29.08.2026Verein

Herzlichen Glückwunsch, Jürgen Köper!

Ein waschechter Bochumer Junge wird am 29. August 75 Jahre alt: Jürgen Köper feiert an diesem Wochenende sein persönliches Jubiläum und der VfL Bochum 1848 gratuliert aufs Herzlichste! Mit 16 Jahren wechselte Köper in die VfL-Jugend, kam vom Stadtteilverein SV Ehrenfeld. 1969 gewann er mit der A-Jugend die Deutsche Meisterschaft, später kamen 147 Bundesligaspiele ein Blau und Weiß dazu.

Jürgen Köper feiert seine 75. Geburtstag

Für Spieler wie Jürgen (eigentlich Hans-Jürgen) Köper wurde der im Fußballjargon gängige Begriff „Filigrantechniker“ erfunden. Elegant am Ball, stets den oder die Mitspieler im Blick, um sie mit geschickten Pässen einzusetzen: das war sein Spiel. Nach Gewinn der Deutschen Meisterschaft, die durch ein 5:3 über den gastgebenden 1.FC Saarbrücken errungen wurde (nach 0:3-Pausenrückstand), empfahl der anwesende Bundestrainer Helmut Schön dem herausragenden Talent Jürgen Köper dringend einen Vereinswechsel, wenn es mit der großen nationalen wie internationalen Karriere etwas werden solle. Kaum verwunderlich, flatterte dem VfL kurze Zeit später ein Angebot von Eintracht Frankfurt ins Haus. Die Mainmetropole beherbergt auch den Sitz der DFB-Zentrale, sodass Köper Eins und Eins zusammenzählen konnte: „Da hat die DFB-Lobby schön zusammengehalten“, so sein Resümee.

Jürgen Köper blieb in Bochum, bekannte sich zum VfL, auch wenn er später zugab: „Schon in der Jugendnationalmannschaft hattest du als VfL-Spieler kaum eine Chance.“ Was ihn nicht daran hinderte, zunächst weiter an der persönlichen Erfolgsstory zu stricken. Nach der Meisterschaft 1969 folgte 1971 der Aufstieg mit dem VfL in die Bundesliga, der 19-jährige Köper mittendrin. Auch in Bochums erstem Bundesligaspiel, dem 1:0-Sieg über Eintracht Braunschweig, hatte Köper seine Füße im Spiel, wurde in der 62. Minute eingewechselt.

Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wechselte der VfL auf der Trainerposition, auf den höchst erfolgreichen Routinier Hermann Eppenhoff folgte der junge Heinz Höher. Und der setzte auf Köper, ließ den Jungspund in 32 Spielen auflaufen, in denen Köper drei Treffer erzielen konnte. Es folgte eine Phase, in der er mit Verletzungen kämpfen hatte, doch in der Saison 1975/76 war er in allen 34 Spielen dabei. Ungefähr zu jener Zeit muss es gewesen sein, als er sich seinen Spitznamen „Richie“ erwarb. Der Legende zufolge soll Köper mit einem Revolver ein Loch in die Kabinendecke geballert haben, in bester Cowboymanier. Ganz geklärt wurde der Vorfall nie…

Ein böses Foul des inzwischen verstorbenen Detlef Pirsig beim Revierderby zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL läutete das Ende der aktiven Laufbahn ein. Der 5. Februar 1977 markierte somit buchstäblich einen Bruch, durch Pirsigs Tritt brach sich Köper Schien- und Wadenbein. Zwar versuchte er später noch ein Comeback, doch nach der Saison 1978/79 war endgültig Schluss.

Parallel zum sich anbahnenden Karriereende ließ sich Köper, der bereits eine handwerkliche Ausbildung absolviert hatte, zum Steuerberater ausbilden. Als Geschäftsmann war er später als Besitzer zahlreicher Spielhallen in Bochum erfolgreich. Für seine ehemaligen Mannschaftskameraden war er stets ansprechbar, erst recht, wenn sie Probleme hatten. So unterstützte Jürgen Köper u.a. Hans Walitza, als der in seiner Wahlheimat Nürnberg nicht glücklich wurde und ins Ruhrgebiet zurückwollte.

Der VfL gratuliert Jürgen Köper zum 75. Geburtstag, wünscht ihm und seiner Familie alles Gute, eine schöne Feier und freut sich auf ein Wiedersehen im Ruhrstadion!

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