BOCHUMER GEMEINSCHAFT

Zu dem Schwerpunkt BOCHUMER GEMEINSCHAFT zählen Themen und Projekte, die sich mit Bildung, interkulturellem Verständnis, Integration und Inklusion beschäftigen. Mit dem Begriff der Gemeinschaft wird ausgedrückt, dass alle Themen und Personenkreise – unabhängig von Herkunft, Handicap o.ä. - zum VfL und zu Bochum gehören. Dazu zählen sowohl die Fußballgemeinschaft des VfL als auch die Gemeinschaft der Stadt und der Region. Besondere Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche. Aber auch kranke bzw. in Not geratene Menschen sollen durch die Projekte unterstützt werden. Als professioneller Fußballverein verfügt der VfL nicht nur über eine besondere Strahlkraft, sondern auch besondere Orte, um Themen wie Bildung, Kultur, Vielfalt oder Fair-Play zu vermitteln.

 

Unsere Projekte

Kinderschutz anne Castroper

Unter dem Projektnamen „Kinderschutz anne Castroper“ haben wir als erster deutscher Profiverein im Jahr 2019 gemeinsam mit In safe hands e.V. und der Kindernothilfe ein präventives, ganzheitliches und systematisches Kinderschutzkonzept erarbeitet. Prominenter Unterstützer und Projektpate ist VfL-Stürmer Simon Zoller: „Kinder sollen sicher und geschützt aufwachsen. Das gilt für den Sport genauso wie für Zuhause.“

Das Kinderschutzkonzept gilt für alle Abteilungen des VfL und beinhaltet unter anderem Verhaltensrichtlinien, Inhalte zur Personalpolitik, ein Fallmanagementsystem, Kommunikationsstandards und eine Risikoanalyse. Insbesondere das Talentwerk, die VfL-Fußballschule und die Mitgliederabteilung entwickeln außerdem zusätzlich fortlaufend individuelle Maßnahmen zur Umsetzung der Inhalte. Die Kinder, Eltern, VfL-Trainer(innen) und VfL-Mitarbeiter(innen) werden in die Prozesse einbezogen. Im Sinne der nachhaltigen Wirkung werden die Inhalte regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Durch das Kinderschutzkonzept möchte der VfL Bochum 1848 Kindeswohlgefährdungen und physische oder psychische Gewalt gegen Kinder präventiv entgegenwirken. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein wertvoller Bestandteil der täglichen Arbeit im Verein.

Projektpartner: In safe hands e.V., Kindernothilfe e.V.

Kontakt:kinderschutz@vfl-bochum.de


Willkommen im Fußball

Wie kann man geflüchtete Jugendliche dabei unterstützen, in Bochum anzukommen und sich zu integrieren? Wie kann man die Kraft des Fußballs nutzen, um unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen eine Ablenkung von den Erlebnissen der Flucht zu ermöglichen?

Mit der Beantwortung dieser Fragen befassen wir uns im Rahmen des Programms „Willkommen im Fußball“, das seit 2016 bei uns angeboten wird. Ziel ist es, den geflüchteten Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen und sie in die Bochumer Gemeinschaft zu integrieren.  

Das derzeitige Bündnis besteht aus dem VfL Bochum 1848, In safe hands e.V. und der Evangelischen Stiftung Overdyck. Zielgruppe sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Für die Jugendlichen der Fachstelle UMF Noah gibt es wöchentlich ein Fußballtraining, das auf dem Kunstrasenplatz am Vonovia Ruhrstadion stattfindet und von Benjamin Adamik (Trainer der VfL-FUSSBALLSCHULE) geleitet wird. Zudem binden wir die Jugendlichen in das Vereinsleben des VfL ein. Dazu zählten in der Vergangenheit Besuche von Heimspielen, Tagespraktika oder Ausflüge mit dem BobbiKlub oder der Eventreihe 1848 – DEIN KLUB! DEIN EVENT!.  Höhepunkt der Aktionen sind die Freundschaftsspiele gegen andere Bündnisse. Bereits zweimal trafen die Jugendlichen auf das Dortmunder Bündnis. Diese Spiele werden mit anschließendem gemeinsamen Essen und Stadionführungen abgerundet. Darüber hinaus unterstützt das Bündnis bei Workshops zu Bildungs- und Kulturthemen.

„Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und wird durch die Bundesliga-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

Projektpartner: In safe hands e.V., Evangelische Stiftung Overdyck

 


soccer meets learning

Das Projekt „soccer meets learning“ führt der VfL Bochum 1848 in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Bochum durch. Die Idee, Räumlichkeiten eines professionellen Fußballvereins als Lernzentrum zu nutzen, stammt ursprünglich aus der englischen Premier League. In diesen – insbesondere für junge Fußballfans –  außergewöhnlichen Räumlichkeiten werden verschiedene Angebote aus den Bereichen der politischen Bildung angeboten. Die besondere Atmosphäre in den Räumlichkeiten des Vonovia Ruhrstadions wird genutzt, um die Schülerinnen und Schüler durch die Begeisterung am Fußball zum Lernen zu motivieren.

Insbesondere das Medienzentrum des VfL dient als Lernzentrum für das außerschulische Bildungsangebot. Pro Kurs werden drei Tage im Stadion verbracht, um sich in verschiedenen Modulen detailliert mit den einzelnen Inhalten auseinanderzusetzen. Dabei achten die Kursleiter besonders darauf, dass die theoretischen Einheiten immer wieder durch interaktive Übungen, Stadionführungen oder kleine Spiele aufgelockert werden.      

Mit dem Bochumer Lernzentrum sind wir bereits seit Gründung von Lernort Stadion im Jahr 2009 dabei und damit Gründungsmitglied. Dementsprechend fanden die Feierlichkeiten zu 10 Jahre Lernort Stadion auch in Bochum statt.

Projektpartner: Fanprojekt Bochum

 


Fußball trifft Kultur

Bereits seit der Saison 2015/16 findet an den Standorten Bochum und Herne das Projekt „Fußball trifft Kultur“ in Kooperation mit LitCam statt.  Im Rahmen des Projekts werden wöchentliche Fußball-Trainingseinheiten durchgeführt. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler ein zusätzliches Angebot an Unterrichtsstunden und kulturellen Veranstaltungen. In das Projekt eingebunden sind die Werner von Siemens Schule in Bochum und die Mont Cenis Schule in Herne.   

Ziel der Kooperation ist es, Bildung und Integration zu stärken, insbesondere für benachteiligte Kinder. Zum Ende eines jeden Schuljahres findet ein Abschlussturnier statt. Der jeweilige Standort wechselt. Im Rahmen dieses Turniers treten dann die Teams der einzelnen Projektstandorte gegeneinander an.

Projektpartner: LitCam gemeinnützige GmbH


Bunter Ball

„Bunter Ball“ ist ein Projekt, das von der gemeinnützigen Organisation In safe hands e.V. ins Leben gerufen wurde und in Bochum aus einem Bündnis zwischen dem VfL Bochum 1848, In safe hands und der VIACTIV Krankenkasse durchgeführt wird. Inhaltlich vereinbart es ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, interkulturelle Begegnung und Bewegung. Im Rahmen des Projekts werden Schülerinnen und Schüler durch sportpädagogische Trainerinnen und Trainer von der 1. bis zur 4. Klasse in wöchentlichen AGs begleitet. Ziel ist es, durch den Sport die emotionalen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen der Kinder zu verbessern und damit zu einem vorurteilsfreien und wertschätzenden interkulturellen Zusammenleben beizutragen. Außerdem werden die Kinder zu mehr sportlicher Betätigung für ein gesünderes Leben und Aufwachsen motiviert. Die Wirkung des Projektes lässt sich transparent nachverfolgen, da die Entwicklung der fokussierten Kompetenzen fortlaufend anhand wissenschaftlicher Standards gemessen wird.

Projektpartner: In safe hands e.V., VIACTIV Krankenkasse