VfL blickt auf gelungenes Bildungsprojekt „Stadion als Lernort” zurück
Der VfL Bochum 1848 hat im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport das Bildungsprojekt „Stadion als Lernort – Demokratische Fankultur erleben und gestalten" umgesetzt. Höhepunkte waren die beiden Blau-Weißen Bildungstage am 13. Juli und 8. September sowie die abschließende Kapitänsrunde am 23. September in der Stadtwerke Bochum LOUNGE.
Bei den Blau-Weißen Bildungstagen setzten sich rund 200 Jugendliche aus teilnehmenden Schulklassen und Jugendmannschaften intensiv mit den Themen Sprache, Social Media und Struktur im Kontext von Fußball und Gesellschaft auseinander. Kern des Formats war die Verbindung aus einer diskriminierungssensiblen Stadionführung und vertiefenden Workshops. An mehreren Orten im Ruhrstadion, von den Kabinen über die Tribünen bis zu den Fanbereichen, wurden reale Erfahrungen von Diskriminierung sichtbar gemacht, gemeinsam reflektiert und in Handlungsstrategien übersetzt.
Besonders beeindruckend war dabei, mit wie viel Neugier und Engagement die Kinder und Jugendlichen in den Workshops gearbeitet haben. Die Teilnehmenden brachten eigene Beobachtungen ein, entwickelten kreative Lösungsvorschläge und zeigten einen bemerkenswert klaren Blick für die Realität im Stadionalltag, von konkreten Wünschen nach mehr Mitspracherecht und respektvollerem Umgang bis hin zu ganz praktischen Ideen für ein kinder- und jugendgerechteres Stadion.
Durchgeführt wurde das Projekt in Kooperation mit der Meldestelle für Diskriminierung im Fußball in NRW (MeDiF-NRW), die die Bildungstage fachlich begleitete. Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler des Alice Salomon Berufskollegs, des Märkischen Gymnasiums Wattenscheid, der Maria Sybilla Merian Gesamtschule und der Pestalozzi Realschule sowie Spielerinnen und Spieler von SV Waldesrand Linden, Weitmar 09, SC Weitmar 45 und LFC Laer 1906.
Den Abschluss des Projekts bildete der Blau-Weiße Kapitänsabend am 23. September in der Stadtwerke Bochum LOUNGE. Rund 50 Gäste, darunter Kapitäninnen und Kapitäne sowie Klassensprecherinnen und -sprecher der teilnehmenden Mannschaften und Klassen, kamen zusammen, um die Ergebnisse der Bildungstage zu präsentieren und in einer Paneldiskussion weiter zu vertiefen. Mit Mara Kanoglu (Spielerin der VfL-Frauen), Ulrich Kupke (stellv. Vorsitzender der Sportjugend im Stadtsportbund), Ulf Dannehl (Stadt Bochum), Lars Holtkamp (Kapitän der U21 des VfL) und Franziska Fey (Bundesliga Stiftung) diskutierten fünf Stimmen aus Fußball, Sport und Stadtgesellschaft die Erkenntnisse der Bildungstage aus unterschiedlichen Perspektiven. Moderiert wurde der Abend von Elena Müller, Projektleiterin bei MeDiF-NRW. Bei Essen und Networking klang der Abend gemeinsam aus.
Dieses Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport vom Bundeskanzleramt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.