3. Spieltag

Hamburger SV
1: 0
VfL Bochum 1848VfL Bochum 1848

Fr,  16.08.201918:30 Uhr2. Bundesliga

0:1 unterliegt der VfL Bochum 1848 am dritten Spieltag beim Hamburger SV. Nach einer guten ersten Halbzeit mangelte es in Durchgang zwei an zwingenden Offensivaktionen, um eine Antwort auf die HSV-Führung zu finden. Lukas Hinterseer brachte die Hanseaten nach gut einer Stunde in Front. 

VfL-Cheftrainer Robin Dutt vertraute beim heutigen Gastspiel beim Hamburger SV auf folgende Startelf: Vor Keeper Manuel Riemann formierten Simon Lorenz, Saulo Decarli, Armel Balla-Kotchap und Danilo Soares die Viererkette. Davor postierten sich Kapitän Anthony Losilla und Vitaly Janelt. Die Mittelfeldzentrale bildeten Chung Yong Lee, Sebastian Maier und Tom Weilandt. In der Spitze stürmte Silvère Ganvoula. Dominik Baumgartner und Thomas Eisfeld, die beim Pokalspiel in Baunatal zur ersten Elf gehörten, nahmen zunächst auf der Bank Platz. Simon Zoller fehlte angeschlagen. Dafür war der wiedergenesene Danny Blum wieder mit an Bord.

8.: Zäher Beginn im Hamburger Volksparkstadion. Beide Mannschaften sind noch dabei, sich zu ordnen. Nennenswerte Chancen lassen auf beiden Seiten noch auf sich warten. 

10.: Gute Chance für Ganvoula: Zuerst erobert Losilla den Ball gegen Jung und steckt auf den Kongolesen durch, doch van Drongelen rettet zugunsten der Hanseaten.

16.: Der VfL verteidigt konzentriert: Zwei aufeinander folgende Eckbälle lässt die Dutt-Elf nicht gefährlich werden. 

21.: Der VfL verliert auf der linken Seite, weit in der gegnerischen Hälfte den Ball – der HSV fährt einen schnellen Kontern. Den Abschluss vereitelt jedoch Bella-Kotchap. 

27.: Die richtig großen Torchancen lassen immer noch auf sich warten. Der VfL ist bemüht, doch fehlt es noch an Tempo und Durchschlagskraft.

29.: Zwei Glanzparaden von Manuel Riemann! Nach einer entschärften Ecke probiert es Leibold aus der Distanz. Zunächst pariert der VfL-Keeper den Ball aus 20 Metern stark mit einer Hand und lenkte dann auch noch den Schuss des heranrauschenden Dudziak aus kurzer Distanz um den Pfosten. 

31.: Maier setzt sich gegen Dudziak durch und gibt weiter auf Ganvoula. Doch Jung grätscht die Kugel aus der Gefahrenzone. 

40.: Lorenz sieht für ein Foul an Kittel die Gelbe Karte. Der fällige Freistoß aus 25 Metern aus halblinker Position wird von Bella-Kotchap am Fünfmeterraum per Kopf geklärt. 

Halbzeit: Keine Tore zur Pause im Volksparkstadion. Beide Mannschaften verteidigen leidenschaftlich und lassen nur wenig zu. Der VfL ist konzentriert und sucht über Ganvoula immer wieder seine Chancen. So kann es auch in Durchgang zwei weitergehen!

46.: Es geht weiter, beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine. 

53.: Ganvoula zieht nach Doppelpass mit Janelt vom rechten Strafraumeck ab, verzieht den Ball jedoch.  

53.: Wechsel beim VfL: Danny Blum kommt für Weilandt in die Partie.

58.: Der eingewechselte Blum versucht es aus der Distanz, der Ball segelt aus 20 Metern allerdings knapp über das Gehäuse. 

59.: Kieler bringt den Ball im Fallen noch gefährlich aufs Tor, doch Riemann lenkt den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. 

60.:TOR! Ausgerechnet Hinterseer! Leibold bringt die Kugel von links flach in den Strafraum, wo der Österreicher lauert und den Ball mit seiner ersten Torchance im Spiel direkt unhaltbar zum 0:1 aus VfL-Sicht verwertet. 

67.: Der HSV wechselt: Moritz kommt für Kinsombi. 

68.: Auch der VfL reagiert auf den Rückstand: Janelt macht Platz für Ulrich Bapoh.

69.: Schrecksekunde für alle VfLer: Dudziak bringt den Ball scharf in die Mitte, Riemann ist dran, doch kann die Kugel erst im Nachfassen unter sich begraben. 

74.: Letzter Wechsel bei den Bochumern: Jordi Osei-Tutu wird für Chung-Yong Lee eingewechselt. Der Südkoreaner musste den Platz verletzungsbedingt verlassen. Zuvor war ihm Kittel unglücklichin die Beine gefallen. 

80.: Zweiter Wechsel bei den Hausherren: Kittel weicht für Samperio. 

86.: Der VfL schafft es nicht, sich gefährliche Chancen gegen die aufmerksam verteidigenden Hamburger zu erspielen. Ein Schuss von Decarli aus der Distanz, der knapp über die Latte geht, bleibt einer der wenigen Schüsse auf das HSV-Tor. 

