34. Spieltag

VfL Bochum 1848
2: 2
1. FC Union Berlin1. FC Union Berlin

So,  19.05.201915:30 Uhr2. Bundesliga

Tag der Entscheidung

Relegation oder doch der direkte Aufstieg? Das ist hier die Frage! Der 1. FC Union Berlin kann unter bestimmten Umständen noch auf Rang zwei in der Tabelle klettern. Trainer Urs Fischer bleibt vor dem spannenden Saisonfinale bescheiden.

Schon vor dem 34. Spieltag steht fest: Der 1. FC Union Berlin hat die beste Platzierung seiner Vereinsgeschichte erreicht. Aktuell liegt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer auf dem Relegationsplatz, doch auch der Sprung auf den direkten Aufstiegsplatz ist noch möglich – wenn die Konkurrenz mitspielt. Beim VfL Bochum 1848 wollen die Berliner alles dafür tun, um die Saison noch weiter zu veredeln.

Man muss kein Mathegenie sein, um zu verstehen, in welchem Fall der 1. FC Union Berlin noch den Sprung auf den direkten Aufstiegsplatz schaffen würde. Ein Sieg der Köpenicker gegen den VfL ist Pflicht. Zugleich darf der SC Paderborn nicht bei der SG Dynamo Dresden gewinnen. „Natürlich wollen wir direkt hoch“, sagte Florian Hübner, Unions Innenverteidiger, nach dem jüngsten 3:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg. „Aber wenn wir die Relegation spielen müssen, tun wir auch das. Doch Paderborn weiß, dass wir ihnen im Nacken sitzen.“ Dank des Sieges des SCP gegen den Hamburger SV und dem gleichzeigen Sieg der Berliner gegen den FCM, ist den Eisernen der Relegationsplatz nicht mehr zu nehmen – es sei denn, der HSV erzielt einen historischen Kantersieg am letzten Spieltag und holt 21 Tore Rückstand auf. Trainer Urs Fischer bleibt dennoch bescheiden: „Rechnerisch ist es noch nicht sicher, wie ich gehört habe. In Bochum ist noch einiges drin am letzten Spieltag. Natürlich sind wir auf Schützenhilfe aus Dresden angewiesen. Ich werde mich nach der Saison äußern, wie ich es empfunden habe. Es ist noch nichts gewonnen.“

Beeindruckende Serien, wichtige Neuzugänge

Dass Union Berlin in dieser Saison um die vorderen Plätze mitspielen will, hat sich schnell abgezeichnet. Auch aufgrund einer Serie von 17 ungeschlagenen Spielen in Folge, machten es sich die Eisernen früh im oberen Tabellenbereich bequem. Die Mannschaft spielte konstant, nahm nur fünf Niederlagen in 33 Spielen hin und stellte erneut ihre beeindruckende Heimstärke unter Beweis. Im Stadion An der Alten Försterei ist der Berliner Klub eine wahre Macht. Über 426 Tage hatten der Klub aus der Hauptstadt zu Hause nicht mehr verloren, doch dann war der SC Paderborn im März zu Gast und beendete die Serie am 27. Spieltag.

Personell haben die Köpenicker Abgänge wichtiger Spieler in dieser Saison gut kompensieren können – beispielsweise für den im Sommer zum FC Schalke 04 abgewanderten Steven Skrzybski, der in der vergangenen Spielzeit mit 14 Treffern der erfolgreichste Torjäger der Berliner war. Für ihn kam der Schwede Sebastian Andersson ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern. Der 27-Jährige ist mit zwölf Treffern und dazu noch sechs Vorlagen der beste Scorer des Teams von Urs Fischer. Auch Manuel Schmiedebach, der von Hannover 96 zu den Eisernen ausgeliehen wurde, erwies sich als Verstärkung. Nach einem halben Jahr ohne Spielpraxis bei den 96ern wurde der 30-Jährige, der im defensiven Mittelfeld zu Hause ist, in Berlin sogleich zum Stammspieler und verpasste nur zwei Partien. In Florian Hübner entwickelte sich noch ein Neuzugang aus Hannover zu einer wichtigen Stütze im Defensivverbund der Berliner.

