28. Spieltag

SSV Jahn Regensburg
2: 1
VfL Bochum 1848VfL Bochum 1848

Fr,  05.04.201918:30 Uhr2. Bundesliga

NUR BESTWERTE

Der Jahn befindet sich auf dem Höhenflug. Nicht erst seit dieser Saison, sondern schon seit geraumer Zeit. Unter Bochums Ex-Trainer Heiko Herrlich gelang der Durchmarsch von der Regional- in die Zweite Liga, ehe er sich im Sommer 2017 in Richtung Leverkusen verabschiedete. Seitdem Achim Beierlorzer als Cheftrainer die Verantwortung übernommen hat, reiht sich beim Jahn ein Rekord an den nächsten: beste Saisonplatzierung ever (2017/18, 5. Platz), aktuell wieder nur Bestwerte. Das hervorragende Ergebnis in der vergangenen Spielzeit wurde allerdings vom anderen starken Aufsteiger, Holstein Kiel (am Ende Dritter), übertroffen und somit ein wenig übertüncht. Unter Beierlorzer holte der Jahn 1,4 Punkte im Schnitt und knüpft derzeit nahtlos an die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte an.

Platz 5 zu bestätigen oder zu toppen ist eine Herausforderung, das ja. Aber es ist keine, vor der sie sich in Regensburg drücken. Allerdings bleiben die Töne aus der Oberpfalz moderat, Kampfansagen an die Konkurrenz gab es nicht. Stattdessen Einordnung in den Kontext. „Wir haben mit dem Klassenerhalt etwas Historisches geschafft“, sagte Beierlorzer vor dieser Saison mit Blick in den Rückspiegel. Schließlich waren die Aufenthalte der Regensburger in Liga zwo zuvor auf je ein Jahr beschränkt gewesen.

Wohl deshalb stapeln sie rund um den Regensburger Dom gerne ein wenig tiefer, die Zielstellung für diese Saison lautet Klassenerhalt. Der könnte aber, wenn es so weitergeht wie bisher, schon recht zügig eingetütet werden. Momentan befindet sich der Jahn auf dem Höhenflug, besser stand man zum jetzigen Zeitpunkt der Saison noch nie da. 15 Punkte auf der Habenseite, genauso viele wie der VfL, Platz 9 in der Tabelle. Seit fünf Spielen ist Regensburg ungeschlagen, die letzte Niederlage datiert von Mitte September, einem 0:2 daheim gegen Dynamo Dresden. Es folgten drei Siege, darunter das schon jetzt legendäre 5:0 beim HSV, sowie zuletzt zwei Unentschieden. Sowohl in Fürth als auch gegen Darmstadt hieß es 1:1. In beiden Partien sorgte Top-Goalgetter Marco Grüttner für den Punktgewinn, Regensburgs Kapitän steht somit bei sechs Saisontoren.

Bereits jetzt feilen sie beim Jahn an der Zukunft. Die Verträge mit Trainer Achim Beierlorzer sowie den Leistungsträgern Alexander Nandzik, Albion Vrenezi, Sargis Adamyan (alle bis 2022) sowie Marc Lais und Sebastian Stolze (beide bis 2021), Jann George und natürlich Marco Grüttner (beide bis 2020) wurden verlängert. Der Kader wurde nach den Abgängen der Topspieler Marvin Knoll (zum FC St. Pauli) und Benedikt Gimber (war von Hoffenheim ausgeliehen, jetzt: FC Ingolstadt) sinnvoll in Qualität und Breite verstärkt. Vom Absteiger 1.FC Kaiserslautern kam Marcel Correia an die Donau, aus Sandhausen der Angreifer Julian-Maurice Derstroff. Dazu die Leihen von Asger Sörensen (RB Salzburg), der in sein zweites Jahn-Jahr geht, Jonas Föhrenbach (SC Freiburg) und Bayern-Talent Adrian Fein. Am vergangenen Wochenende standen Correia, Sörensen und Fein in der Startelf, Föhrenbach wurde in neun von zehn Spielen eingesetzt.

