Stimmen: „Chancenverhältnis war klar auf unserer Seite”
Ein Auftakt, den wir uns anders vorgestellt hatten. Der VfL musste sich am 1. Spieltag der neuen Saison der Berliner Hertha mit 0:1 geschlagen geben - bitter. Hier sind die Stimmen zum Spiel.
Uwe Rösler (Cheftrainer VfL Bochum 1848): „Das 1:1 wäre mehr als gerecht gewesen. Ich war nicht überrascht davon, dass Hertha gut spielen wird. Wie ich bereits vorher angesprochen hatte, ist Hertha eine bessere Mannschaft, als sie vorher zum Teil gemacht wurde. Sie haben eine hohe Qualität und haben es uns heute schwer gemacht. Doch wir hatten auch bereits in der ersten Halbzeit große Chancen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollten wir mit Karol Mets eine größere fußballerische Komponente ins Spiel bringen, auch wenn es Yiğit bei seinem Debüt gut gemacht hat. Auch Sunny hat ein ordentliches Debüt gegeben. In der zweiten Halbzeit hat nur noch eine Mannschaft das Spiel dominiert, das waren wir. Hertha hatte ab der 46. Minute keinen Torschuss mehr. Das Chancenverhältnis war klar auf unserer Seite. Insofern hätten wir uns das Unentschieden trotz der schwierigen ersten Hälfte absolut verdient.“
Stefan Leitl (Cheftrainer Hertha BSC): „Es war ein fantastisches Spiel heute, es war unfassbar intensiv. Wir waren sehr griffig in den Zweikämpfen, sind genauso aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten in der ersten Hälfte eine hohe Aktivität auf dem Platz und hatten das Spiel unter Kontrolle. Vor allem bei den zweiten Bällen waren wir sehr griffig. Das Resultat war unsere 1:0-Führung. Wir hätten mehr Ruhe gehabt, wenn wir das zweite Tor nachgelegt hätten. Das ist uns leider nicht gelungen. Wie die Jungs in der zweiten Hälfte gefightet und den Sieg nach Hause gebracht haben, war überragend.“
Timo Horn: „Wir hatten genügend Möglichkeiten, um Unentschieden zu spielen oder auch einen Sieg hier zuhause einzufahren. Der Kopfball von Berkan in der ersten Halbzeit war beispielweise eine hundertprozentige Torchance, die normal drin ist. Mit dem Ausgleich und der Wucht des Stadions hätten wir das Spiel sicherlich ganz drehen können. Das haben wir leider nicht geschafft, aber in der zweiten Halbzeit trotzdem sehr viele gute Ansätze gezeigt. Leider sind wir nicht zum Torerfolg gekommen und so wir stehen mit leeren Händen da. Ich bin aber guter Dinge, dass wir, wenn wir so spielen, in den nächsten Wochen punkten werden. Wir sind zuversichtlich, werden uns als Mannschaft zusammensetzen und in den kommenden Wochen nochmal ein ganz anderes Gesicht auf dem Platz zeigen.“
Maximilian Wittek: „Wenn man das Spiel schnell zusammenfassen möchte, ist es ein Fehler, den wir heute gemacht haben. Wir können uns nicht so viel vorwerfen – nur, dass wir es in der ersten Halbzeit in der entscheidenden Situation nicht gut verteidigt haben. Wir waren nicht effizient genug und haben es so nicht geschafft, den Ausgleich zu schießen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gut reingekämpft. So wurde es ein sehr offenes Spiel. Jetzt müssen wir das Ganze erst einmal aufarbeiten. Das haben wir uns anders vorgestellt. Wir können das Ganze aber gut einordnen und werden alles geben, um es nächste Woche besser zu machen.“
Mats Pannewig: „Wir sind schwer in die erste Halbzeit reingekommen. Vor dem ersten Spiel weiß man natürlich auch immer nicht, wo man genau steht. Mit etwas mehr Glück im Abschluss wäre da heute auch auf jeden Fall noch mehr drin gewesen. Aber wir können durch die Leistung in der zweiten Halbzeit mit einem guten Gefühl aus der Partie gehen. Da haben wir uns Chancen herausgespielt, aber es hat der letzte Pass gefehlt, um es zu veredeln. Wir hätten den Torwart öfter fordern müssen, aber von der Spielanlage sah es in den zweiten 45 Minuten schon besser aus. Deshalb halten wir die Köpfe auf jeden Fall oben und gehen so ins nächste Spiel.“