16. Spieltag

SpVgg Greuther Fürth
3: 1
VfL Bochum 1848VfL Bochum 1848

Sa,  07.12.201913:00 Uhr2. Bundesliga

Der VfL muss seine letzte Auswärtsreise in diesem Jahr ohne Zähler antreten. Bei der SpVgg Greuther Fürth unterlagen die Blau-Weißen mit 1:3. Hrgota traf für das Kleeblatt doppelt, in der Nachspielzeit machte Leweling den Deckel drauf. Silvère Ganvoula erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Letztes Auswärtsspiel des Jahres, der VfL reiste zum Kleeblatt nach Fürth. Coach Thomas Reis nahm einen Wechsel vor, für den gelbgesperrten Toto Losilla rutschte Vitaly Janelt ins Team. Ansonsten vertraute der Linienchef dem Team, das zuletzt den wichtigen Dreier gegen Aue fix machte.

1. Starker Ball von Decarli in die Spitze. Dabei springt die erste Ecke raus. Die hat es direkt in sich. Blum tanzt im Sechzehner, flache Hereingabe, die Decarli nur knapp verpasst!

11. Oha! Erste Fürther Offensivaktion überhaupt, Nielsen setzt den Ball an den linken Pfosten!

15. Gefährlich! Eine lange Flanke macht Blum nochmal scharf, Ganvoula dreht sich um die eigene Achse, wird aber im allerletzten Moment noch gestoppt!

17. Langer Huf von Mohr, Hrgota kann die Kugel stoppen und per Dropkick draufziehen. Rechts vorbei!

18. TOR! Die Gastgeber gehen in Führung. Hrgota mit ganz viel Glück zum 1:0. Riemann lässt abprallen, rettet dann aber stark gegen Hrgota. Doch der Ball prallt an den Fuß des Fürthers und fliegt ins Tor.

34. Dickes Ding! Blum auf Soares, und weiter in die Mitte. Janelt hält den Schlappen rein, aber trifft die Kugel nicht richtig!

37. Die nächste große Chance zum Ausgleich! Burchert rettet per Fuß gegen Pantovic!

38. NEIN! Schon wieder Pantovic! Eine scharfe Hereingabe bringt unsere Nummer 27 nicht aufs Tor, der hätte gezappelt!

45. Nochmal ein Freistoß für Fürth aus guter Position. Stefaniak macht’s, Riemann ist zur Stelle.

Pause: Guter Beginn der Blau-Weißen. Dann kamen aber die Gastgeber besser auf. Hrgota nutzte eine Fehlerkette im Bochumer Abwehrverbund, wenn auch mit einer guten Portion Glück versehen. Zehn Minuten vor der Pause startete aber der VfL noch einmal durch, hätte durch Janelt und zweimal durch Pantovic zum Ausgleich kommen können.

46. Keine Wechsel in der Pause. Wir gehen unverändert in diesen zweiten Durchgang.

59. Starke Aktion von Blum! Decarli sieht den Linksfuß. Der läuft noch fünf Meter und hält drauf. Knapp rechts vorbei!

68. Thomas Reis tauscht erstmals: Manuel Wintzheimer neu drin für Pantovic.

70TOOOOR! Der Ausgleich! Ballgewinn, Blum geht steil und sieht Ganvoula im Zentrum. Der Knipser vollendet zum 1:1!

75. Zweiter Tausch: Simon Zoller kommt für Chung Yong Lee in die Partie!

83. Auch Fürth will hier! Alles drin in den Schlussminuten!

87. Letzter Wechsel bei uns: Tom Weilandt nun drin, Blum geht vom Feld.

88. TOR! Ist das bitter. Die Gastgeber gehen wieder in Führung. Hrgota trifft zum 2:1, weil er Gamboa anschießt. Was für ein Pech bei den Gegentreffern.

92. NEEIN! Decarli ist völlig frei, setzt den Kopfball aber rechts vorbei! Das hätte der späte Ausgleich sein können!

93. Die Entscheidung. Fürth trifft zum 3:1, Leweling ist durch und umkurvt Riemann. Das war‘s.

Ende: Unnötig, dass wir hier ohne Zähler nach Hause fahren. Bei den beiden Gegentreffern durch Hrgota hat der Angreifer enormes Glück, zuvor bringen wir uns jeweils selbst in Bedrängnis. In der Nachspielzeit hat Decarli die Chance zum 2:2, im Gegenzug macht Leweling den Deckel drauf. Keine Zähler hier für uns, das tut weh, weil viel mehr drin gewesen wäre.

