29. Spieltag

VfL Bochum 1848VfL Bochum 1848
4: 3
Hannover 96Hannover 96

So,  18.04.202113:30 Uhr2. Bundesliga

Eine komplizierte Saison. Das trifft quasi auf jeden Verein in der 2. Bundesliga zu. Auf unseren kommenden Gegner aber ganz besonders. Hannover 96 galt bei vielen Experten vor der Saison, neben dem HSV, als klarer Aufstiegsfavorit. Viel Erfahrung, viel Talent. Doch im Saisonendspurt findet sich 96 im grauen Mittelfeld fernab von Gut und Böse wieder. Unser BLICK AUF den kommenden Gegner:

DER TRAINER
Genau 50 Pflichtspiele sind es nun, die Kenan Kocak als Cheftrainer für Hannover 96 absolviert hat. Im November 2019 übernahm er das Amt des freigestellten Mirko Slomkas in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Aktuell steht der 40-Jährige bei den 96ern aber unter Druck. Seit sieben Spielen warten die Hannoveraner nun schon auf einen Sieg. Besonders schmerzten die zurückliegenden Pleiten gegen den Tabellenletzten aus Würzburg (1:2) und den 1. FC Heidenheim (1:3). „Es ist sehr bitter für uns, nach dem Spielverlauf heute mit leeren Händen dazustehen“, monierte Kocak am vergangenen Wochenende.

DUELLE
Wenn der VfL Bochum 1848 und Hannover 96 aufeinandertreffen kann man mit Blick auf die bisherigen Duelle von einer ziemlich ausgeglichenen Angelegenheit ausgehen. In 45 Pflichtspielen trennten sich die beiden Teams elf Mal Remis, 16 Mal gingen die Bochumer als Sieger vom Feld und 18 Mal gelang dies den 96ern. Auch in den 13 Partien in der 2. Bundesliga sieht es ähnlich aus. Fünf Siege fuhren die Hannoveraner ein, je viermal siegte der VfL oder die Begegnung endete ohne einen Sieger. Einzig im DFB-Pokal hat 96 eindeutig die Nase vorn – in drei Pokalduellen zogen immer die Niedersachsen weiter, einmal brauchten sie nach vorherigem Unentschieden allerdings ein Wiederholungsspiel, wie es in den 70er Jahren noch üblich war. Interessant: In den 13 Zweitligaduellen gewann noch nicht einmal der Gast – so auch im Hinspiel, als Valmir Sulejmani und Marvin Ducksch netzten.

ZWISCHENBILANZ
Zum 125-jährigen Jubiläum von Hannover 96 sollte am Ende der Saison eigentlich die Rückkehr in die Bundesliga stehen – so zumindest formulierten die Bosse es ziemlich offensiv vor der Spielzeit. Nach 28 Spieltagen (Hannover hat erst 27 Spiele absolviert) steht aber ziemlich sicher fest, dass das in dieser Saison nichts wird. Rang elf und 14 Zähler Rückstand auf Rang drei zeugen davon, dass 96 seinen eigenen Ansprüchen hinterherhinkt. Gerade in den vergangenen Wochen verspielte das Team von Kenan Kocak die letzten Chancen. Nach Spieltag 20 und einem Derbysieg bei Eintracht Braunschweig stand noch Rang sechs zu Buche, sieben Zähler Rückstand schienen bei 14 verbleibenden Partien aufholbar. Doch seither warten die Niedersachsen auf einen Sieg, sieben Spiele dauert die Durststrecke mittlerweile schon an. Besonders die jüngsten Niederlagen gegen Würzburg und Heidenheim schmerzten. Symbolhaft für die wechselhafte Saison kann das Spiel gegen den Hamburger SV von Anfang April herangezogen werden. Nach schwachen 50 Minuten inklusive 0:3-rückstand rafften sich die 96er auf und holten noch ein 3:3 im Nordduell. Sie können es, rufen es aber nicht konstant ab. Das hat der VfL bei der 0:2-Niederlage im Hinspiel auch schon zu spüren bekommen.

