Der VfL Bochum 1848 gratuliert einem echten Kind des Ruhrgebiets: Dieter Bast wird am 28. August 70 Jahre alt. Der gebürtige Oberhausener startete seine Bundesligakarriere bei Rot-Weiss Essen, ehe er 1977 zum VfL an die Castroper Straße wechselte. Sechs Jahre lang trug er das blau-weiße Trikot, dann musste er aufgrund finanzieller Zwänge verkauft werden und wurde zu Bayer 04 Leverkusen transferiert. Zum Abschluss kehrte er zu RWE zurück und ließ seine Kariere in der 2. Bundesliga ausklingen.

Seine fußballerische Jugend verbrachte Dieter Bast auf Oberhausener Stadtgebiet. Anfangs bei der DJK Arminia Klosterhardt, in der A-Jugend dann bei der SpVgg Sterkrade 06/07. Der nur 1,70 m große Angreifer wechselte als 19-Jähriger in die Bundesliga, zu RW Essen. Parallel dazu schloss er eine Lehre als Werkzeugmacher erfolgreich ab. Nicht ganz so erfolgreich verlief die sportliche Laufbahn mit RWE, gleich in Basts Premierensaison stiegen die Rot-Weissen ab und auch der sofortige Wiederaufstieg aus der Regionalliga endete in der Bundesliga-Aufstiegsrunde, als man hinter Kickers Offenbach nur Platz zwei belegte. Im zweiten Anlauf klappte es, der Regionalliga-Meister West stieg 1973 erneut ins deutsche Oberhaus auf. Bis 1977 konnten sich die Bergeborbecker in der Liga halten, dann folgte der neuerliche Abstieg. Für Dieter Bast gleichbedeutend mit dem Umzug ins benachbarte Bochum.

Für den damals unvorstellbaren Betrag von 800.000 D-Mark, der zweithöchsten Transfersumme, die bis dahin im deutschen Fußball gezahlt wurde, lotste VfL-Präsident Ottokar Wüst den ehemaligen U23- und aktuellen B-Nationalspieler an die Castroper Straße. Knapp 150 Bundesligaspiele hatte Bast bis dahin absolviert, beim VfL sollten weitere 192 hinzukommen. Beim Bieten um Bast hatte Bochum im Vergleich zu Eintracht Frankfurt und Bayern München deshalb die besseren Karten, weil der Ruhrgebietsjunge nicht aus dem „Pott“ wegziehen wollte. Bast „rutschte“ auf dem Platz mehr und mehr nach hinten, aus dem gelernten Stürmer wurde später sogar ein Libero – einer der besten der Bundesliga, wohlgemerkt. Dennoch blieb ihm ein A-Länderspiel stets verwehrt, auch für große Titel und Trophäen hat es jenseits der Regionalliga-Meisterschaft nicht gereicht.

Beim VfL nicht, und auch nicht bei Bayer Leverkusen. 1983 musste Bast „im Paket“ mit Wolfgang Patzke und Uli Bittorf für rund 1,5 Millionen D-Mark zur Werkself wechseln, weil der VfL mal wieder finanziell klamm war. Unterm Bayer-Kreuz absolvierte Bast noch weitere 71 Partien in der Bundesliga, am Ende stehen somit 412 Spiele in Deutschlands Beletage zu Buche, mit 123 Toren. Hinzukommen noch 102 Spiele in der 2. Bundesliga, wieder für RWE, von 1986 bis 1989. Plus 64 Regionalligaspiele und 13 Begegnungen in der Bundesliga-Aufstiegsrunde, die er ebenfalls im rot-weissen Jersey absolvierte.

Trotz fehlender Berücksichtigung in der A-Mannschaft konnte Bast noch auf ein besonderes Kapitel beim DFB zurückblicken. 1984 führte er als Kapitän die deutsche Olympia-Auswahl an, die bei den Spielen in Los Angeles bis ins Viertelfinale vordrang, dort aber gegen Jugoslawien das Nachsehen hatte.

Nach seinem Karriereende war Bast u.a. Vorstandsmitglied bei den Rot-Weissen und auch mit der sportlichen Führung des Traditionsvereins von der Hafenstraße betraut. Zudem hat er die Essener Traditionsmannschaft ins Leben gerufen und fungiert als deren Teamchef.

Der VfL Bochum 1848 wünscht dem Jubilar eine schöne Feier im Kreise seiner Familie und Freunde, wünscht ihm alles Gute und gratuliert aufs Allerherzlichste: Happy Birthday, Dieter Bast!

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