Ich bin einfach in die Kurve gelaufen und habe mit der Mannschaft und unseren Fans gefeiert. Es war einfach ein geiles Gefühl.

Vitaly Janelt nach seinem Last-Minute-Tor zum 2:1 in Dresden 

2. Bundesliga

Saison 2019/2020 - Teil 1

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    Einsätze

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    Tore

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    Torvorlagen


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    Rote Karten


2. Bundesliga

Saison 2019/2020 - Teil 2

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    Pässe

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Der Mann ist gerade gefragt. "Schuld" daran ist das Finale der Nachspielzeit von #SGDBOC. Ein letzter Angriff, Vitaly Janelt geht nochmal mit nach vorne. Flanke Blum, Kopfball, und rein damit! Der Rest war Ekstase pur. Janelt selbst erlebt ereignisreiche Wochen. Unter Thomas Reis taucht der Mittelfeldmann immer wieder in der Startelf auf. In Bielefeld sogar kurzzeitig zwischen den Pfosten, als er für den vom Platz gestellten Riemann die Torwarthandschuhe überstreifte. Im ECHO-Interview spricht Vita über die aktuelle Phase anne Castroper.

Hallo Vitaly! Nach dem Dresden-Spiel hast du gesagt, dass das Tor zum 2:1 der schönste Moment deiner noch jungen Karriere ist. Ist das mit ein paar Tagen Abstand immer noch so?
Auf jeden Fall. Zu diesem Zeitpunkt, mit der aktuellen Tabellensituation vor Augen, gegen einen direkten Gegner, auswärts, in der dritten Minute der Nachspielzeit das entscheidende Tor zu erzielen – besser hätte es nicht laufen können.

Was war dein erster Gedanke, als du gesehen hast, dass der Ball reingeht?
Ich treffe ja nicht so häufig, also war es erst einmal etwas ganz Neues für mich. (grinst) Es war erst mein zweites Tor für den VfL. Im ersten Moment habe ich überlegt, ob das Tor zählt – in den heutigen Zeiten und aufgrund des Videobeweises kann man sich ja nicht so sicher sein. Doch dann habe ich gesehen, dass der Schiedsrichter keine Anstalten macht zu pfeifen und die Fahne auch nicht oben ist. Also bin ich einfach in die Kurve gelaufen und habe mit der Mannschaft und unseren Fans gefeiert. Es war einfach ein geiles Gefühl.  

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Treffer für den VfL?
Natürlich. Das war letztes Jahr beim Auswärtsspiel in Ingolstadt. Ich kam zur Halbzeit rein und habe den Ball volley genommen und recht unten ins Eck gehauen. Leider haben wir das Spiel trotzdem mit 1:2 verloren. Das Tor habe ich übrigens auch im Februar erzielt, daran hat meine Mutter mich in dieser Woche nochmal dran erinnert. (lacht)

Wie ist das Spiel aus deiner Sicht verlaufen?
Es war eine Partie mit sehr viel Kampf und wenige Torchancen. Wir hatten durch Danny Blum und Anthony Losilla zwei Möglichkeiten. Dresden hatte durch Patrick Ebert eine Chance. Es waren auf beiden Seiten maximal vier Torschüsse über die gesamte Spieldauer – also sehr wenig. Jeder wusste schon im Vorfeld, dass es auf Leidenschaft, Zweikämpfe und Kopfballduelle ankommt. Deswegen war es ein unangenehmes Spiel, doch wir haben es gut angekommen und dagegengehalten.

Es war bestimmt die pure Erleichterung nach dem Schlusspfiff, oder?
An unserem Jubel konnte man sehen, wie viel Last von uns abgefallen ist. Auch im Bus haben wir noch davon gesprochen, wie geil es ist, dass wir das Spiel in der Nachspielzeit noch gewonnen haben und wie wichtig der Sieg für uns ist. Durch den Sieg gegen Dresden haben wir uns ein wenig Luft verschafft. Dresden steckt hingegen richtig unten drinnen, weil sie keine Punkte geholt haben. Wir wollen jetzt an unseren Erfolg anknüpfen und auch gegen Sandhausen dreifach punkten – dann können wir den SVS auch noch überholen. Es wäre auch schön, endlich zweimal hintereinander zu gewinnen – das ist das große Ziel für Sonntag. Sandhausen ist momentan nicht gut drauf. Sie haben vier Spiele in Serie verloren und sind bestimmt nicht glücklich darüber, dass sie jetzt bei uns ranmüssen, weil wir ein ekeliger Gegner sind.

Du beschreibst euch als ekeligen Gegner. Was zeichnet euch momentan aus?
Ich finde, dass wir aktuell noch mehr als Einheit auf dem Platz stehen. Wir sind noch enger zusammengewachsen. Besonders in Dresden hat man gesehen, dass jeder für jeden gekämpft hat, gelaufen ist und mit vollem Einsatz dabei war – jeder gibt für jeden alles. Wir hatten eine Phase, in der wir anfälliger waren, doch aktuell stehen wir auch defensiv stabil. Vielleicht ist es dafür offensiv zu wenig. Es zählen jedoch derzeit nur die Punkte. Die Art wie wir Fußball spielen – ob schön oder hässlich – ist gerade zweitrangig. 

Bisherige Vereine

VfL Bochum 1848 seit 2017
RB Leipzig 2014-01/2017
Hamburger SV 2010-2014
SSC Hagen Ahrensburg 2007-2010
Bargfelder SV bis 2007

Blick auf: Vitaly Janelt