Es bleibt also spannend am 34. und letzten Spieltag der Saison. Es entscheidet sich in Dresden und im Bochumer Vonovia Ruhrstadion, wer direkt aufsteigt oder den Umweg über die Relegation gegen den VfB Stuttgart gehen muss.

Da war nochmal alles drin! Union Berlin war zu Gast, es ging für die Eisernen um den direkten Aufstieg in die Bundesliga. Allerdings zeigte der VfL von Minute eins an, dass hier heute keine Geschenke verteilt werden. Starkes Pressing, intensive Zweikämpfe - die 24.500 Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Toto Losilla brachte die Blau-Weißen im ersten Durchgang in Führung. Nach dem Wechsel baute Silvère Ganvoula vom Punkt auf 2:0 aus. In Unterzahl - Torschütze Ganvoula sah zu Unrecht den Gelb-Roten-Karton - kämpfte der VfL weiter und weiter. Doch binnen drei Minuten stellte Union auf 2:2. Gleichzeitig der Endstand, ein Mentalitätspunkt für die Dutt-Elf!

Ein letztes Mal in dieser Saison hieß es „Ab anne Castroper“, zum Abschluss der Spielzeit in der 2. Bundesliga waren die Eisernen vom 1. FC Union Berlin Gast im Vonovia Ruhrstadion. Während es beim VfL Bochum 1848 noch darum ging, sich würdig von den eigenen Fans zu verabschieden und möglicherweise noch auf Position neun zu klettern, hatte die Partie für den Gast aus der Hauptstadt eine höhere Bedeutung – es ging schließlich darum, ob noch der direkte Aufstieg ins Fußball-Oberhaus gelingt. Die Relegation war den Berlinern ja bereits sicher.

Der Rahmen stimmte in jedem Fall für ein letztes Fußballfest 2018/19. 24.500 Zuschauer, darunter 5.000 aus Berlin, verwandelten das VfL-Wohnzimmer nochmal in ein Tollhaus. Bevor es losging, galt es jedoch auch Abschied zu nehmen: Lukas Hinterseer, Jan Gyamerah, Tom Baack, Jannik Bandowski, Felix Dornebusch, Sidney Sam, Robbie Kruse und Evangelos Pavlidis (war bereits an Willem II ausgeliehen) wurden für ihre Verdienste in Blau und Weiß geehrt, selbiges gilt Reha- und Fitnesstrainer Stefan Bienioßek. Auch an dieser Stelle nochmal: Vielen Dank an alle für euren Einsatz.

Acht Spieler wurden verabschiedet, auf gar elf musste VfL-Chefcoach Robin Dutt im Duell mit dem möglichen Aufsteiger verzichten. Gyamerah, Kruse, Bandowski, Vitaly Janelt, Maxim Leitsch, Tim Hoogland, Dominik Baumgartner, Chung Yong Lee, Simon Zoller, Sam und Sebastian Maier mussten passen, folglich musste Dutt auch die Startelf auf vier Positionen im Vergleich zum 0:0 beim FC St. Pauli verändern: Danilo Soares, Miloš Pantović, Stefano Celozzi und Tim Weilandt rückten für Bandowski, Baumgartner, Lee und den kurzfristig verletzten Sam rein, zudem nahmen Baack, Baris Ekincier und Stelios Kokovas auf der Bank Platz. Union-Coach Urs Fischer änderte seine Formation auf einer Position und brachte Felix Kroos für Joshua Mees von Beginn an.

