12.09.2026Profis

Stimmen: “Haben es verpasst, das Spiel zu entscheiden”

Ein Zähler gegen Fürth. Nach 70 Minuten aufgrund der guten Chancen und der Führung zu wenig. Nach 90 Minuten und Unterzahl nehmen wir diesen Punkt aber mit. Die Stimmen zum Spiel:

Philipp Hofmann nach dem Spiel gegen Fürth

Uwe Rösler (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Wir geben direkt die erste Chance durch einen individuellen Fehler weg und haben Glück, dass die Fürther den nicht ausnutzen. Danach hat man gesehen, dass wir als Mannschaft auf einem guten Weg sind und uns Woche für Woche steigern. Wir kontrollieren das Spiel, machen das Tor und haben weitere gute Torchancen. In der Phase hätte ich mir gewünscht, dass wir noch mehr Chancen kreieren. Da hat mir ein bisschen die Gier und der absolute Wille gefehlt, da schon das Spiel für uns zu entscheiden. Wir haben Fürth am Leben gelassen, kommen trotzdem gut aus der Kabine und knüpfen in der zweiten Halbzeit daran an. Dann kommt durch das Tor ein Bruch ins Spiel. Das Gegentor war sehr unglücklich, weil wir auf Abseits spielen, was nicht unbedingt notwendig war. Danach hat uns Fürth am Leben gelassen. Wir hingen nach der Gelb-Roten Karte in den Seilen und haben uns hinten reingestellt, um den Punkt zu verteidigen. Einerseits bin ich positiv, dass wir uns fußballerisch weiter verbessern. Andererseits bin ich bekümmert, dass wir mehrere Ausfälle haben. Wir müssen uns für Hannover etwas einfallen lassen und alles, was geht, in die Waagschale werfen.

Heiko Vogel (Cheftrainer SpVgg Greuther Fürth): Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und hätten in Führung gehen können, wenn wir die Situation nach der Balleroberung besser ausspielen. Danach gab es eine Situation, wo wir einen Elfmeter hätten bekommen können. Die erste Standardsituation für Bochum war dann gleichbedeutend mit einem Gegentor. Das gab unserem Spiel einen kleinen Bruch. Da war Bochum mehr im Spiel, kann das zweite Tor machen, ließ uns aber am Leben. Mit dem 1:1 in der zweiten Halbzeit war das Spiel wieder komplett auf unserer Seite. Da hätten wir das Spiel sogar noch gewinnen können. Da lässt sich zusammenfassen, dass beide Mannschaften den Punkt am Ende verdient haben. Für meine Spieler sind es vielleicht zwei verlorene Punkte und ich freue mich, dass sie so denkt, und auch schon auf die nächste Aufgabe.  

Philipp Hofmann: Wir haben es verpasst, das Spiel in der ersten Halbzeit zu entscheiden. Da hatten wir das Spiel zum Großteil im Griff und uns auch mehrere Chancen herausgespielt. Wir müssen in den entscheidenden Situationen konsequenter sein, das war auch in den Heimspielen zuvor ein Thema. Wenn du nicht 90 Minuten konstant online bist und zu passiv wirst, wird das in dieser Liga bestraft, und das mussten wir heute leider spüren. Nach dem 1:1 und der Gelb-Roten Karte haben wir es mit aller Macht verteidigt, um es über die Zeit zu bringen. Wir haben das Mindeste noch herausgeholt und das geht auch in Ordnung, weil wir im Spiel zu passiv wurden und Fürth spielen lassen haben. Wir wollten den Fans einen Heimsieg schenken, was uns nicht gelungen ist, und das ärgert mich sehr. Wir haben uns die Heimspiele natürlich alle anders vorgestellt, aber geben weiter Gas. Jetzt ist noch ein Auswärtsspiel vor der Länderspielpause und das wollen wir so erfolgreich wie die bisherigen bestreiten. Es ist ein Prozess, in dem wir uns befinden, und da kommen solche Phasen vor. Daraus müssen wir einfach lernen.

Timo Horn: Ich habe gemischte Gefühle nach dem Spiel. Wenn wir das zweite Tor nachlegen, wäre es schwer für Fürth geworden, nochmal zurückzukommen. Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei Topchancen, die wir nicht nutzen konnten. So blieb das Spiel natürlich offen. Die letzten zehn Minuten vor der Pause wurden wir schon zu passiv, das haben wir in der Kabine angesprochen, dass wir aktiver werden wollen. Dann sind wir gut in die zweite Halbzeit gestartet, hatten erneut gute Möglichkeiten. Fürth hat dann umgestellt, wir mussten ein paar Wechsel vornehmen, hatten dann nicht mehr so den Zugriff und kassieren den Ausgleich. Hintenraus können wir nach der Gelb-Roten Karte froh sein, den Punkt mitzunehmen. Wir müssen das Spiel früher zumachen. Stattdessen reicht eine Situation und der Gegner ist wieder voll da. Das ist der Punkt, wo wir ansetzen müssen. Wir sind noch früh in der Saison, haben viele neue Spieler, das muss sich einfach noch weiter finden. In Hannover wollen wir unser Ziel, zehn Punkte vor der Länderspielpause zu holen, mit aller Macht erreichen.

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