6. Spieltag

VfL Bochum 1848
2: 2
SG Dynamo DresdenSG Dynamo Dresden

So,  15.09.201913:30 Uhr2. Bundesliga

Die Länderspielpause ist rum, der Ligabetrieb nimmt wieder Fahrt auf. Wir empfangen am Sonntagnachmittag Dynamo Dresden anne Castroper. Wissenwertes zu Gegner, Trainer, Kader und Spielhistorie bietet euch unser Blick auf: Dynamo Dresden:

 
Heimat

Die Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen ist nicht nur für den Fußball der SG bekannt. In der zwölftgrößten Stadt Deutschlands gibt es darüber hinaus auch einiges zu entdecken. Neben der Frauenkirche und dem Neumarkt sind auch die Semperoper sowie Brühlsche Terrassen beliebte Ziele bei Touristen.

Stadion

Das Rudolf-Harbig-Stadion zählt mit seinen 32.066 überdachten Plätzen zu den 20 größten Fußballstadien Deutschlands. Besonders beeindruckend ist die Nordtribüne, auf der mehr als 9.000 Dresdner Fans ihren Stehplatz finden. Das Rudolf-Harbig-Stadion war 2010 – ebenso wie das Vonovia Ruhrstadion – Austragungsort der U-20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen sowie der Frauen-WM 2011.  

Die goldene Zeit

Achtmal feierte Dynamo Dresden die DDR-Meisterschaft, siebenmal wurden die Sachsen DDR-Pokalsieger und bestritt zwischen 1967 und 1991 98 Spiele im Europapokal. Nach der Wiedervereinigung wurde der Fußball immer mehr nach westlichem Vorbild professionalisiert. 1990 startet der Klub mit dem Ziel in seine letzte Oberliga-Saison, die Qualifikation zur Bundesliga zu erreichen. Dies gelang den Schwarz-Gelben am vorletzten Spieltag. Danach spielte Dresden vier Spielzeiten lang im Oberhause, ehe ihnen 1995 die Lizenz entzogen wurde und der Verein in die Regionalliga, damals die dritte Liga, abstieg.  

Der Trainer

Als er in der vergangenen Saison das Traineramt in Dresden übernahm, titelte die Bild Zeitung „Der Fußballgott kehrt zurück“: Christian Fiél. Der 39-Jährige ist eine der Vereinsikonen der Dynamos, spielte selbst fünf Jahre lang Schwarz-Gelb und beendete bei den Sachsen seine aktive Karriere. Im Anschluss startet er in Dresden seine Trainerlaufbahn – zunächst als Co-Trainer der U19, dann als Coach der U17, ehe er im Februar das Traineramt von Maik Walpurgis übernahm. Sein Debüt als Cheftrainer gab Fiél übrigens beim Heimspiel seiner Schwarz-Gelben gegen den VfL (2:2).

Die Duelle

In der Gesamtstatistik hat der VfL gegen die Dynamos eindeutig die Nase vorn: 22 Duelle gab es bisher, neunmal siegten die Blau-Weißen, achtmal gab es ein Remis und nur fünf Partien verlor der VfL. Daheim im Vonovia Ruhrstadion fällt die Bilanz noch deutlicher aus – sechs VfL-Siege stehen zwei Unentschieden sowie zwei Niederlagen gegenüber. Eine dieser zwei Niederlagen setzte es in der vergangenen Saison, als Moussa Koné in der ersten Halbzeit das Tor des Tages per Elfmeter erzielte. Beim letzten Aufeinandertreffen in Dresden teilten sich die beiden Klubs die Punkte – allerdings mit bitterem Beigeschmack für den VfL, denn die Bochumer gaben nach einer furiosen Anfangsphase und Toren von Lukas Hinterseer und Milos Pantovic eine 2:0-Führung aus der Hand.