 

Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Glückwunsch an Greuther Fürth. Wir haben heute ein Spiel gesehen, das nicht unbedingt von fußballerischer Qualität geprägt war. Es war sehr kampfbetont. Wir wussten, dass Fürth eine spielstarke Mannschaft und gute Einzelspieler hat. Man hat gesehen, dass es in der ersten Halbzeit viele Umschaltmomente gab, in denen man nicht die hundertprozentige Bereitschaft gesehen hat, das Ding zu verteidigen. Wir haben es dem Gegner bei den Toren zu einfach gemacht, nach individuellen Fehlern haben wir den Ball nicht wegbekommen. Auch beim 2:1 hätten wir den Ball nur ins Aus klären müssen. Es ist ärgerlich, denn wir sind zwar verdient mit einem 0:1 in die Halbzeit gegangen, aber in Durchgang zwei hatten wir das Gefühl, dass was geht. Auf beiden Seiten war Kampf drin, am Ende ist es ärgerlich, dass wir ohne Punkte nach Hause fahren. Über ein Unentschieden hätten sich beide Mannschaften nicht beschweren dürfen.

Stefan Leitl (Cheftrainer SpVgg Greuther Fürth): Danke für die Glückwünsche. Das Spiel hat für uns mit dem Pfostenschuss durch Havard Nielsen gut begonnen, da hätten wir schon in Führung gehen können. Danach hatten wir auf der Bank das Gefühl, dass Bochum es gut macht. Wir haben weniger Zugriff im Zentrum bekommen. Trotzdem gehen wir mit der Führung in die Pause. Danach haben wir umgestellt, weg vom 4-3-3. Dann hatten wir das Zentrum deutlich im Griff, sodass wir weniger Ballpassagen des Gegners zugelassen haben. Das 1:1 war natürlich ein individueller Fehler, vorher war nicht abzusehen, dass Bochum trifft, weil wir das Spiel unter Kontrolle hatten. Danach war es eine super Reaktion meiner Mannschaft, die den unbedingten Willen gezeigt hat, dieses Spiel noch zu gewinnen.

Manuel Riemann (VfL Bochum 1848): Fakt ist, dass wir heute ein Spiel hatten, das wir in der ersten Halbzeit auf unsere Seite hätten ziehen müssen. Wir müssen die Konter besser ausspielen. Mit dem 1:0 kam etwas Pech dazu. Ich habe spekuliert, bekomme den Ball dann an den Oberschenkel, weil ich schon etwas zu weit vorne stehe. Danach schießt der Gegner mich an, ich kann meinen Fehler eigentlich wieder gutmachen, aber dann prallt der Ball ins Tor. Nach dem 1:1 müssen wir es bis zum Ende durchspielen und den Punkt mitnehmen. Wir konnten aber in der zweiten Halbzeit nicht mehr genug zulegen. Eigentlich war es ein ausgeglichenes Spiel, Fürth war in meinen Augen nicht zwei Tore besser. Das ist aber die zweite Liga, das gehört dazu. Wir waren die Mannschaft, die nicht den letzten Schritt gemacht hat. Die Fans haben Angst um ihren Verein und sind nicht zufrieden damit, wie wir gespielt haben. Im Großen und Ganzen kann ich das auch verstehen und nachvollziehen. Es bringt aber nichts, wenn wir uns nach jeder Niederlage gegenseitig angiften. Für uns wird es bis zum Saisonende um den Klassenerhalt gehen und das geht nur gemeinsam. Auch wenn es nicht so läuft, wie sich die Fans das vorstellen, dürfen wir nicht vergessen, eine Einheit zu bleiben. Denn das ist unbedingt notwendig. Wir müssen uns dieser Kritik stellen, wir können gerne in den Austausch gehen. Wir dürfen uns aber nicht nach jeder Niederlage auseinander dividieren. Es funktioniert nur, wenn wir eine Einheit bleiben.

Vitaly Janelt (VfL Bochum 1848): Heute waren wir nicht konstant genug. In den ersten Minuten haben wir uns abgetastet, danach kam der Gegner besser ins Spiel. Wir haben einen Fehler gemacht, der sofort bestraft wurde. Bei uns ist es aktuell nicht so, dass wir uns direkt für unsere Chancen belohnen. Nach der Pause war wieder etwas Unruhe, es gab viele lange und zweite Bälle und zu wenig Struktur. Fürth hat gedrückt, trotzdem konnten wir das 1:1 machen. Dann bekommen wir in zehn Minuten noch zwei Gegentore, das ist bitter. Jeder weiß, was in dieser Liga möglich ist, mit einem Sieg wären wir am Gegner vorbeigezogen, so stehen wir wieder unten drin. Im Fußball sind Emotionen dabei, leider konnten wir es den Fans heute nicht recht machen.

Saulo Decarli (VfL Bochum 1848): Es ist heute verdammt ärgerlich. Wir wollten dieses Spiel gewinnen, am Ende geht es ganz bitter aus. Das müssen wir akzeptieren, auch wenn es wehtut. Jetzt müssen wir schauen, dass wir es am Freitag gegen Hannover wieder besser machen. Es war nicht konstant heute. Mindestens einen Punkt hätten wir heute aber verdient. Jetzt müssen wir das analysieren, weitermachen, es besser machen und gegen Hannover einen Dreier holen.