33. Spieltag

FC St. Pauli
0: 0
VfL Bochum 1848VfL Bochum 1848

So,  12.05.201915:30 Uhr2. Bundesliga

Auf und ab beim Kiezklub 

Hamburg ist immer eine Reise wert, zumindest aus touristischer Sicht. Rein sportlich betrachtet, hält sich die Punktausbeute des VfL beim FC St. Pauli in überschaubaren Grenzen. Im Millerntor-Stadion konnten die Blau-Weißen erst zweimal als Sieger vom Platz gehen – zuletzt im Februar 2014. Der erste Erfolg beim Kiezklub war auch gleichzeitig das erste Aufeinandertreffen der Klubs. 1977 setzten sich die Bochumer 3:0 in der zweiten Runde des DFB-Pokal durch.

Vor gut einem Monat war am Millerntor einiges los: Nicht nur Pauli-Coach Markus Kauczinski musste am 10. April seinen Hut nehmen, auch Sportdirektor Uwe Stöver wurde an diesem Tag vom Verein freigestellt. „Im Sinne des FC St. Pauli halten wir diesen Schritt für notwendig, um die Saison sportlich erfolgreich zu beenden und die Weichen für die neue Saison stellen zu können“, begründete Vereinspräsident Oke Göttlich seine Entscheidung. Nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Spielen – darunter zwei herbe 0:4-Niederlagen gegen den Stadtrivalen Hamburger SV sowie beim SV Sandhausen – standen zu diesem Zeitpunkt zu Buche. Damals rangierte Pauli noch auf Rang vier, hatte Ambitionen, einen Platz unter den ersten dreien zu ergattern. 

Einen Tag später nach der Entlassung von Kauczinski wurde der neue Trainer vorgestellt: Los Luhukay. Der 55-jährige Niederländer soll nun die Geschicke auf dem Trainingsplatz des Hamburger Klubs leiten. Seine Bilanz fällt jedoch bislang durchwachsen aus. Aus seinen ersten vier Spielen holte der Kiezklub nur einen Sieg – ein 4:3 gegen den SSV Regensburg – und ein 1:1 gegen Arminia Bielefeld. Zweimal verlor Pauli gegen den 1. FC Heidenheim (0:3) und zuletzt bei Dynamo Dresden (1:2). 

Spätestens nach der Niederlage in Dresden dürften die letzten Träume vom Aufstieg geplatzt sein. „Wenn man ehrlich ist, wäre es noch möglich gewesen, da oben ranzukommen. Das ist schon ärgerlich“, sagte Abwehrmann Daniel Buballa, lobte aber die engagierte Leistung seiner Mannschaft: „Wir waren voll im Spiel, hatten viel Ballbesitz. Insgesamt haben wir einen ganz anderen Fußball geboten.“ Daran beteiligt war auch der ehemalige VfLer Dimitrios Diamantakos, der unter dem neuen Trainer allerdings aufzublühen scheint. Zuletzt stand der Grieche zweimal in der Startelf und erzielte beide Male einen Treffer für Pauli.

Verletzungssorgen, Abschluss in Fürth

Den Hamburger Klub plagen derzeit Verletzungssorgen: Christopher Avevor und Christopher Bruchtmann fehlen beide aufgrund von Adduktorenproblemen. Für Johannes Flum ist die Saison vorzeitig beendet, weil er sich einer Operation unterzog, bei der eine Platte und Drähte aus seinem Knie entfernt wurden. Waldemar Soboto zog sich einen Syndesmosebandanriss zu und verpasste schon die zurückliegenden vier Partien. Der erfolgreichste Scorer Henk Veerman (sechs Tore, sechs Vorlagen) erlitt am 16. Spieltag einen Kreuzbandriss und fehlt seither. 

Am letzten Spieltag geht es für Pauli zum Abschluss zur SpVgg Greuther Fürth, während der VfL ebenfalls am Sonntag (15:30 Uhr) den 1. FC Union Berlin empfängt.