Die VfL-Bilanz gegen Regensburg ist überschaubar, auch und gerade wegen der recht kurzlebigen Zweitligazugehörigkeit des Jahn bislang. Fünf Spiele stehen zu Buche, vier in der Liga, eins im DFB-Pokal. Zwei Siege, beide in Regensburg errungen (je 1:0), und zwei Niederlagen (darunter das 1:2 im Pokal anno 2003) sorgen für ausgeglichene Verhältnisse. Das jüngste Aufeinandertreffen endete 1:1, am 34. Spieltag traf man in der vergangenen Saison im Vonovia Ruhrstadion aufeinander. Marco Grüttner (wer sonst?) hatte den SSV in Führung gebracht, Johannes Wurtz kurz vor Schluss ausgeglichen. Einen Heimsieg des VfL über Regensburg haben die Bochumer Zuschauer also noch nicht erleben dürfen. Das wäre aus unserer Sicht ein neuer Bestwert.

 

Kurz geführt, und doch mit leeren Händen die Heimreise angetreten. Der VfL Bochum 1848 musste sich beim SSV Jahn Regensburg mit 1:2 geschlagen geben. Nach intensiver, aber torloser erster Hälfte brachte Lukas Hinterseer die Blau-Weißen vom Elfmeterpunkt aus in Führung (52.). Doch nur zwei Minuten später egalisierte George das Bochumer 1:0 (54.). Regensburgs Kapitän Grüttner stellte schließlich auf 2:1 für die Hausherren (63.). Gleichzeitig der Endstand.

Vom verregneten Ruhrpott ging es für den VfL am Freitagabend ins sonnige Bayern, denn in der Regensburger Continental Arena stand das Duell mit dem SSV Jahn an. VfL-Cheftrainer Robin Dutt musste auch hier auf zehn Akteure verzichten, die Verletztenliste wollte einfach nicht kürzer werden. Im Vergleich zum 0:0-Remis im Heimspiel gegen den HSV in der Vorwoche gab es deshalb auch nur eine Änderung im Kader – und gleichzeitig auch in der Startelf: Chung Yong Lee kehrte zurück und fing gleich von Beginn an, Tom Weilandt musste mit Fußproblemen passen. Achim Beierlorzer, Chefcoach der Gastgeber, änderte sein Team im Vergleich zum 1:1 am vergangenen Wochenende beim SV Darmstadt 98 ebenfalls auf nur einer Position: Hamadi Al Ghaddioui nahm zunächst auf der Bank Platz, stattdessen fing Sebastian Stolze im Mittelfeld der Jahn-Elf an.

Vor 12.363 Zuschauern gehörte die erste Möglichkeit gleich den ganz in Blau gekleideten Bochumern: Lee hatte auf die linke Seite abgelegt, die maßgeschneiderte Flanke von Kokovas landete wieder bei Lee, doch dessen Kopfball ging knapp drüber. Glück dann im direkten Gegenzug, denn nach einer starken Flanke von rechts war George in der Mitte da, knallte den Ball aber per Direktabnahme nur an den Innenpfosten (3.) – da war direkt Dampf auf dem Kessel! Auch, weil der VfL einfach weitermachte: Nach fünf Minuten schlug Riemann einen langen Ball auf Hinterseer, der durchstartete, kurz vor dem Strafraum aber von Föhrenbach gelegt wurde – Gelber Karton für den Regensburger, Freistoß aus guter Position für die Dutt-Elf. Saglam nahm Maß, doch SSV-Keeper Pentke war zur Stelle und klärte den gefährlichen Versuch des Youngsters zur Ecke (6.). Aufregung auf Seiten der Gastgeber dann nach zehn Minuten: Lee hatte den Ball im Vorwärtsgang verloren, ein guter Konter des SSV fand sein Ende in Grüttner, der dann beim Schussversuch von Celozzi gestört wurde. Der Jahn forderte geschlossen einen Strafstoß, doch Schiedsrichter Christof Günsch entschied auf weiterspielen, was durchaus vertretbar schien.

