Ein Wahnsinnswochenende liegt hinter uns, der Klassenerhalt in der Bundesliga ist unter Dach und Fach! Wir sind als krasser Außenseiter nach elf Jahren Abstinenz in diese Saison gegangen. Spektakuläre Auftritte haben in den zurückliegenden Monaten aber nicht nur die VfL-Fans begeistert. In ganz Deutschland wurde der VfL wahrgenommen und gefeiert. So auch an diesem Samstag und in den Folgetagen. Wir haben ein paar Pressestimmen nach unserem 4:3-Erfolg im Revierderby bei Borussia Dortmund gesammelt. Worte, die für sich sprechen:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.05.2022: „Das Wunder von Bochum“

„Wir haben überragend gelernt aus den Dingen, die uns widerfahren sind“, sagte der Bochumer Sportdirektor Sebastian Schindzielorz. „So richtig hinten reingerutscht sind wir nie. Das ist eine absolut beeindruckende Leistung.“ Hinzu kam, dass das altmodische Bochumer Stadion auch unter Pandemiebedingungen mit deutlich reduzierter Zuschauerzahl hervorragend funktionierte. „Keine Nadelstreifen, kein weißes Ballett, kein Brimborium – Castroper Straßenfußball!“, lautet der Claim einer schlauen Imagekampagne.“

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Süddeutsche Zeitung, 01.05.2022: „Triumph des Castroper Straßenfußballs“

Die Bochumer haben ihren Klassenverbleib emotionaler gefeiert als eine Woche zuvor die Bayern ihren Meistertitel. Das ist aber auch nicht schwierig. "Gekommen um zu bleiben", stand auf eigens bedruckten T-Shirts. "Eine phantastische Saison", hat der Sportdirektor Sebastian Schindzielorz gesehen, unter anderem mit einem 4:2-Sieg gegen Bayern München, dem 4:3 in Dortmund, 2:0-Erfolgen gegen Frankfurt und Hoffenheim oder auch dem 2:1 gegen Freiburg. "Diese Saison war VfL-like", findet Schindzielorz, weil nämlich: "gegen alle Widerstände". […] Elf Jahre am Stück hatte Bochum zuvor in der zweiten Liga gedarbt und manches Mal den Absturz in die Drittklassigkeit gerade noch verhindert. Finanziell wie sportlich eigentlich kaum konkurrenzfähig, demonstrierte die Bochumer Belegschaft aber eine Leidenschaft, die dem Klub blendend in seine Marketing-Kampagne vom "Castroper Straßenfußball" passte: einer Fußball-Romantik, die über wirtschaftlich-hierarchische Zwänge obsiegen kann.

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Zeit online, 02.05.2022: „Danke Bochum für diese schöne Fußballgeschichte“

Ganz so nüchtern soll es im Three Sixty nicht zugegangen sein, in dieser Bar feierten Spieler und Trainer mit den Fans, spontan, sich gemeinsam in den Armen liegend, anne Theke, auffe Theke. Das Bier soll ausgegangen sein, aber man wird sich sicher zu helfen gewusst haben. Am Ende stand der Abriss. Zuletzt war oft zu hören, der Profifußball möge bitte wieder näher an den Rest der Gesellschaft rücken. Vielen Dank für diese Lektion, Du Blume im Revier!

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11Freunde, 03.05.2022: „Das letzte Geheimnis des Fußballs“

Es ist natürlich schön, dass der VfL Bochum in der nächsten Saison weiter in der Bundesliga spielen wird. Es ist noch schöner, dass diese Gewissheit durch den ersten Sieg seit fast einem Vierteljahrhundert beim Nachbarn in Dortmund zu Stande kam. Und besonders schön ist, dass die Bochumer Spieler ihren Erfolg wie ein paar Vollhorste aus der Bezirksliga Gruppe 13 feierten: mit trashigen Alt-Trikots, doofen Brillen und Crowdsurfing in der Bochumer Partymeile. Schön ist das aber erstaunlicher Weise nicht nur aus Sicht der Anhänger des Klubs, die immer noch durch die Gegend laufen, als hätten sie eine Überdosis Stimmungsaufheller intus.

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Kicker, 30.04.2022: „Ein Märchen für Fußballromantiker“

Mehr als ein kurzes Intermezzo in der Bundesliga trauten die meisten Experten dem Traditionsklub aus dem Revier nach dem Aufstieg 2021 nicht zu. Elf lange Jahre hatte der VfL in der 2. Liga verbracht und dementsprechend sportlich wie finanziell den Anschluss verpasst. Wie man aber auch mit geringen finanziellen Mitteln eine Mannschaft zusammenstellt, die sportlich in der Bundesliga überleben kann, zeigt das Beispiel Bochum deutlich.

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ntv, 01.05.2022: „Gigantensiege zum Klassenerhalt“

Die Mannschaft erspielte sich gute Ergebnisse, Selbstvertrauen - und dann einen Rausch, der mehrere kleinere und größere Heldengeschichten schrieb. In der Liga. Im Pokal. Es sind Geschichten von Traum-Solos (Holtmann bereits am 2. Spieltag), von 50-und-mehr-Meter-Toren (Pantovic), von gigantischen Paraden und verwandelten Elfmetern (Riemann), von leidenschaftlichen Kämpfern wie Christian Gamboa oder den Comebacks von längst abgeschriebenen Fußball-Unikaten wie dem Strafraum-Tanker Sebastian Polter sowie mitreißenden Siegen und einer unerschütterlichen Stehauf-Mentalität nach Rückschlägen wie zuletzt gegen den SC Freiburg und den FC Augsburg. […] Der VfL pendelt an diesem 30. April 2022 nicht mehr zwischen den Welten. Er bleibt ein Fußball-Erstligist, an diesem Abend kraftvoll, laut und stolz. Stolz auf (s)ein kleines Fußball-Wunder zwischen der A40, dem ewig verstopften Sozialäquator des Ruhrgebiets, und der Krümmede, dem alten Knast. In den Kneipen, in den Gärten und den Wohnungen, da sang Herbert Grönemeyer. Die Hymne der Stadt. Vereint als "du und dein VfL..."

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Taz, 01.05.2022, „Die vonner Castroper“

Von Beginn an profilierte der VfL sich als Verein, der sich den Auswüchsen des professionellen Fußballs entzieht: „Keine Nadelstreifen, kein weißes Ballett, kein Brimborium – Castroper Straßenfußball!“, lautet der Claim einer Imagekampagne. Das großartige Stadion an der Castroper Straße ist ein Geschenk für die Bundesliga, weil sich Fußball hier tatsächlich anfühlt wie in den verklärten Jahren rund um die Jahrtausendwende. Und weil hier auch unter Coronabedingungen mit stark reduzierter Kapazität eine dichte, intensive Atmosphäre entstand. Die eigentliche Sensation ist, dass es den Bochumern tatsächlich gelungen ist, diesen „Fußball pur“-Vorsatz glaubwürdig zu leben.

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