Die Bilanz

Zum Auftakt der neuen Saison setzte es für die Schwarz-Gelben zwei Niederlagen gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) und beim Aufsteiger Karlsruher SC (2:4). Nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal bei TuS Dassendorf knüpften die Dresdener an diesen Erfolg an und landeten einen 2:1-Erfolg beim 1. FC Heidenheim. Darauf folgte ein umkämpftes, aber torloses Remis gegen den SV Darmstadt 98. Gegen den FC St. Pauli startete die Fiél-Elf eine mitreißende Aufholjagd. Nach 0:3-Rückstand erkämpften sich die Dynamos dank eines Doppelpacks von Nikolaou sowie einem Treffer von Koné noch ein 3:3. Bitter für die Dresdener: Nikolaou sah in der Schlussphase – nach Einsatz des Videobeweises – nicht die Gelbe Karte, sondern Rot nach einem Foul an Christian Conteh. Der 26-Jährige wurde für drei Spiele gesperrt und wird somit gegen den VfL nicht zum Einsatz kommen können.

Erneuter Wahnsinn anne Castroper! Auch beim Debüt von Thomas Reis als Trainer des VfL Bochum 1848 gegen die SG Dynamo Dresden geht es im Vonovia Ruhrstadion bis zum Ende wild zu. Erst erstickt der VfL den Gast in Halbzeit eins mit aggressivem Pressing, mit zunehmender Spieldauer können sich die Sachsen aber befreien. Mit der ersten guten Gelegenheit geht Dresden in Abschnitt zwei dann in Führung (47.), nach neuerlicher Druckphase mit wütenden VfL-Angriffen erhöht die SGD sogar auf 2:0 (63.). Doch wie das in den Heimspielen so ist in dieser Saison, startete der VfL zum dritten Mal eine Aufholjagd. Danny Blum (78.) und Anthony Losilla (85.) belohnte die unermüdlichen Bemühungen, die Krönung blieb jedoch trotz weiterer Möglichkeiten aus. So warten die Blau-Weißen zwar weiter auf den ersten Dreier, bleiben aber zuhause weiter unbesiegt und verhindern einen Fehlstart des neuen Coaches.

Neustart für den VfL Bochum 1848, der am 6. Spieltag der 2. Bundesliga erstmals mit Chef Thomas Reis an der Seitenlinie die SG Dynamo Dresden empfing und endlich den ersten Sieg erzwingen wollte. Unser neuer Coach wählte bei seinem Debüt eine Startelf, die im Vergleich zur Partie in Stuttgart auf zwei Positionen verändert wurde: Thomas Eisfeld und Milos Pantovic rückten für Jordi Osei-Tutu und Danny Blum in die erste Elf. Auch Dresdens Cristian Fiel tauschte nach dem 3:3 gegen den FC St. Pauli doppelt: Für den rotgesperrten Zweifachtorschützen Jannis Nikolaou und Kevin Ehlers rücken René Klingenburg und Florian Ballas rein.

2. Erste Annäherung des VfL: Vitaly Janelt kommt nach einem zu kurz geklärten Freistoß an die Kugel und zieht sofort ab – ein gutes Stück übe den Kasten Dynamos

4. Auch Dresden erstmals im Vorwärtsgang. Simon Lorenz mit dem zu kurzen Rückpass auf Alexander Jeremejeff, der Manuel Riemann aus spitzem Winkel flach in die Arme schießt.

10. Zehn Minuten rum und man kann konstatieren: Der VfL hat sich einiges vorgenommen und ist willig, jeden Zentimeter des Vonovia Ruhrstadions umzugraben. Die Zweikämpfe werden mit richtig viel Engagement geführt, das Publikum ist früh da. Klare Chancen lassen aber noch auf sich warten. Doch das ist Feuer drin!

12. Sebastian Maier wird von Anthony Losilla fein in Szene gesetzt und geht zielstrebig Richtung Dresdner Tor. Dann nimmt er rechts Pantovic mit, der sich die Kugel zurechtlegt und draufhält. Leicht abgefälscht rauscht der Ball am langen Pfosten vorbei. Ecke.

13 Doppelkopf Ganvoula. Die Ecke ist auch nicht ohne. Zunächst rutscht sie auf die andere Seite durch, wo Pantovic zur Flanke ansetzt. Silvère Ganvoulas Kopfball wird geblockt und landet erneut bei Pantovic – gleiches Spiel nochmal, diesmal gerät seine Hereingabe etwas zu hoch für Ganvoula, der nur mit den Haarspitzen drankommt.