Es entwickelte sich gleich zu Beginn ein Fußballspiel, in dem sich beide Teams aktiv und aggressiv präsentierten. Die nächste Möglichkeit ging erneut an die Beierlorzer-Elf, in Minute 14 war es Stolze, der einen Kopfball vollkommen freistehend weit über die Querlatte drückte. Keine fünf Minuten später die nächste Riesenchance, dieses Mal war Stolze der Vorbereiter, doch Thalhammers Schuss nach toller Vorarbeit ging wieder weit drüber. Die Gastgeber übernahmen jetzt das Heft des Handelns, auch wenn der VfL bei Ballbesitz ebenfalls den schnellen Weg nach vorne suchte. So auch in der 25. Minute: Nach toller Seitenverlagerung auf rechts waren Celozzi und Pantovic durch, letzterer legte klug auf Saglam ab, dessen Schuss Richtung oberen rechten Winkel aber von Pentke entschärft wurde. Auch nach der anschließenden Ecke wurde es gefährlich: Über Umwege gelangte die Kugel zu Pantovic, der in der Mitte den noch vorne lauernden Fabian bediente, doch der Flugkopfball des VfL-Urgesteins rauschte knapp am Pfosten vorbei – schade!

Fast zehn Minuten vergingen, bis es wieder eine echte Torchance gab. Nach einem  Foul an Hinterseer brachte Saglam den Ball aus rund 30 Metern in den Strafraum, wo Hoogland am höchsten stieg und die Kugel gefährlich verlängerte. Allerdings hatte Pentke den Braten gerochen und konnte die Kugel so ohne Probleme fangen (35.). Auf der anderen Seite war es wieder Hoogland per Kopf, dieses Mal legte der Bochumer Routinier allerdings unfreiwillig für Adamyan ab, dessen Direktabnahme aus 20 Metern aber vollkommen misslang, sodass der Ball Richtung Eckfahne hoppelte (37.). Ein zweiter Pfostenschuss des Jahn folgte unmittelbar vor der Pause. Grüttner legte nach einer Bogenlampe mit einem Kontakt auf Adamyan ab, der Kokovas umkurvte und abschloss, doch der U19-Spieler der Blau-Weißen fälschte die Kugel noch an den Außenpfosten ab. So gingen die Teams nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte torlos in die Kabinen.

Ohne personelle Veränderungen ging es in die zweiten 45 Minuten. Kurze Zeit benötigten der Jahn und der VfL, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, doch nach 49 Minuten war es Saglam, der den ersten Schuss abgab. Nach einer tollen Kombination inklusive Hackentrick über Lee, Losilla und Hinterseer war es die Bochumer Nummer 26, doch der Versuch ging am Ende doch klar drüber. Dann wurde es turbulent: In der 51. Minute gab es einen Handelfmeter für den VfL, nachdem Geipl den Ball verbotenerweise im Strafraum berührt hatte. Hinterseer schnappte sich die Kugel und verlud Pentke, sodass er sicher unten rechts einschieben konnte (52.). Doch die Antwort der Gastgeber ließ nur zwei Minuten auf sich warten. Einen langen Ball in den Bochumer Strafraum kratzte Grüttner artistisch von der Grundlinie und bediente so den heranrauschenden George, der direkt abzog und Riemann aus kurzer Distanz nicht den Hauch einer Chance ließ (54.). Doch die Dutt-Elf ließ sich von dem Nackenschlag nicht beirren und machte weiter: Zunächst verpuffte ein Eckball (56.), eine Minute später bediente Saglam den startenden Lee, doch dessen Abschluss geriet zu zentral, sodass Pentke im Nachfassen entschärfte.

