Die VfL-Frauen mussten im Nachbarschaftsduell in Berghofen eine deutliche 1:5 – Niederlage hinnehmen. Das Müller–Team war gegenüber dem Vorsonntag nicht wiederzuerkennen und dem Gegner in allen Belangen unterlegen. Mehrere Spielerinnen erreichten nicht ihre Normalform.

Nach dem Unentschieden gegen Tabellenführer 1. FC Köln II und dem Weiterkommen im Westfalenpokal (4:0 beim SV Thülen) hatten sich die Blau–Weißen auch im Dortmunder Vorort etwas ausgerechnet. Doch alle Warnungen über die Spielweise der Gastgeberinnen waren schon in der Anfangsphase verpufft. Ein einfacher langer Pass über rechts und ein schneller Antritt reichten, um die Bochumer Abwehr erstmals auszuhebeln - 1:0 (4.). Zwei Minuten später hatten die Bochumerinnen Glück, als der Schiedsrichter nach einer ähnlichen Situation das Tor nach Rücksprache mit dem Assistenten zurücknahm.

Eine erste große Chance ergab sich für den VfL in der 23. Minute, als Janine Angrick die schnelle Louisa Follert auf die Reise schickte. Die junge Stürmerin scheiterte aber an der Berghofener Torhüterin. Bochums Abwehr wackelte aber weiterhin und nach der missglückten Abwehr einer Ecke konnte Berghofen das zweite Tor erzielen (26.). Zu allem Überfluss verletzte sich Spielführerin Amelie Fölsing nach einem Zweikampf am Knie und musste ausgewechselt werden. Sechs Minuten nach ihrer Einwechselung gelang Gizem Kilic mit einem sehenswerten Freistoß von rechts der Anschlusstreffer (36.) und neue Hoffnungen keimten auf.

In der zweiten Hälfte versuchten die Bochumerinnen, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Viel mehr als eine Kopfballchance von Anna Maiwald sprang aber nicht dabei heraus (68.). Berghofen besaß deutlich mehr Chancen und war dem dritten Treffer immer einen Tick näher.
Der fiel dann allerdings erst in der 80. Minute durch einen Sonntagsschuss aus 35 Metern in den Winkel. Die Gastgeberinnen legten nach und kamen in der Schlussphase noch zu zwei weiteren Treffern (82./90.). 

Trainer Paul Müller: „ Wir haben verdient verloren. Berghofen war heute in jeder Hinsicht besser als wir. Ich habe Einstellung und Willen bei meiner Mannschaft vermisst.“

VfL-Frauen: Matuszek, Brinkert, Meißner, Schmidt (81. Demirönal), Demirovski, Maiwald, Fölsing (30. Kilic), Wilhelm, Angrick, Öncü (66. Homann), Follert (69. Bader)

Tore: 1:0 (4.), 2:0 (26.), 2:1 (36.) Kilic, 3:1 (80.), 4:1 (82.),  5:1 (90.)

Nächstes Spiel: VfL Bochum 1849  -  Alemannia Aachen (Sonntag, 13.10., 15.00 Uhr)

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