 

Absoluter Wahnsinn anne Castroper. In einer wilden Partie kassiert der VfL zunächst in der 90. Minute den Ausgleich zum 3:3, ehe Robert Tesche zum Doppelpacker wird und den Blau-Weißen in der Nachspielzeit doch noch den Sieg beschert. Zuvor brachte Dominik Kaiser den Gast in Front, Tesche und Gerrit Holtmann drehten den Spieß noch vor der Pause um. Als Simon Zoller dann nach gut einer Stunde zum 3:1 nachlegte, schien die Sache gegessen. Hannover verdiente sich hinten raus den Ausgleich, hat die Rechnung aber ohne Tesche gemacht, der nach Thomas Eisfelds Ecke hochstieg und zum umjubelten 4:3 einnickte.

Paderborn ist aufgearbeitet und abgehakt, Hannover 96 vor der Brust. Am 29. Spieltag der 2. Bundesliga erwartet der VfL Bochum 1848 die Niedersachsen, die in den vergangenen Wochen ihre letzten kleinen Aufstiegschancen verspielten Sieben Spiele ohne Sieg). Die Blau-Weißen können hingegen mit einem Heimerfolg den Druck auf die spielfreien Konkurrenten Hamburg und Kiel erhöhen. Drei Änderungen nahm VfL-Cheftrainer Thomas Reis im Vergleich zur Vorwoche vor: Robert Zulj und Danny Blum kehrten nach abgesessenen Sperren zurück in die erste Elf, auch Herbert Bockhorn rotierte in die Startelf. Thomas Eisfeld, Milos Pantovic und Danilo Soares mussten weichen.

So lief das Spiel:

4‘: Viele erzwungene Fehler auf beiden Seiten bisher, Spielfluss kommt anfangs keiner auf. Jetzt schickt aber Zulj mal Gerrit Holtmann auf die Reise. Sei Muroya grätscht dazwischen und muss dann behandelt werden. Geht aber weiter beim Japaner.

5‘: Dominik Kaiser bremst Bockhorn mit einem Tritt ans Schienbein unsanft aus, das gibt die erste Verwarnung der Partie für den Mittelfeldmann der 96er.

7‘: Der VfL übernimmt langsam das Kommando. Bei einem zweiten Ball kommt Simon Zoller im Strafraum irgendwie an den Ball und will dann für Zulj ablegen. Nicht präzise genug, Hannover kann klären.

11‘: Gute Kopfballverlängerung von Holtmann in den Lauf von Zolli, doch Michael Esser im 96-Kasten ist schneller da.

15‘: Es schleichen sich noch etwas zu viele vermeidbare Ballverluste ein. Eine davon führt zu einer exzellenten Freistoßposition nach Foul von Robert Tesche. Florent Muslija nimmt sich der Sache an und prüft Manuel Riemann mit einem strammen Schuss ins Torwarteck. Unser Schnapper ist auf dem Posten und boxt das Ding zur Ecke.

18‘: Nach eigenem Eckball droht plötzlich ein gefährlicher Konter der Gäste. Diesen unterbindet Bockhorn im Duell mit Genki Haraguchi und holt sich damit auch als erster Bochumer den Gelben Karton ab.

20‘: Mittlerweile hat Hannover mehr vom Spiel. Starker Ball in Richtung Hendrik Weydandt, Riemann kommt raus, kann aber nicht recht bereinigen. Mit dem Rücken zum Tor bedient Weydandt Haraguchi, der mit geeinten Kräften am Einschuss gehindert werden kann. Ecke.

21‘: Die fällige Ecke landet über Umwege bei Simon Falette, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kommt. Tesche schmeißt sich rein und fälscht zur nächsten Ecke ab.

22‘: Tor für 96 – 0:1. Die Gäste gehen in Front und das hatte sich abgezeichnet. Linton Maina nimmt Rechtsverteidiger Muroya nimmt, dessen Hereingabe versenkt der eingelaufene Kaiser sträflich frei mit dem ersten Kontakt in die kurze Ecke. Keine Chance für Riemann.

24‘: Der VfL muss sich etwas einfallen lassen und sucht die direkte Antwort. Holtmann mit Tempo über rechts, nach einem Schlenker nach innen versucht er es Richtung lange Ecke. Vorbei.