Kurz darauf konnte der Jahn das Ergebnis dann drehen. Erst kam George völlig frei vor Riemann zum Schuss, diesen konnte Riemann noch abwehren. Der zweite Ball landete dann bei Adamyan, der es per Fallrückzieher probierte – und dieser wurde zur Vorlage für Grüttner, der schnell schaltete und aus kurzer Distanz zum 2:1 traf. Da hatte die VfL-Abwehr gepennt, zuletzt Hoogland, der das Abseits zugunsten des Torschützen aufgehoben hatte (62.). Danach passierte auf beiden Seiten wenig, die Rot-Weißen konnten die Bochumer meist vom eigenen Tor weghalten. Dutt reagierte in der 73. Minute und brachte für die Schlussoffensive Ganvoula und Ekincier, Tesche und Pantovic verließen den Platz. Besonders die Einwechslung von Ekincier erfreulich, da er nach überstandener Erkrankung nicht nur sein Comeback, sondern gleichzeitig sein Zweitliga-Debüt feierte.

Kurz darauf aber erstmal wieder der SSV: Grüttner setzte sich an der rechten Außenbahn gegen Hoogland durch und brachte die Kugel in die Mitte, wo der VfL Glück hatte, dass George freistehend am Ball vorbeitrat und so eine Riesenchance ungenutzt ließ (77.). In der 83. Minute dann der letzte VfL-Wechsel, der umtriebige Lee machte Platz für Thomas Eisfeld. Doch wieder der Jahn im Vorwärtsgang, George konnte über die linke Angriffsseite in den Strafraum vordringen, blieb bei der Hereingabe aber an einem Bochumer Abwehrbein hängen. Bis zum Ende der dreiminütigen Nachspielzeit konnten beide Mannschaften keinen entscheidenden Nadelstich mehr setzen, sodass es bei der knappen 1:2-Niederlage für die Gäste aus dem Ruhrgebiet blieb.

Weiter geht es für den VfL am kommenden Sonntag (14.04., 13:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Robin Dutt (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Es war lange Zeit ein Schlagabtausch mit unterschiedlichen Spielweisen. Regensburg hat sehr viel Dynamik und Schnelligkeit ins Spiel gebracht, da hatten wir immer wieder vom Tempo her Defizite. Auf der anderen Seite hatte der Gegner Probleme, wenn wir den Ball haben zirkulieren lassen. Das haben wir zum Teil richtig gut gemacht und haben so den Gegner unter Druck gesetzt. So gab es in der ersten Halbzeit Möglichkeiten für beide Mannschaften in Führung zu gehen. Es war lange ein offenes Spiel, bis zum Elfmeter, den wir für uns bekommen haben. Danach haben wir im Strafraum zweimal richtig schlecht verteidigt, zweimal hat ein Regensburger Spieler alles reingeworfen, um den Ball noch im Spiel zu halten und nochmal gefährlich zu machen. Da waren wir nur Zuschauer. Wir lassen in kürzester Zeit zwei Tore zu, das darf so nicht passieren in der Situation, in der wir in personeller Hinsicht stecken und wenn man sich dann zur Führung durcharbeitet. Dann darf man solch ein Spiel nicht so aus der Hand geben. Deswegen tut die Niederlage hier weh. Glückwunsch an Jahn Regensburg zum Sieg.

Achim Beierlorzer (Cheftrainer SSV Jahn Regensburg): Es war für uns ein schweres Spiel, weil wir wussten, dass Bochum unheimlich Ballsicher ist und letztendlich die Ballzirkulation als ihre Spielphilosophie gilt. So will sich der Gegner nach vorne kombinieren. Da hatten wir besonders am Anfang immer mehr Probleme, im Verlauf der ersten Hälfte haben wir das Spiel aber mehr und mehr in den Griff gekriegt und konnten immer öfter Nadelstiche setzen. Wir hatten auch die klareren Torchancen, wenn ich allein an den Kopfball von Sebastian Stolze denke. Das 0:0 zu Halbzeit war okay, auch wenn wir ganz zu Anfang meiner Meinung nach einen Elfmeter hätten bekommen müssen. Der Kontakt gegen Marco Grüttner war ganz klar da, da hätten wir vielleicht in Führung gehen können. Dann wäre das Spiel wahrscheinlich ganz, ganz anders gelaufen. Wie meine Mannschaft den Rückstand in der zweiten Halbzeit dann aber unbedingt wettmachen wollte, das ist genau die Moral, mit der wir unterwegs sind. Die Jungs schmeißen sich in jeden Ball rein, die Kugel wird noch irgendwie im Spiel gehalten, weil wir die Chance sehen, noch irgendwie das Tor zu erzielen. Diese beiden Tore waren Mentalitätstore. Wir hatten uns vorgenommen, hier zuhause unser Ziel zu erreichen, die 40-Punkte-Marke zu überschreiten. Das wollten wir auch für unsere Fans machen. Wenn man gesehen hat, wie die Fans unsere Mannschaft nach dem Spiel gefeiert haben, erfüllt es mich mit viel Stolz, dieses Team trainieren zu dürfen. Auch aufgrund der Mentalität haben wir den Sieg am Ende verdient. Jetzt haben wir 41 Punkte und ich wiederhole mich zum letzten Jahr: Das Navi würde sagen „Sie haben das Ziel erreicht“.

