„Müssen uns das erarbeiten“ – Frauen II spielen in Westfalenliga oben mit
Für die Frauen II des VfL Bochum 1848 begann mit der Saison 2026/27 ein neues Abenteuer. Nach dem souveränen Aufstieg spielt das Team von Cheftrainer Emil Nicolodelli auch in der Westfalenliga oben mit.
„Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Saisonstart zufrieden“, fällt das Zwischenfazit von Emil Nicolodelli positiv aus. „Wir waren uns bewusst, dass es eine Herausforderung wird.“ War es das Team in den vergangenen Spielzeiten gewohnt, als klarer Favorit die meisten Spiele zu gewinnen, ist die Rollenverteilung als Aufsteiger erstmal eine andere.
„Das Niveau ist sowohl sportlich als auch von der Athletik einfach grundlegend höher. Entsprechend schwer haben wir uns in den ersten Wochen getan, auch wenn wir gute Ergebnisse einfahren konnten.“ Die ersten vier Saisonspiele gewannen die Blau-Weißen allesamt. „Wir waren trotzdem noch nicht vollends zufrieden mit der Leistung. Das Spiel gegen Minden mit der Niederlage haben wir auch ein bisschen als Weckruf gebraucht, um in der Liga anzukommen.“ Das Spiel gegen die Ostwestfalen ging in der Nachspielzeit bitter mit 4:5 verloren.
„Seitdem kommen wir aber immer besser rein und bringen die Intensität auf den Platz, die es braucht, um in dieser Liga standzuhalten“, war Emil Nicolodelli mit den folgenden Leistungen sehr zufrieden. „Die Mädels wissen jetzt, was nötig ist, um zu punkten.“ Dabei schafft es sein Team, auch enge Spiele für sich zu entscheiden. So gewann der VfL auswärts gegen SuS Concordia Flaesheim (2:3) und den SV Thülen (0:1).
Am vergangenen Wochenende gab es dann die zweite Niederlage gegen DJK Arminia Ibbenhüren, die den VfL in der Tabelle überholt und auf Platz zwei springt. „Ibbenbühren war ein Top-Gegner und wir müssen uns mit der 1:2-Niederlage auf keinen Fall verstecken. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit den besten Teams der Liga mithalten können.“ Mit 18 Punkten aus acht Spielen belegen die Frauen II aktuell Rang drei.
„Deswegen bin ich mir sicher, dass wir uns weiterentwickeln und die nächsten Schritte gehen werden. Es war klar, dass wir ein bisschen Zeit brauchen, um in der Westfalenliga anzukommen. Jetzt geht es darum, mehr und mehr unseren Fußball durchzubringen, und auch in dieser Liga dominanter und mit mehr Kontrolle zu spielen, wenn es möglich ist. Wir werden nicht in jedes Spiel als Favorit gehen, sondern müssen uns das erarbeiten, dass wir noch besser werden, um die Spiele über unseren Ballbesitzfußball erfolgreich zu gestalten. Das ist unser Ziel.“
Dass der Cheftrainer guter Dinge ist, liegt auch an dem Teamgefüge. „Die Stimmung in der Mannschaft ist top. Die Mädels geben alles und haben Bock, sich oben in der Tabelle reinzukämpfen und die für uns maximal mögliche Punkteausbeute zu holen.“ Als nächstes steht die Auswärtspartie beim SV BW Aasee auf dem Plan, anschließend empfängt der VfL den TuS Wadersloh.
Es kommen jetzt ein paar sehr starke Gegner auf uns zu. Das ist auf positive Weise aufregend für uns, uns auf diesem Niveau Woche für Woche zu messen. Deshalb blicke ich mit großer Vorfreude auf die nächsten Wochen.
Emil Nicolodelli, Cheftrainer Frauen II