29‘:  TOOOR für den VfL – 1:1! Wichtig, die prompte Antwort auf den Nackenschlag. Zulj schlägt die Ecke mit viel Schnitt, Tesche steigt im Zentrum gegen mehrere Gegenspieler hoch und setzt den Kopfball per Aufsetzer mustergültig in die ungedeckte lange Ecke. So wollen wir das sehen!

33‘: Wieder bügelt ein Hannoveraner Bockhorn um und holt sich ein gelbes Ticket von Schiri Daniel Schlager ab. Jaka Bijol war diesmal der Übeltäter.

36‘: Unübersichtliche Szene nach einem weiteren Freistoß für den VfL. Am Ende liegt Falette am Boden und muss behandelt werden, Haraguchi hatte da aber auch die Hände an Tesche. Knifflig.

38‘:  TOOOR für den VfL – 2:1. Spiel gedreht! Riemanns Abschlag findet noch den Weg zu Anthony Losilla, der an der Außenlinie aus der Drehung Holtmann starten sieht und volley bedient. Der ist dann einfach zu flott für Niklas Hult, zieht von rechts nach innen und schiebt ihn dann ganz überlegt ins lange Eck. GEIL!

43‘: Armel Bella Kotchaps langer Schlag wird ungewollt von Marcel Franke für Zoller scharfgemacht, doch der kann die Kugel beim Versuch, an Esser vorbeizuziehen, nicht mehr im Spielfeld halten.

44‘: Der VfL hat jetzt klar den Hut auf hier anne Castroper. Holtmann und Zulj im eleganten Doppelpass, Holtmanns Schuss ist dann aber zu zentral und kein Problem für Esser. Dennoch: Blau und Weiß verdient sich die Führung hier nachträglich immer mehr.

Pause: Ansehnliches Spiel in den ersten 45 Minuten, Der VfL fing ganz gut an, dann wurden die Gäste stärker und erzielten folgerichtig die Führung. Doch der VfL schlug im Stile einer Spitzenmannschaft zurück und nutzte den Auftrieb durch den Ausgleich auch noch zum sehenswerten Führungstreffer. Hannover erweist sich aber als erwartet unangenehmer Brocken. Konzentration hochhalten und daran anknüpfen, Männer!

46‘: Keine Minute rum in Durchgang zwei, da hat der Gast die dicke Ausgleichschance. Weydandt kriegt die Kugel zentral vor dem Tor, legt statt zu schießen aber auf Maina ab. Der legt sich den Ball zurecht und drückt ab, Bella-Kotchap hält die Knochen rein und verhindert den Einschlag auf Kosten einer Ecke.

48‘: Auch der VfL hat gleich einen Hochkaräter. Holtmann hat plötzlich viel Platz auf rechts, zieht zum Tor und behält den Überblick für den freien Blum. Dessen Direktabnahme entschärft Esser.

56‘: Vor den Toren ist ein wenig Ruhe eingekehrt, beide Seiten verteidigen nach den dicken Chancen zu Beginn nun konsequenter.

62‘:  TOOOR für den VfL – 3:1! Der VfL verdoppelt den Vorsprung und Zolli hat’s gemacht. Beinahe wäre er nach Zuljs Pass schon alleine vor Esser aufgetaucht, doch Franke spitzelt die Kugel zu Blum. Der überlegt nicht groß und jagt die Flanke flach vor das Tor wo unser Neuner die Gräten reinhält. Esser ist aus kurzer Distanz natürlich machtlos.

65‘: Beide Seiten tauschen erstmals Personal. Holtmann verlässt auf Seiten des VfL das Feld, Milos Pantovic nun dabei. Hannover bringt erwartungsgemäß Marvin Ducksch für Maina.

67‘: Tor für 96 – 3:2. Kaum auf dem Feld, da trifft Ducksch erneut gegen den VfL. Weydandt erläuft einen langen Ball und überlupft den herauseilenden Riemann. In der Mitte geht Ducksch zum Kopfball hoch, Bella-Kotchap kann auf der Linie nicht mehr klären.

