Es war eine spektakuläre Aufholjagd: 0:3 liegt der VfL im Finale um die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren beim 1. FC Saarbrücken zurück. Dann blasen die Blau-Weißen zum Angriff und Siegen am Ende mit 5:3 im Saarland – heute vor 50 Jahren. 

Im Jahr 1968 beschloss der Deutsche Fußball-Bund die Einführung der A-Junioren-Meisterschaft. Damals qualifizierten sich lediglich die Meister der fünf Regionalverbände. Der VfL nahm als Sieger des Westdeutschen Fußballverbands an der Premiere dieses neuen Wettbewerbs 1969 teil. Zudem gingen der VfL Wolfsburg, der 1. FC Saarbrücken, der Karlsruher SC sowie Hertha BSC an den Start.

Letzterer war auch der Bochumer Gegner im Halbfinale. Am Samstag, den 12. Juli, traten die beiden Teams gegen einander an – der VfL siegte 2:0 und zog in das Endspiel ein. Dieses – ebenso wie das Spiel um Platz 3 – fand gleich am nächsten Tag statt. 

In Saarbrücken erlebte die junge Bochumer Mannschaft eine schlimme Anfangsphase. Zwischenzeitlich lag der VfL 0:3 zurück. Doch wer glaubte, die Mannschaft von Trainer Dieter Attern würde sich kampflos geschlagen geben, der hatte sich getäuscht. Ein Doppelpack von Hans-Günther Etterich, gefolgt von den Toren von Udo Böckmann, Rainer Mosch und Rainer Pommerin brachte den VfL zurück in die Erfolgsspur und auch die erste Deutsche A-Jugendmeisterschaft nach Bochum.
 

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