15. Tor Dynamo, doch das war klares Abseits von Jeremejeff. Dennoch wartet der Schiedsrichterassistent, bis der Ball im Netz ist, ehe er die Fahne hebt. Alles für den Videobeweis, doch das war so klar, dass es den gar nicht gebraucht hätte. Sei’s drum, weiter 0:0.

24. Losilla lässt einen Dresdner im Sechzehner aussteigen und setzte aus spitzem Winkel zum Schuss an. Der bereitet Kevin Broll im SGD-Tor jedoch keine Sorgen.

27. Die Gäste legen eine ganz schön harte Gangart an den Tag. Patrick Ebert ist nach seinem Einsteigen gegen Maier bereits der zweite Schwarz-Gelbe, der völlig verdient mit einer Karte bedacht wird. Zuvor ist bereits Baris Atik, überfällig nach einigen Fouls, verwarnt worden.

28. Schlenzer von Ebert, der jedoch zur überaus dankbaren Flugshow von Riemann wird – kein Problem für unseren Schnapper.

30. Dresden fährt weiter die robuste Klinge. Auch Jannis Müller senst ungestüm in Maier hinein und kriegt völlig zurecht den Gelben Karton. Damit wird der Fluss im Bochumer Spiel aber eingedämmt.

32. Soares fasst sich ein Herz aus 30 Metern, zielt aber einige Meter über Brolls Gehäuse.

33. Flatterball von Atik, den Riemann zur Seite abklatschen lässt. In der Folge kriegt der VfL die Szene aber bereinigt.

40. Jetzt kriegt auch der VfL das erste Ticket. Soares vertändelt erst an der eigenen Eckfahne die Kugel und rauscht dann in Ebert rein. Kann man geben.

44. Nochmal Ganvoula vor der Pause. Im Zweikampf wird er zwar bearbeitet, setzt sich aber vehement durch und kommt zentral zum Schuss. Dabei trifft er die Kugel mit dem linken Fuß aber nicht voll und kann daher keine große Gefahr erzeugen. Die Kugel rollt vorbei.

Pause: Man merkt, der VfL ist gewillt, den ersten Dreier zu holen und mit voller Leidenschaft dabei. Der Gast hält mit Härte dagegen, was den Schwung der Bochumer gegen Ende der ersten 45 Minuten eindämmte. Die richtig klaren Torszenen haben sich die Teams wohl für den zweiten Durchgang aufgehoben.

46. Ohne personelle Wechsel werden die Spielhälften getauscht.

47. Tor für Dresden – 0:1. Ohje, schlimmer hätte der zweite Durchgang nicht starten können. Chris Löwe hat auf der linken Seite zu viel Platz, in der Mitte ist Lorenz nicht nah genug an Jeremejeff dran, der den Fuß reinhält und die Kugel im langen Eck unterbringt. Das wird jetzt eine Aufgabe für die Reis-Elf.

49. Maier will den auf eine Flanke spekulierenden Broll überlisten, sein Schussversuch aufs verwaiste kurze Eck geht aber knapp vorbei.

50. Das Stadion hat den Torschrei auf den Lippen, beinahe der postwendende Ausgleich. Eisfeld legt zurück für Soares, der mit einer gefühlvollen Hereingabe Ganvoula am zweiten Pfosten bedient. Der Kongolese zieht mit vollem Risiko ab und jagt das Leder volley am kurzen Eck vorbei. Das Netz zappelt nur, von hinten. Mist!

54. Der VfL will die Antwort! Janelt haut aus der Distanz drauf, der Ball geht einen halben Meter vorbei. Doch die Wucht ist zurück, Dresden kommt kaum noch hinten raus.