71‘: Puh, wieder dieser Ducksch. Nach langem Ball sucht Haraguchi in der Mitte Weydandt, Leitsch klärt unzureichend auf Ducksch. Der legt sich den Ball zurecht und zieht ab, doch Bella-Kotchap kriegt ein Bein dazwischen. Eckball.

72‘: Diese langen Bälle müssen besser verteidigt werden. Wieder ist Weydandt der Adressat, der mitgelaufene Leitsch spitzelt ihm das Leder vom Fuß. Die fällige Ecke drückt Falette am kurzen Pfosten genau in Riemanns Arme. Tanz auf der Rasierklinge hier.

73‘: Reis reagiert und bringt Thomas Eisfeld für Rückkehrer Blum. Auch Kenan Kocak wechselt erneut. Bijol verlässt das Feld und Josip Elez übernimmt.

75‘: Muslija fasst sich aus 25 Metern ein Herz, verfehlt aber doch deutlich. So kann das aber kaum noch bis zu Abpfiff gutgehen, so werden das noch lange 15 Minuten plus Nachspielzeit.

76‘: Und wieder Hannover. Ballverlust, dann geht’s schnell und wieder ist Ducksch mit viel zu viel Platz der Endabnehmer. Sein präziser Abschluss wird aber von einer starken Tat Riemanns noch aus dem Eck gefischt. Super Reaktion.

79‘: Mal wieder Entlastung dank Eisfelds Ballgewinn. Zulj steckt für Zoller weg, der will den verzögerten Doppelpass in die Mitte spielen. Doch Franke hat aufgepasst und verhindert dies mit dem langen Bein.

84‘: Tohubawohu und Kerzen-Kopfbälle im VfL-Strafraum. Falette hat irgendwann genug und versucht es direkt, doch Leitsch hat was dagegen und klärt.

84‘: Doppelwechsel 96. Kaiser und Muslija haben Feierabend, Philipp Ochs und Moussa Doumbouya wirken mit.

85‘: Freistoß Hannover aus dem Halbfeld, den Elez Richtung Kasten verlängert. Doch Riemann taucht ab und schnappt zu.

86‘: Reis zieht ebenfalls den letzten Joker und bringt mit Saulo Decarli einen zusätzlichen Vorsprungs-Verteidiger. Zoller geht runter.

90‘: Tor für 96 – 3:3. Unverdient ist es nicht, bitter aber dennoch. Ein geklärter Freistoß kommt zu Joker Ochs, der einfach mal draufhält und durch Zulj sowie Bella Kotchap abgefälscht zum Ausgleich trifft.

90‘+2:  TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR für den VfL – 4:3. WIE GEIL IST BITTE DIESER ROBERT TESCHE?! Ecke Eisfeld in der Nachspielzeit, wieder schraubt sich die Nummer 23 in der Mitte hoch und wuchtet das Teil in die Maschen. Absolut verrückt! Irrenhaus Castroper Straße.

90+3: Hätte zur Dramaturgie des Spiels gepasst, Hannover kriegt noch ein dickes Ding. Freier Kopfball, doch Gamboa steht goldrichtig und blockt. Direkt im Anschluss pfeift Schlager ab. Heimsieg und beinahe den Herzinfarkt geholt.

Ende: Wahnsinnsfinish mit zugegeben schmeichelhaftem Ausgang. Hannover hätte sich den Punkt hier für eine gute zweite Hälfte durchaus verdient, doch diesem geilen Verein inmitten des Ruhrgebiets ist in dieser Saison einfach alles zuzutrauen. Drei Punkte, Tabellenführung gefestigt und einen Schritt näher am großen Ziel. Und das nach so einem Spiel. VfL-Herz, was willst du mehr? Weiter geht’s hoffentlich ähnlich erfolgreich und spektakulär am Mittwoch in Heidenheim (18:30 Uhr).  

