Das Programm „Willkommen im Fußball“, das sich bereits im dritten Projektjahr befindet, ist in Bochum in eine neue Runde gegangen. Im Jahr 2018 liegt der Schwerpunkt auf unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, denen mit Hilfe von „Willkommen im Fußball“ ein Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und die Gesellschaft erleichtert werden soll.

In der vergangenen Woche ist nun der Trainingsauftakt des Projekts „Willkommen im Fußball“ erfolgt. Am Montag, den 9. April, besuchte eine VfL-Delegation rund um Sportvorstand Sebastian Schindzielorz die Flüchtlinge am Bochumer Bodelschwinghplatz, um sich ein Bild von der Einrichtung zu machen. Gruppenleiterin Linda Landmesser führte Schindzielorz und Co. dabei durch die Räumlichkeiten und erklärte die Hintergründe der dort geleisteten Arbeit, wobei sich der Bochumer Sportvorstand von den Schicksalen der Geflüchteten sehr berührt zeigte.

Im Anschluss an die Begehung startete dann endlich das Training. Bereits zuvor hatte der VfL Bochum 1848 dem Projekt „Willkommen im Fußball“ Trainingsbekleidung und –materialien wie Trikots, Leibchen, Bälle und Tornetze zur Verfügung gestellt. Das Training mit den jungen Flüchtlingen leitet ab sofort einmal wöchentlich Benjamin Adamik, Trainer  der VfL-FUSSBALLSCHULE. In der ersten Einheit am vergangenen Montag legte der Coach viel Wert auf Koordinations-und Technikübungen, aber natürlich sorgten auch die vielen spielerischen Elemente für viel Spaß bei den Kickern aus aller Welt.

„Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, das durch die DFL Stiftung und die Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, ein Fußballprogramm für junge Geflüchtete anzubieten, um so ein Einstieg in die Gesellschaft zu unterstützen. Dabei steht insbesondere das gesellschaftliche Miteinander im Fokus.

Die Fachstelle UMF Noah, eine Aufnahme- und Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, bei der das Training stattfindet, gehört zum VfL-Projektpartner Evangelische Stiftung Overdyck, die stationäre und ambulante Angebote im Rahmen der dezentralen Hilfe für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien schwerpunktmäßig in Bochum anbietet, aber auch weitere Einrichtungen in Marl im Angebot hat. Wie in den vergangenen Jahren gehört auch In safe Hands e.V., das 2015 von den ehemaligen VfL-Keepern Andreas Luthe und Jonas Ermes - der am Montag ebenfalls vor Ort war - gegründet wurde, zu dem Projektpartnern. Der Sport dient hierbei als Instrument der Integration, mit Hilfe des Fußballs will das Projekt Brücken bauen und die Menschen aller Nationalitäten verbinden. Hierbei liegt der Fokus darauf, Projekte zu entwickeln, in denen sich Kinder verschiedenster Herkunft begegnen und kennenlernen können. Wer In safe hands e.V. und deren Arbeit persönlich kennenlernen möchte, kann den Verein als nächstmöglichen Termin im Rahmen der 7. Bochumer Gesundheitsmesse am 15. April 2018 im RuhrCongress Bochum antreffen.

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