57. Erster Wechsel des Spiels. Fiel bringt den pfeilschnellen Moussa Koné für Sascha Horvath.

58. Und Fiel legt noch einen personellen Wechsle nach: Vorbereiter Löwe geht vom Feld, Brian Hamalainen neu dabei.

61. Auch Reis tauscht erstmals. Maier hat Feierabend, Danny Blum nimmt seinen Platz ein.

63. Tor für Dresden – 0:2. Ist das bitter. Koné ist bei einem Konter durchgebrochen und überwindet den herausstürmenden Riemann gerade so. Das Tor wird überprüft, Koné war bei Jeremejeffs Pass schon ziemlich abseitsverdächtig unterwegs. Doch die Bude zählt. Ohje.

68. Broll lässt sich fast von Ganvoula die Kugel stibitzen, kann die Situation aber doch noch unter Kontrolle bringen.

72. Noch ein Debüt beim VfL: Manuel Wintzheimer bekommt 20 Minuten, um bei der Aufholjagd mitzuhelfen. Eisfeld geht raus. Zwei nominelle Spitzen sind nun drin.

73. Da ist der Neue direkt. Pantovics Flanke landet auf dem Kopf von Wintzheimer, der die Kugel abgefälscht knapp neben den linken Pfosten befördert. Ganvoula stand aber Abseits. Keine Ecke.

78. TOR für den VfL – 1:2. Die Hoffnung lebt! Ganvoula schirmt klasse ab und legt dann rüber zu Blum, der nicht lang fackelt und das Leder unter das Tordach hämmert. Nächste Aufholjagd anne Castroper? Hoffen wir es.

79. Volles Risiko jetzt. Reis bringt Simon Zoller für Gamboa. Fiel reagiert ebenfalls und wechselt Marco Hartmann für Ballas ein.

84. Blum volley aus der zweiten Reihe – vorbei.

85. Dickes Ding für Ganvoula, der energisch in den Strafraum zieht und aus kurzer Distanz draufhält. Broll macht den kurzen Pfosten zu und wehrt zur Ecke ab.

85. TOR für den VfL – 2:2. Und die Ecke schlägt ein! Blum punktgenau auf den Kopf von Käpt’n Losilla, der bilderbuchmäßig einköpft. Geht da noch mehr?! Unsere Radiologen wird’s freuen, bei dem, was der VfL hier wieder veranstaltet. Nichts für schwache Nerven.

90. Puh, haarscharf. Blumlegt sich einen Freistoß zurecht und zirkelt den knapp am Winkel vorbei. Fünf Minuten gibt es oben drauf, Zeit ist also noch.

90+3. Das gibt’s nicht. Erst verpasst Ganvoula um Haaresbreite, dann wird Janelt in aussichtsreicher Position geblockt. Die folgende Ecke köpft Decarli aufs Tor, doch Broll ist da. Puls auf 200, mal wieder…

Feierabend. Der VfL und die SGD trennen sich letztlich gerecht mit 2:2. Wilder Ritt mal wieder.


VfL: Riemann – Gamboa (79. Zoller), Decarli, Lorenz, Soares – Pantovic, Losilla, Maier (61. Blum), Janelt, Eisfeld (72. Wintzheimer) – Ganvoula

Tore: 0:1 Jeremejeff (47.), 0:2 Koné (63.), 1:2 Blum (78.), 2:2 Losilla (85.)

Thomas Reis (VfL Bochum 1848): „Es war ein sehr interessantes und intensives Spiel zum Einstand. Von der Intensität kann man sich im ersten Spiel nichts Besseres wünschen. In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass die Mannschaft aktiv verteidigen sowie Bälle erobern will und ein paar Chancen hatten wir auch. Leider ist es uns nicht gelungen, in der zweiten Halbzeit von Beginn an wach zu sein, da ist das Gegentor zu leicht gefallen. Dann gehen wir sogar noch 0:2 in Rückstand, das war ebenso nicht optimal verteidigt, auch wenn Dresden es gut ausspielt. Nachher muss man der Mannschaft aber wieder ein Kompliment machen, wie sie wieder mit dem Rückstand umgegangen ist. Das zeigt mir, dass sie absolut intakt ist. Da steht ein Team auf dem Platz, egal wer auf dem Platz steht. Es wäre sehr schade gewesen, wenn der Aufwand, den ich gesehen habe, heute nicht belohnt worden wäre.“

