Bereits seit einigen Jahren ist es eine schöne Tradition: Auf den jährlichen Mitgliederversammlungen des VfL Bochum 1848 wird den auffälligsten Nachwuchsspielern aus dem Talentwerk die Werner-Altegoer-Medaille verliehen. Auch in diesem Jahr wurden die drei Preisträger in den Kategorien U15, U16/U17 und U19 vom VfL ausgezeichnet. Der jüngste Preisträger ist Cajetan Lenz aus der Bochumer U15. Luca Bernsdorf hat die Medaille in der Kategorie U16/U17 erhalten, aus dem ältesten Talentwerk-Team wurde Tolga Özdemir ausgezeichnet. 

Mit der Werner-Altegoer-Medaille, die seit 2016 verliehen wird, wurde nicht nur eine Erinnerung an den langjährigen Vereinspräsidenten geschaffen. Gleichzeitig werden auch jeweils drei Bochumer Jugendspieler und damit einhergehend die hervorragende Arbeit innerhalb des Talentwerks gewürdigt. Eine Jury, bestehend aus der sportlichen Führung des Vereins und der Leitung des Talentwerks, hat auch für die aktuelle Saison über die drei Preisträger abgestimmt. Die Verleihung der Medaille basiert grob auf den Bereichen Schule, Sozialverhalten und fußballerische Leistung.

Der jüngste Preisträger heißt in diesem Jahr Cajetan Lenz. Der 14-jährige Mittelfeldspieler aus der Bochumer U15 spielt bereits seit der U9 für den VfL. „Wir haben hier richtig gute Trainingsbedingungen. Außerdem habe ich hier viele neue Freunde kennen gelernt“, sagt Lenz, der sich sehr über die Auszeichnung freut. „Cajetan ist in der U15 unser Spielmacher. Er kann ein Spiel richtig lesen und ist auf dem Platz gedanklich oft schon zwei Schritte weiter als seine Mit- und Gegenspieler. Er ist ein richtiger Lenker und Denker“, sagt Alexander Richter, Leiter des Talentwerks. Derzeit fehlt Lenz verletzt, soll aber schnellstmöglich wieder in die Mannschaft integriert werden. „Cajetan geht in jedem Training an seine Grenzen, er hat diesen maximalen Ehrgeiz“, sagt Richter.

In der Kategorie U16/U17 geht die Werner-Altegoer-Medaille in diesem Jahr an VfL-Talent Luca Bernsdorf. Der 15-jährige Rechtsverteidiger kam im Sommer 2018 von Westfalia Herne zum VfL und überzeugt nicht nur durch seine Leistungen auf dem Platz, sondern ist auch ein richtig guter Schüler. „Luca läuft die Linie hoch und runter, er ist nicht kaputtzukriegen. Er hat einen unfassbaren Willen. Als Außenverteidiger macht er zwar kaum Tore, bereitet dafür aber einige vor und beschwört durch seine Art zu spielen immer wieder gefährliche Situationen herauf“, erklärt Richter die Stärken des Verteidigers. „Ich verstehe mich sowohl mit den Trainern als auch den Mitspielern sehr gut. Wir haben richtig viel Potenzial in der Mannschaft“, freut sich Bernsdorf. Ebenso groß dürfte die Freude über seine Werner-Altegoer-Medaille beim 15-Jährigen sein.

Tolga Özdemir aus der Bochumer U19 ist der älteste der drei diesjährigen Preisträger der Werner-Altegoer-Medaille. Der 18-Jährige besticht nicht nur durch seine Leistungen auf dem Platz, sondern bei ihm war auch die soziale Komponente ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des diesjährigen Preisträgers. Özdemir ist das älteste von fünf Kindern einer türkisch-stämmigen Familie. „Ich habe zuhause sehr viel Verantwortung, wenn mein Vater nicht da ist. Da muss ich auch mal die Windeln meiner kleinen Geschwister wechseln“, sagt der U-Nationalspieler der Türkei. „Tolga ist ein Familienmensch und ein warmherziger Typ, der auf dem Platz seine klaren Ziele hat“, sagt Richter über den Flügelspieler. „Er hat viel Tempo, was im heutigen Fußball natürlich wichtig ist. Auf den Außenbahnen ist er variabel einsetzbar, außerdem beweist er immer wieder seine Qualitäten als Vorbereiter und Torjäger.“ 

Der VfL Bochum 1848 freut sich mit den drei Preisträgern der Werner-Altegoer-Medaille - herzlichen Glückwunsch!

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