Neues Gewand feiert Premiere

In prachtvoller, weißer neuer Kluft eröffnete der VfL die Partie und hatte nach nicht mal fünf Minuten einer rassigen Anfangsphase die erste, große Gelegenheit zur Führung. Einen langen Schlag von Manuel Riemann blockte Hinterseer zu Pantović durch, der die Kugel über Rafael Gikiewicz hinwegheben wollte, dabei aber auch über den Kasten lupfte (5.). Die Gäste begannen etwas überraschend zurückhaltend, die Anspannung war spürbar. Erst nach 15 Minuten gab es den ersten Aufreger im VfL-Strafraum, als Riemann an einem Freistoß aus dem Halbfeld vorbeisegelte, seine Vorderleute bekamen das Spielgerät aber geklärt. Allgemein standen die Blau-Weißen sicher und waren bissig in den Zweikämpfen, Union kam aus dem Spiel heraus bis Mitte der ersten Halbzeit zu keinem Abschluss, wobei auch der strömende Regen nicht hilfreich war. Der VfL setzte dagegen immer wieder Nadelstiche wie durch Silvère Ganvoulas Kopfball (19.).

Toto trifft zur Führung

Die Hausherren kamen mit den Gegebenheiten besser klar und gingen dann dementsprechend verdient in Front: Soares schickte Anthony Losilla mit einem punktgenauen Pässchen auf die Reise, nach einer kurzen Ballmitnahme versenkte Toto die Kugel in den Maschen (24.). Die Eisernen waren nun gefordert, stand es zu diesem Zeitpunkt doch in Dresden, wo Konkurrent SC Paderborn spielte, 1:1 – mit einem Sieg könnte Union also vorbeiziehen, wenn dem so bliebe. Darauf hatte der VfL aber so gar keine Lust und schickte sich mit starker Defensivarbeit weiter an, zum Party-Crasher zu werden. Es wurde zunehmend wilder und ruppiger, je näher der Pausenpfiff kam. Florian Hübner sah Gelb für Halten gegen Hinterseer, auf der anderen Seite kam Union zur bislang besten Chance. Kroos senste Losilla um, der Schiri ließ unverständlicherweise weiterlaufen, und flankte dann zu Sebastian Andersson. Dessen Kopfballaufsetzer parierte Riemann sensationell (35.) und echauffierte sich anschließend über den ausgebliebenen Foulpfiff zuvor – Gelbe Karte auch für den Schnapper (36.). Das gleiche Schicksal ereilte wenig später auch Ganvoula, der ebenfalls nicht mit einer Entscheidung des Referees einverstanden war (41.). Den Gästen spielte die aufkommende Hektik eher in die Karten, sie näherten sich langsam an, der VfL nahm die Führung jedoch mit in die Kabine.

Ganvoula erhöht vom Punkt

Ohne personelle Wechsel starteten die letzten 45 Minuten der Saison, dafür mit einem Schocker für die Gäste: Grischa Prömel vertändelte das Leder im eigenen Strafraum und wusste sich dann nur noch mit einem Foul gegen Hinterseer, der ihm zuvor den Ball abluchste, zu helfen. Ganvoula schnappte sich die Kugel und traf wuchtig und unhaltbar für Gikiewicz ins rechte Eck (49.) – 2:0 für den VfL, Saisontor Nummer fünf für den Kongolesen – Fischer reagierte und brachte Mees für Kroos (51.). Wenig später ließ sich auch sein Team mal wieder im Bochumer Strafraum blicken, Sebastian Polter konnte Riemann aus spitzem Winkel jedoch nicht überlisten (52.). Dennoch wirkte Union gehemmt, der VfL dagegen spielte befreit auf. Eine traumhafte Kombination über Weilandt, Hinterseer und Losilla konnte Pantović aus vollem Lauf jedoch nicht vollenden (58.). Fischer sah sich erneut gezwungen, dem Spielverlauf mit einem Wechsel entgegenzuwirken und brachte den offensiveren Akaki Gogia für Manuel Schmiedebach (60.).