 

Thomas Reis (Trainer VfL Bochum 1848): „Das war nichts für schwache Nerven. Das hatten wir ja schon häufiger, dass Spiele ziemlich spannend waren. Heute war die Spannung dann so groß wie noch nie. Wir haben uns viel vorgenommen und ich habe ja vorhergesagt, dass ich Hannover als sehr starken Gegner empfinde. Sie hatten nach Ballverlusten einige Möglichkeiten, da hatten wir phasenweise zu viele schnelle von. Die Reaktion auf den Rückstand war aber tadellos, auch wenn wir nicht so viele Chancen aus dem Spiel kreieren konnten. Standards waren heute entscheidend. Es gab immer schwierige Phasen im Spiel, es war im Großen und Ganzen hinten raus glücklich. Wenn man oben steht, passieren auch solche Siege. Das war für die Zuschauer sicher interessant, aber ich brauche das nicht jede Woche.“

Kenan Kocak (Trainer Hannover 96): „Das ist sehr bitter für uns. Wir sind sehr gut gestartet und waren völlig feldüberlegen und viele Chancen gehabt. Da sind wir verdient in Führung gegangen, aber eben nur 1:0. Dann kriegen wir aus dem Nichts den Ausgleich und kriegen einen leichten Knick. Bochum ist dann bei schnellen Kontern immer gefährlich, das zweite Tor war aber zu leicht in der Entstehung. Unerklärlich liegen wir dann zur Pause hinten. Dann kommen wir aus der Pause und kriegen ein zu verteidigendes 1:3. Doch die Mannschaft hat nicht aufgesteckt oder aufgegeben. Da sind wir toll zurückgekommen in der Schlussminute und stehen trotzdem mit leeren Händen da. Ich kann meiner Mannschaft kaum etwas vorwerfen, außer dass wir zum wiederholten Male nicht genug aus unseren Chancen gemacht haben

Robert Tesche (VfL Bochum 1848): „Das Siegtor zu erzielen, ist natürlich ein super Gefühl. Das 3:3 kurz davor war natürlich ein Nackenschlag, dann ist so ein Siegtor umso schöner. In der ersten Halbzeit haben wir zehn Minuten gut gespielt und dann nachgelassen. Da hatte Hannover ihre Chancen und verdient das Tor gemacht. Nach dem 1:1 haben wir das Heft in die Hand genommen, waren besser und gehen in Führung. Auch nach der Halbzeit haben wir es gut gemacht und nachgelegt. Hannover hat dann umgestellt, wir haben Probleme bekommen und quasi um das verdiente 3:3 gebettelt. Dann noch das 4:3 zu machen, da braucht man auch etwas Glück. Wir haben jetzt noch ein paar Spiele vor uns und werden alles geben, um die fehlenden Punkte einzufahren.“

Danny Blum (VfL Bochum 1848): „Wenn man so eine lange Sperre abgesessen hat, weiß man erstmal wieder, wie schön es ist, auf dem Platz zu stehen. Es war sehr schön, meiner Mannschaft zu helfen. Es war gefühlt ein dauerhaftes Auf und Ab mit Riesenchancen im Minutentakt. Ich habe letztes Jahr hier im Stadion schon einiges erlebt, heute war mal wieder so ein absolutes Highlight, dass am Ende zum Glück positiv für uns ausgegangen ist. Von draußen hat man sich natürlich geärgert beim 3:3, aber in diesem Jahr sieht man, was möglich ist, wenn man dran glaubt. Dann macht man auch in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer, was ja fast unmöglich ist.“

Gerrit Holtmann (VfL Bochum 1848): „Wenn du so ein Spiel gewinnst am Ende, wo du kurz vor Schluss den Ausgleich kriegst und eigentlich mit der Punkteteilung rechnest… da sind wir natürlich umso glücklicher, den nächsten Schritt Richtung Aufstieg gemacht zu haben. Die Standards trainieren wir immer ein, zwei Tage vor dem Spiel nochmal intensiver und das hat man heute gesehen, denke ich. Auch das die Flügel immer mal wieder tauschen, ist so geplant. Wir lagen dann 3:1 vorne, das dürfen wir natürlich nicht so leicht herschenken. Wie gesagt, am Ende können wir glücklich sein, das Spiel noch irgendwie gewonnen zu haben.“