Die Themen der Nachhaltigkeit und des gesellschaftlichen Engagements spielen beim VfL Bochum 1848 seit langer Zeit eine wichtige Rolle. Sie sind unter der Dachmarke „HIER, WO DAS HERZ NOCH ZÄHLT“ gebündelt und beruhen auf den Werten des VfL-Leitbilds. Mit der Weiterentwicklung der CSR-Strategie in den Jahren 2017 bis 2019 ist der VfL in der jüngeren Vergangenheit einen weiteren großen Schritt dieser Entwicklung gegangen.

Neben den gesellschaftlichen Projekten innerhalb der Themenschwerpunkte „BOCHUMER GEMEINSCHAFT“, „BOCHUMER GESUNDHEIT“ und „BOCHUMER UMWELT“ befasst sich der VfL Bochum 1848 auch mit Fragen der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und integriert die Nachhaltigkeit fortlaufend in die Fachbereiche und Prozesse. Bei den Maßnahmen bzw. Projekten werden immer bodenständige, authentische und wirkungsvolle Lösungen angestrebt. Diese sind eng verknüpft mit den VfL-Fans, dem Vonovia Ruhrstadion und Bochum. Sie stehen dadurch für Nähe zur Stadt sowie zur Region und orientieren sich am Kontext einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung. So konnten beispielsweise zuletzt im Rahmen des erfolgreich absolvierten Projekts „ÖKOPROFIT“ leicht nachahmbare Maßnahmen entwickelt werden, die verdeutlichen, dass ökologischer und ökonomischer Mehrwert keine Gegensätze sind, sondern sich oft sogar bedingen.

Durch die Kooperation mit der Hochschule Bochum soll nun der nächste Schritt der nachhaltigen Entwicklung gegangen werden. Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung des VfL Bochum 1848, begrüßt die Kooperation: „Wir freuen uns darüber, dass wir mit der Hochschule Bochum einen weiteren starken wissenschaftlichen Partner aus der eigenen Stadt für den Bereich der Nachhaltigkeit gewinnen konnten.“

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit werden in der Durchführung gemeinsamer Informationsveranstaltungen (z.B. Fachvorträge) oder der Bearbeitung praxisrelevanter Aufgabenstellungen im Themenfeld „Nachhaltige Entwicklung“ in Form von Lehrforschungsprojekten, Bachelor- und Masterarbeiten liegen. Die Vereinbarung gilt für Lehre, Forschung, Transfer und Beratung.

Als erstes Projekt wurde die Durchführung einer sogenannten „Materialitätsanalyse“ durch den VfL im Rahmen einer Masterarbeit in Auftrag gegeben. Durch eine solche Analyse werden die wichtigsten (Nachhaltigkeits-)Themen eines Unternehmens aus der eigenen Sicht und der Perspektive der Anspruchsgruppen (u.a. Fans und Partner) identifiziert. „Dadurch wird es für uns zukünftig noch leichter möglich sein, sich bei der nachhaltigen Entwicklung zu fokussieren und auf die eigenen Stärken zu konzentrieren“, sagt Matthias Mühlen, Leiter der CSR-Abteilung  beim VfL Bochum 1848. „Schließlich wollen wir durch unsere Projekte und Maßnahmen glaubwürdige, nachhaltige Wirkung in der Gesellschaft und beim VfL erzielen.“

Seit mittlerweile acht Jahren setzt die Hochschule Bochum in Lehre, Forschung und Organisation auf Nachhaltigkeit. Mittlerweile bietet sie zu diesem Bereich einen Bachelor- und zwei Masterstudiengänge an und ist in zahlreichen Forschungsprojekten aktiv, bei denen Nachhaltigkeit ein zentraler Aspekt ist.

Im Rahmen ihrer themenbezogenen Studiengänge und auch darüber hinaus lehrt und forscht die Hochschule Bochum zum Verstehen und Lösen von globalen Problemlagen und gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt, Ressourcenknappheit, volkswirtschaftliche Stabilität und soziale Ungleichheit. Interdisziplinär nutzt sie dabei das Fachwissen und Handlungskompetenzen der Schwerpunktrichtungen „Ingenieurwissenschaften“, „Bau – Raum – Umwelt“ und „Wirtschaftswissenschaften“. Die Absolventinnen und Absolventen dieser Studienangebote können so in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, NGOs und anderen Organisationen als versierte Fachleute auftreten, die dort gezielt nachhaltige Einwicklungen in Gang setzen und steuern können.

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