bin von unserer Mannschaft überzeugt – und das gibt uns Sicherheit. Aktuell haben wir eine Diskrepanz zwischen unseren Leistungen unter der Woche im Training und am Wochenende in den Spielen. Im Training schießen wir Tore. Viele Angriffe sind fließend, vieles läuft gut. Das müssen wir aber auch in unsere Spiele übertragen. Wenn wir das schaffen, sind wir schwer zu schlagen."