Sebastian Schindzielorz (Geschäftsführer Sport VfL Bochum 1848): Wir haben geführt und kurz darauf den Ausgleich kassiert, wieder haben wir innerhalb von rund zehn Minuten zwei Gegentore bekommen. Es war ein ähnlicher Spielverlauf wie in Bielefeld, wobei man heute sagen muss, dass wir in den ersten 20 Minuten auch schon hätten zurückliegen können. Wir haben einfach nicht gut genug verteidigt und für ein Auswärtsspiel zu viel zugelassen. So nimmt man keine drei Punkte mit. Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass Regensburg sehr oft auf den zweiten Ball spielt, den haben sie heute auch sehr oft gewonnen. Dann kriegt man immer Probleme. Wir haben als Mannschaft einfach insgesamt nicht gut verteidigt. Über die Personalsituation müssen wir nicht diskutieren, die Jungs haben gegen den HSV gezeigt dass sie es draufhaben. Heute haben sie nicht alles wieder auf die Platte gebracht. Es sind noch einige Partien zu spielen, die Jungs sind natürlich enttäuscht, aber wir versuchen im Heimspiel gegen Fürth wieder drei Punkte einzufahren.

Anthony Losilla (VfL Bochum 1848): Ich kann gar nicht viel sagen, der Frust ist groß. Es ist ärgerlich, weil wir das Spiel in den Händen hatten, dann kassieren wir aber zwei Tore, die man einfach hätte verhindern können. Wenn man sich die Tore ansieht, sind die Gegenspieler viel zu frei im Strafraum, das darf so nicht passieren. Wir müssen das analysieren. Derzeit bin ich aber einfach nur frustriert.

Lukas Hinterseer (VfL Bochum 1848): Regensburg ist eine Mannschaft, die man nie abschreiben darf – das war im Hinspiel auch schon so, als wir noch 3:3 gespielt haben. Sie spielen immer nach vorne, wollen immer pressen, schlagen lange Bälle und gehen in die Zweikämpfe. Wir waren mit 1:0 vorne, dass wir dann so schnell den Ausgleich kassieren darf nicht passieren. Gerade auswärts müssen wir es cleverer spielen. Der Gegner war da einfach gedankenschneller, bei beiden Toren meiner Meinung nach. Danach ist es natürlich schwer, denn der Gegner verteidigt es gut, so wie wir es hätten machen müssen nach der Führung. Wir haben jetzt verloren, haben 35 Punkte. Alles was jetzt zählt ist das Spiel in der nächsten Woche.

Görkem Saglam (VfL Bochum 1848): Es ist enttäuschend. In der ersten Halbzeit gab es Chancen auf beiden Seiten, eigentlich haben wir es gut gemacht. Dann kommen wir aus der Halbzeit raus, arbeiten sehr aggressiv gegen den Ball. Wir haben das, was wir in der Pause besprochen haben, bis zum Elfmeter gut umgesetzt. Danach haben wir leider nur zwei Minuten gut weitergespielt, dann kriegen wir wieder zwei unnötige Gegentore, dann ist es schwer. Wir haben danach nochmal alles in die Waagschale geworfen.