87.: Letzter Wechsel jetzt auch bei den Hanseaten: Gyamerah verlässt den Platz, Vagnoman kommt. 

90.: Vier Minuten werden nachgespielt. 

90.+3: Der VfL wirft in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, doch die entscheidende Chance auf den Ausgleich bleibt aus.

Abpfiff: Der VfL unterliegt nach einer engagierten und kämpferischen Leistung - vor allem in Durchgang eins - am Ende 0:1. In der zweiten Halbzeit fehlte es den Bochumern offensiv an Durchschlagskraft. Nach einer Stunde markierte Ex-VfLer Lukas Hinterseer die Führung für die Hanseaten, auf die die Dutt-Elf keine Antwort mehr fand. 

 

 

 

 

 

 

 

Robin Dutt (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Ich denke, dass der Sieg für den HSV verdient ist, auch wenn wir als Mannschaft heute ab der ersten Minute gezeigt haben, dass wir gewillt waren, den Fahrlässigkeiten der letzten Spiele deutlich entgegenzuwirken. Wir sind mit einer sehr guten Organisation aufgetreten und haben den gefährlichen Spielaufbau der Hamburger unterbinden können. In der ersten Halbzeit hatten wir dann nach einer Pressingaktion durch Silvére, die Chance in Führung zu gehen. Ich denke, dass wir es im ersten Durchgang hier sehr gut gemacht haben. In der zweiten Halbzeit hat es mir an Balance gefehlt – die ganze Energie, die wir hinten in die Defensive gesteckt haben, hat vorne gefehlt. Wir haben dem Druck lange standgehalten, doch dann hatten wir in einer Situation zwei, drei Spieler mit einer Unkonzentriertheit. Hamburg hat das Spiel dann letzten Endes verdient gewonnen, weil sie offensiv die stärkere Mannschaft waren. 

Dieter Hecking (Cheftrainer Hamburger SV): Ich habe der Mannschaft gesagt, dass heute der schwerste Gegner auf uns wartet, der sehr organisiert daherkommen wird. Bochum hat uns das Leben in er ersten Halbzeit sehr schwer gemacht, aber wir haben uns das Leben auch schwergemacht. Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht einverstanden. In der zweiten Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht – waren viel präsenter in den Zweikämpfen und haben endlich Tempo aufgenommen. Wir müssen es hinkriegen, dass wir einen Gegner so bespielen, bis irgendwann die Schnittstelle aufgeht. 

Anthony Losilla (Kapitän VfL Bochum 1848): Unser erster Gedanke war, dass wir defensiv besser stehen müssen, weil wir in den vergangenen Spielen zu viele Gegentore bekommen haben. Trotzdem wollen wir heute offensiv mutig sein – das hat leider gefehlt. Heute haben wir ein besseres Gesicht gezeigt, als zuletzt gegen Baunatal. Ich bin davon überzeugt, dass, wenn wir es Zuhause gegen Wiesbaden offensiv besser machen, wir auch punkten werden.  

Sebastian Maier (VfL Bochum 1848): Mir fällt es gerade schwer, die Worte für dieses Spiel zu finden. In der ersten Halbzeit lassen wir wenig zu, haben aber auch nicht die zwingenden Torchancen. Wir waren teilweise zu hektisch. In der zweiten Halbzeit dann das Gegentor: die Hereingabe von links und Luki steht in der Mitte völlig frei. Wenn wir mehr Zug nach vorne gehabt hätten und mutiger agiert hätten, dann wäre der HSV auch zu knacken gewesen. 

Manuel Riemann (VfL Bochum 1848): Unter dem Strich haben wir jetzt einen Punkt nach drei Spielen – das ist am Ende des Tages zu wenig. Wir müssen jetzt zu Hause gegen Wehen Wiesbaden unbedingt den Dreier holen. Ob wir dann 6:5, 3:2 oder 1:0 gewinnen ist in dem Moment egal. Fakt ist, dass wir gewinnen müssen. 

Sebastian Schindzielorz (Geschäftsführer Sport VfL Bochum 1848): Ich denke, wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gezeigt. Gerade in der ersten Halbzeit hätten wir viele Situationen in den Umschaltmomenten besser nutzen können, leider haben wir dort kein Tor erzielt. Ich glaube aber, dass wir auf diese Leistung aufbauen können. Nichtsdestotrotz haben wir einen Punkt auf dem Konto, das ist nach einem Spiel zu wenig. Der HSV hat sich nach dem Führungstreffer ein Stück weit zurückgezogen, wir sind nicht mehr richtig in die gefährlichen Räume gekommen und konnten wenige Bälle hinter die Kette spielen. Am Ende fehlten die zwingenden Chancen, um den Ausgleich zu erzielen. Der HSV hat nach dem Umbruch eine gute Mannschaft zusammen und hat auch schon in den ersten Spielen gezeigt, dass sie Qualität haben. Insgesamt war es über 90 Minuten ein ordentliches Spiel, auch wenn wir nicht immer zwingend in der Offensive waren. Es wäre aber nicht unverdient gewesen, wenn wir hier heute einen Punkt geholt hätten. In der 2. Bundesliga geht es jede Woche um alles. Jetzt haben wir ein Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden, das werden wir natürlich versuchen zu gewinnen.