05.09.2026 — Profis

Stimmen: „Unser Spiel über längere Phasen durchgedrückt!”

Drei wichtige Punkte am 4. Spieltag, der VfL Bochum 1848 gewinnt mit 2:1 bei der SG Dynamo Dresden. Das sagen die Protagonisten nach der Partie im Rudolf-Harbig-Stadion.

Uwe Rösler, Cheftrainer VfL Bochum 1848: Es war ein super Spiel von uns. Ich bin sehr glücklich über das Resultat, aber noch glücklicher über die Art und Weise, wie wir uns das heute erspielt haben. Wir haben es endlich geschafft, über längere Phasen unser Spiel durchzudrücken. Die Mannschaft war heute sehr mutig. In Dresden gegen hohes Pressing so in der ersten Halbzeit zu spielen war top. Ich hätte mir gewünscht, mit der Null hinten in die Halbzeit zu gehen. Kurz vor der Pause das Tor zu bekommen, war natürlich die Aufmunderung für die SGD. In der zweiten Halbzeit schwenkte das Spiel hin und her. Wir hatten wieder eine gute Phase, haben zwei super Chancen auf das dritte Tor. Hinten kann dann immer einer reinrutschen, Dynamo hatte auch zwei aussichtsreiche Chancen. Wenn man die 90 Minuten insgesamt sieht, war der Sieg verdient für uns. In Dresden, gegen das Stadion, gegen die Fans, gegen diese Mannschaft und dann diese Leistung mit dem Ball. Das hat mich heute noch zufriedener gemacht: Der Schlüssel war heute, den Ball mehr zu haben, und das ist uns gelungen.

Thomas Stamm, Cheftrainer Dynamo Dresden: Ich habe es über weite Strecken ähnlich wie Uwe gesehen. Wenn wir sauberer sind und klarer in den Abläufen, dann hätten wir bei den beiden Tore keine Probleme gehabt und wären ganz ordentlich im Spiel gewesen. Es war ein ausgeglichenes, intensives Spiel mit vielen Fouls. Der Ballbesitz war 50:50, wir hatten unsere Möglichkeiten und auch den höheren xG-Wert. Aber wir waren im letzten Drittel nicht so sauber, wie wir sein müssen. Auch im Spielaufbau waren wir ungewohnter Weise sehr unsauber und haben keine guten Entscheidungen im Ballbesitz getroffen. Das hat Bochum sehr gut ausgenutzt, sie waren sehr gut im Gegenpressing. Hintenheraus hat uns ein bisschen das Spielglück gefehlt. Wir haben alles probiert und hatten auch die Möglichkeiten, hier zumindest einen Punkt mitzunehmen. Anfang der zweiten Halbzeit hatte Bochum eine bessere Phase, aber danach hatten wir gute Umschaltmomente. Wenn wir uns im letzten Drittel ein bisschen schneller vom Ball trennen, hätten wir noch mehr gute Chancen herauskombinieren können. Wir hatten letztendlich nicht die Kontrolle, die wir gebraucht hätten, um den Punkt mitzunehmen, worüber wir natürlich sehr enttäuscht sind.

Timo Horn: Vor allem die erste Halbzeit war sehr gut. Da haben wir das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten mutig sein, weil wir wussten, wenn Dresden zu viel Ballbesitz hat, dann wird es hier auswärts richtig schwer. Wir wollten sie unter Druck setzen, das haben wir bei den Toren zweimal super hinbekommen. Koji hat es auch abgesehen von seinen Treffern sehr gut gemacht, hat immer wieder den Raum gefunden und war immer anspielbar. Natürlich ist es ärgerlich, dass wir vor der Halbzeit noch das Gegentor kassiert haben. Dadurch wurde es in der zweiten Halbzeit nochmal brenzlig. Aber auch da hätten wir das dritte Tor nachlegen können, hatten ein paar gute Möglichkeiten und es dann bis zum Ende gut verteidigt. Der Trainer hat vor dem Spiel zu uns gesagt, es gewinnt nicht die Elf, die anfängt, sondern auch die Jungs, die reinkommen, müssen es über die Zeit bringen. Deshalb ganz großes Lob an alle.

Koji Miyoshi: Ich bin sehr glücklich, dass ich zweimal getroffen habe, und wir diese drei sehr wichtigen Punkte hier auswärts geholt haben. Wir alle wussten, dass es hier in Dresden nie ein einfaches Spiel wird. Ich freue mich, dass ich heute zeigen konnte, was ich kann. Ich kann sowohl außen als auch innen spielen, aber in diesem Spiel hat es einfach von Beginn an richtig gut geklappt. Wir haben schon in den ersten Spielen gezeigt, dass wir gute Momente kreieren können, aber wir haben es nicht geschafft, das Tor zu machen. Die zwei Tore zu Beginn haben uns das nötige Selbstvertrauen gegeben, dieses Spiel für uns zu entscheiden.

Maxi Wittek: Die ersten 20 Minuten waren auf jeden Fall die besten Minuten, die wir bisher in der ganzen Saison gezeigt haben. In allen Belangen haben wir dann ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Gerade mit Ball haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Da haben wir dann auch die zwei Tore aus Situationen gemacht, die wir die Woche über einstudiert haben, dass wir hohe Ballgewinne haben. Wir haben die ganze Zeit davon gesprochen. Wir wollten aktiv sein und durften uns nicht zu sehr hinten reindrücken lassen. Natürlich gehören solche Phasen dann auch dazu im Spiel. Dresden ist eine gute Mannschaft. Nichtsdestotrotz glaube ich, haben wir es über 90 Minuten heute echt wieder gut verteidigt. Zum Ende der ersten Halbzeit sind wir leider ein bisschen passiver geworden, da bekommen wir auch das Gegentor. Aber insgesamt war das einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung. Glückwunsch auch an die Neuzugänge, die heute gleich Minuten gesammelt und uns super geholfen haben, dass wir es über die Linie gebracht haben. Die Erleichterung ist natürlich riesig.

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