Der VfL Bochum 1848 hat die Entscheidung darüber getroffen, wer die Nachfolge von Sebastian Schindzielorz antritt: Patrick Fabian, bisher Leiter der Lizenzspielerabteilung, wird ab dem 1. September an der Spitze der sportlichen Führungsebene stehen. Der ehemalige VfL-Profi (157 Spiele, fünf Tore) erhält einen Vertrag bis zum 30.06.2025.

„Patrick Fabian erfüllt das Anforderungsprofil, das für die Position wichtig ist. Als ehemaliger Nachwuchs- und Lizenzspieler des VfL kennt er den Verein und weiß um die Anforderungen, die an uns gestellt werden, sowohl im Profi- als auch im Talentwerkbereich“, sagt Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender des VfL Bochum 1848. „Er hat in den vergangenen zwei Jahren, nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn, als Assistent von Sebastian Schindzielorz gearbeitet und so Einblicke in die Kernelemente seiner zukünftigen Tätigkeit nehmen können. Darüber hinaus hat er sich fortgebildet, um für den Job in der Führungsebene vorbereitet zu sein. Patrick Fabian kennt als Ex-Profi das Innenleben der Kabine, versteht sich als Teamplayer und hat schon als Spieler als Kapitän eine Führungsrolle innegehabt. Er soll die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortführen, dabei seine eigenen Ideen einbringen und neue Impulse setzen.“

„Nach mehr als 22 Jahren beim VfL Bochum erfüllt es mich mit Stolz, nun die Funktion des Geschäftsführers Sport zu übernehmen. Durch die theoretischen Inhalte meines Studiums und die praktischen Erfahrungen der letzten Jahre konnte ich wertvolles Wissen für diese Position aneignen. Sebastian Schindzielorz danke ich sehr für die gute und lehrreiche Zusammenarbeit und wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste“, sagt Patrick Fabian. „Gemeinsam mit Ilja Kaenzig in der Geschäftsführung gilt es nun den eingeschlagenen erfolgreichen Weg der letzten Jahre weiter fortzusetzen und den VfL auch in Zukunft im deutschen Profifußball wettbewerbsfähig zu halten. Eine starke Gemeinschaft bilden, Widerstandsfähigkeit zeigen, die Fokussierung aufs Wesentliche halten und dabei die einfachen Dinge gut machen – das sind die wesentlichen Elemente, die wir beherzigen müssen, um all den Herausforderungen zu begegnen. Ich freue mich darauf, den Weg weiter aktiv mitzugestalten.“

Beim scheidenden Geschäftsführer Sport bedankt sich Hans-Peter Villis: „Wir haben stets betont, wie sehr wir es bedauern, dass sich Sebastian Schindzielorz entschlossen hat, den VfL zu verlassen. Er hat wesentlichen Anteil daran, den VfL Bochum wieder dort hinzubringen, wo er unserer Meinung nach hingehört: in die Bundesliga. Darüber hinaus haben wir uns mit ihm darauf verständigt, seine Tätigkeit für den VfL mit der Übergabe der Amtsgeschäfte an Patrick Fabian zu beenden. Wir danken Sebastian Schindzielorz sehr für seinen außerordentlich erfolgreichen Einsatz und sind uns sicher, dass er dem VfL nach wie vor verbunden bleibt. Er ist bei uns jederzeit herzlich willkommen.“

Sebastian Schindzielorz sagt: „Dass der VfL Bochum für mich mehr ist als ein Arbeitgeber, ist bekannt. Ich habe dem Verein viel zu verdanken und bin froh, meinen Teil dazu beigetragen zu haben, mit dem VfL wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen. Besonders stolz bin ich darauf, wie wir es in den vergangenen Jahren geschafft haben, im gesamten Verein wieder als gutes Team aufzutreten und den VfL Bochum so in die Bundesliga und anschließend zum Klassenerhalt führen zu können. Dieser Weg endet für mich nun, ein neuer Abschnitt beginnt. Ich wünsche meinem Nachfolger Patrick Fabian alles Gute und viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe. Selbstverständlich werde ich ihn beim Übergang unterstützen. Und natürlich wünsche ich der Mannschaft und dem gesamten Team viel Erfolg auf dem Weg zum Klassenerhalt.“

Vertragsverhandlungen mit Thomas Reis vertagt

In Sachen Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Thomas Reis haben sich die Verhandlungspartner zunächst vertagt. „Zuletzt gab es einigen Wirbel zu meinen Äußerungen zum aktuellen Verhandlungsstand. Sie ließen Raum für Spekulationen. Da wurde mehr hineininterpretiert als nötig. Fakt ist: Es gab Angebote seitens des Vereins, zuletzt vor dem ersten Pflichtspiel dieser Saison. Bisher konnten wir uns nicht einigen. In der jetzigen Situation ist es aber wichtig, den vollen Fokus auf die Liga und die Mission Klassenerhalt zu richten,“ erklärt Thomas Reis. Und Hans-Peter Villis ergänzt: „Deshalb sind wir übereingekommen, die Vertragsverhandlungen zunächst ruhen zu lassen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt, zum Beispiel während der Weltmeisterschaft, wieder aufzunehmen.“

 

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