Schlussphase in Unterzahl

Union gab sich nicht auf und näherte sich immer mal wieder an, brenzlig wurde es für Riemann aber weiterhin selten. Dutt schickte dann Robert Tesche für Pantović ins Rennen, um die Defensive weiter zu stärken (67.), Augenblicke später durfte auch Kokovas für Soares den Rasen betreten (69.). Es folgte eine fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichtergespanns gegen den VfL. Ganvoula behauptete den Ball an der gegnerischen Eckfahne und traf unabsichtlich und unglücklich Christopher Trimmel im Gesicht, der theatralisch zu Boden ging – Ampelkarte für den Torschützen zum 2:0 (72.) – für einen normalen Zweikampf. Währenddessen ging Fischer verständlicherweise volles Risiko und brachte in Suleiman Abdullahi einen dritten Stürmer, Abwehrmann Hübner musste weichen (74.). Auch Losilla sah noch eine Verwarnung (76.). Fußball wurde aber auch noch gespielt, Union rannte natürlich mit dem Mute der Verzweiflung an. Joker Abdullahi prüfte Riemann mit einem gefährlichen Kopfball, den der Keeper noch zur Ecke lenkte (78.). Die Bälle flogen dem VfL nun um die Ohren, doch Patrick Fabian, Armel Bella Kotchap und Co. schmissen sich leidenschaftlich in jeden einzelnen davon. Die Null hielt vorerst, der Druck der Gäste wurde größer.

Union kommt per Doppelschlag zum Ausgleich

Und der Gast aus Berlin konnte schließlich verkürzen. Elfmeter-Verursacher Prömel fasste sich aus der Distanz ein Herz, entscheidend abgefälscht von Thomas Eisfeld schlug die Kugel unter Mithilfe des Innenpfostens unhaltbar für Riemann im Tor ein (83.). Gut zehn Minuten mit Nachspielzeit verblieben den Eisernen noch, sie blieben dran und kamen kurze Zeit später gar zum Ausgleich. Eine Ecke landete verlängert bei Mees, der im Rückraum lauerte und den Ball dann an Freund und Feind vorbei ins Netz jagte – Riemann war dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (86.). Union war natürlich oben auf, doch der VfL wehrte sich nach Kräften und verlagerte das Geschehen wieder weiter weg vom eigenen Tor. Tesche bot sich sogar noch die Großchance auf das 3:2 – sein Kopfball tropfte jedoch aufs Tordach (90.). Hinter ihm wäre Weilandt besser postiert gewesen. Lange fünf Minuten Nachspielzeit musste der VfL noch überstehen. Union drückte und wollte unbedingt das Tor zum Aufstieg (Paderborn verlor 1:3). Abdullahi bot sich dann auch noch die riesige Gelegenheit nach einem Durcheinander, doch Riemann vereitelte den dritten Gegentreffer und schickte Union somit in die Relegation. Danach war nämlich Feierabend, kurz vor Abpfiff kam Baack (für Weilandt) noch zu seinen letzten Sekunden als Spieler des VfL.

Damit schließt der VfL die Saison auf dem elften Tabellenplatz ab. Nicht wie erhofft, besonders da mehr drin gewesen wäre. Doch Bochum gibt niemals auf und greift auch in der kommenden Spielzeit wieder an. Nur der VfL!

Robin Dutt (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Erst einmal Glückwunsch an den SC Paderborn zum Aufstieg in die Bundesliga. Ich denke, sie wissen, bei wem sie sich bedanken müssen, dass sie heute trotz der Niederlage in Dresden den direkten Aufstieg geschafft haben. Auch Glückwünsche an meinen Trainerkollegen und den 1. FC Union Berlin zu einer klasse Leistung und einer guten Saison, die sie gespielt haben. Ich wünsche ihnen alles Gute für die Relegation. Wir haben der Mannschaft heute vor dem Spiel die Ergebnisse der Bundesliga von gestern aufgezählt – 5:1, 5:1, 8:1. Man hat als Trainer das Gefühl, dass manche schon im Urlaub sind oder nur mit Halbgas spielen. Wir wollten heute keine Dekoration sein, sondern unser Spiel machen. Auch wenn wir heute ein 2:0 aus der Hand gegeben haben, muss ich sagen, dass es eins der Spiele ist, die mich besonders stolz machen. Wir haben von der ersten Minute an versucht den Gegner mit unserem aktiven Pressing unter Druck zu setzen. Wir haben im Spielaufbau heute einen richtigen Schritt nach vorne gemacht. Zudem haben wir eine Klasse Mentalität an den Tag gelegt – auch die Spieler, die heute ihr letztes Spiel für den VfL gemacht haben. Alle haben sich bis zur letzten Sekunde reingehauen. In der zweiten Halbzeit hat Berlin natürlich nochmal aufgedreht. So wie wir jetzt –trotz der aktuellen Verletztensituation – gefightet haben, das macht Lust auf die neue Saison.  