Cristian Fiel (Cheftrainer Dynamo Dresden): Ein verrücktes Spiel heute. Ich habe eigentlich eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen, in der wir die klareren Chancen hatten. Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass wir hellwach sein müssen und Bochum kommen wird. Wir gehen dann schnell in Führung, aber danach hatte ich das Gefühl, wir verlieren komplett den Faden. Dann machen wir bei einem Konter sogar das 2:0. Aber ich dachte trotzdem die ganze Zeit: Wo ist die Kontrolle in unserem Spiel? Der VfL hat am Ende richtig Druck gemacht. Viel länger hätte das Spiel auch ehrlich gesagt nicht gehen dürfen, sonst hätte Bochum noch einen gemacht. Wenn man hier mit 2:0 führt, dann muss man eigentlich trotzdem drei Punkte mitnehmen.

Sebastian Maier: Ich habe keine Erklärung dafür, dass wir nicht mal in Führung gehen. Wir müssen dann immer den Aufwand betreiben. Dabei fand ich die erste Hälfte echt ok. Man hat gemerkt, wir waren in den Zweikämpfen drin, haben früh gepresst und hatten einige Balleroberungen. Natürlich hat noch nicht alles funktioniert, aber wir hatten alle ein gutes Gefühl auf dem Platz. Da muss man dann nach der Pause länger die Null halten und nicht direkt das Tor fangen. Das bringt dann etwas Verunsicherung und du musst wieder hinterherrennen. Wie immer in der Saison zeigen wir dann Moral und kommen zurück, aber darüber brauchen wir nicht jede Woche sprechen. Jetzt müssen wir mal ein Spiel gewinnen. Wir sollten schauen, dass wir mal ohne Gegentore auskommen, denn wir können nicht jede Woche zwei, drei Tore machen.

Anthony Losilla: Ein Punkt ist zu wenig in unserer Lage. Es ist gefühlt immer die gleiche Situation hier Zuhause: Wir liegen 0:2 hinten, kommen dann aber zurück. Wir hatten 20 Minuten im Spiel in denen wir einfach geschlafen haben. Wir kassieren zu einfach die Tore, die uns dann in Schwierigkeiten bringen. Ich will, dass es in Zukunft nicht mehr so läuft, dass wir immer eine Aufholjagd starten müssen, das ist für die Nerven einfach zu viel. Wir müssen konstanter spielen. So wie in der ersten Halbzeit heute, in der wir viel Leidenschaft und Offensivaktionen gesehen haben. 

Vitaly Janelt: Wir hatten uns vorgenommen, drei Punkte zu holen, das haben wir nicht geschafft. Dabei sind wir gut in die Partie gestartet. Offensiv haben wir uns zwei, drei gute Chancen erspielt und haben wenig zugelassen. Wir haben kompakt gestanden und sind immer auf die zweiten Bälle gegangen. Kurz nach der Halbzeit fällt das 0:1, wenig später das 0:2. Dass wir gut Fußball spielen können, das sieht man – wir haben den Anschluss geschafft und sogar noch den Ausgleich. Zum Sieg sollte es dann nicht reichen, obwohl wir die Chancen dazu hatten. Ich habe momentan das Gefühl, dass der Gegner eine Chance hat und diese direkt nutzt – bei uns ist das nicht so. 

Danny Blum: Wir haben uns leider für eine gute erste Halbzeit nicht belohnt. Nach einer Minute im zweiten Durchgang geraten wir schon in Rückstand, dann fallen wir ein bisschen zusammen. Als ich reingekommen bin, bekommen wir das 2:0. Danach muss man versuchen, nochmal über Leidenschaft und Kampf und den Fans im Rücken zurückzukommen. Der Anschlusstreffer hat uns nochmal wachgerüttelt und ein Ausrufezeichen gesetzt. Dass wir dann noch den Ausgleich machen, spricht wieder für unsere Moral, die wir heute zum dritte Mal bewiesen haben. Wir sollten allerdings versuchen, immer hellwach zu sein und ein Spiel anders zu gestalten, als immer hinterher zu laufen.