Urs Fischer (Cheftrainer 1. FC Union Berlin): Es ist im Moment schwierig, die richtigen Worte für dieses Spiel zu finden. Auch in mir ist gerade eine große Leere, weil ich glaube, so wie das Spiel verlaufen ist, mehr drin gewesen wäre. Ich glaube, dass wir es dem Gegner bis zum 2:0 sehr einfach gemacht haben – zumindest bei den beiden Gegentoren. Beim ersten haben wir zu wenig konsequent verteidigt. Das zweite Tor ist schlussendlich fast geschenkt. So liegst du in einer Partie 0:2 zurück, die aus meiner Sicht eigentlich ausgeglichen war. Schon früher hätten wir die Chance gehabt, den Ausgleich zu machen, doch der Fußball ist kein Wunschkonzert. Schlussendlich ist die Mannschaft noch einmal toll zurückgekommen und hat sich zurück ins Spiel gebracht – und war dem 3:2 sehr nahe. Doch am Ende hat es nicht gereicht.

Manuel Riemann (VfL Bochum 1848): Wenn wir die drei Punkte hätten hier halten können, wäre es ein richtig geiler Saisonabschluss geworden. Doch ich muss sagen, dass wir kämpferisch eine gute Leistung gezeigt haben. Es war ein aufreibendes Spiel, das zwischenzeitlich fast im Regen untergegangen ist.

Stefano Celozzi (VfL Bochum 1848): Wir hätten natürlich gerne gewonnen. Man hat von der ersten Minute an gespürt, dass die Jungs nochmal alles raushauen wollen. Wir wollten uns auch nichts vorwerfen lassen oder gar Spalier stehen. Das ist nicht unsere Art und dementsprechend haben wir uns verkauft. Wir wollten das Spiel gewinnen. Es wäre der Worst Case gewesen, wenn Union hier in der letzten Minute noch das Tor macht und damit direkt aufsteigt. Das wäre in die Geschichtsbücher eingegangenen und für uns nicht im positiven Sinn. Wir müssen jetzt die Saison Revue passieren lassen, denn wir ärgern uns schon. Insgesamt hat uns einfach die Konstanz gefehlt. Wir haben gute Spiele gemacht, aber eben auch katastrophal schlechte und so kannst du dann nicht um etwas spielen. Am Ende ist es ein Mittelfeldplatz und das ist unbefriedigend. Wir haben uns mehr vorgestellt. Heute haben wir uns aber mit einem guten Spiel verabschiedet.

Lukas Hinterseer (VfL Bochum 1848): Das war nochmal toll, ein schönes Spiel vor vollem Haus zu haben. Die erste Halbzeit war super und hat richtig Spaß gemacht. Die Rote Karte war ein Nackenschlag, danach war es schwer, auch weil Union nochmal die zweite Luft bekommen hat. Am Ende der Saison ist man mit den Kräften auch am Ende, wir hatten kurz vor Schluss noch Glück. Es war aber ein schöner Abschluss, auch wenn ich gern nochmal gewonnen hätte. Es war trotzdem schön. Ich war der Gefoulte, deswegen habe ich den Elfmeter aus Aberglauben nicht geschossen. Und ich konnte Silvère eine Freude machen, er hat ihn ja verwandelt. Von daher ist alles gut. Ich habe nicht gewusst, wie die Fans dann reagieren, aber es war super. Der Großteil war positiv. Jeder hat gesehen, dass ich auch heute nochmal alles reingepackt habe, das wurde honoriert. Es waren sehr intensive zwei Jahre hier, mehr als turbulent im ersten Jahr. Aber ich habe mich super unter Robin Dutt weiterentwickelt. Ich habe 14 und 18 Tore geschossen, von daher hat alles gepasst.