Es ist so weit. Die U19 und die U17 des VfL Bochum 1848 starten als letzte Talentwerk-Mannschaften in die neue Spielzeit der A- und B-Junioren Bundesliga West. Für beide Teams heißt der erste Gegner SC Paderborn 07 –  als Aufsteiger ein undankbarer Auftaktkontrahent. Die U19 ist schon am Samstag zuhause gefordert, de U17 zieht am Sonntag in Paderborn nach. Des Weiteren sind die U16 und die U15 im Einsatz. Die U16 reist nach dem Auftaktsieg in der B-Junioren Westfalenliga nun zur TSG Sprockhövel, während die U15 nach zwei Niederlagen zum Start beim schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Köln punkten will. Den kompletten Plan mit allen Talentwerk-Spielen gibt es hier.

VfLU19 vs. SC Paderborn 07 (Sa. 11 Uhr)

Die Ausgangslage
Gute sieben Wochen hatte Heiko Butscher nun Zeit, um sich in seine neue Aufgabe als U19-Cheftrainer einzugrooven und die Mannschaft auf das Auftaktspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn 07 einzustimmen. Die Testspiele brachten wertvolle Erkenntnisse, Butscher ist mit den Fortschritten insbesondere in den letzten Wochen überaus zufrieden. Nun gilt es, das Ganze auch in der Liga aufs Parkett zu kriegen. Denn darum geht es ja im Endeffekt – Leistung bringen im Wettkampf. Die Personalsituation ist derweil recht entspannt, der Großteil des Kaders steht zur Verfügung.

Das sagt der Trainer
Heiko Butscher:
„Von außen sieht es vielleicht wie eine klare Sache aus, wenn wir mit einem Heimspiel gegen einen Aufsteiger starten. Aber das wird es garantiert nicht, es besteht kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Das habe ich den Jungs eingetrichtert. Wir haben uns intensiv mit Paderborn beschäftigt und wissen, dass da eine Riesenherausforderung auf und zukommt. Wir haben aber den Anspruch, das Spiel siegreich zu gestalten und gut aus den Startlöchern zu kommen. Aber wir sind froh, dass es losgeht. Die Jungs brauchen jetzt den Wettkampf und sie sind heiß. Die Mentalität muss stimmen, dann können wir uns durchsetzen.“

Der Gegner
Ein Aufsteiger als erster Gegner ist immer eine undankbare Angelegenheit, man kann als favorisierte Mannschaft fast nur verlieren. Die Aufstiegseuphorie macht solche Gegner ohnehin gefährlich, noch dazu spielt der SCP einen äußerst gepflegten Ball und steht nicht nur hinten drin – aggressives und hohes Anlaufen zeichnen die Ostwestfalen auf, auch spielerisch hat Paderborn Lösungen. Butschers Einschätzung kann man kaum oft genug wiederholen, da kommt kein Kanonenfutter nach Bochum. Es gilt, mit der richtigen Einstellung an die Sache ranzugehen, dann kann sich die Qualität im VfL-Kader durchsetzen.

VfLU17 @SC Paderborn 07 (So. 15 Uhr)

Die Ausgangslage
Auch die U17 kann es nach langer und überaus zufriedenstellender Vorbereitung nicht erwarten, endlich im Ligabetrieb von der Leine gelassen zu werden. Viele gute Ergebnisse in der Vorbereitung mit einigen Siegen gegen Top-Nachwuchsteams des Landes stimmen optimistisch, auch wenn die Bedeutung unter Berücksichtigung der Spielverläufe nicht zu hoch gehangen werden sollten – Ligaspiele sind nun mal etwas vollkommen anderes, zumal ein Spiel bei einem Aufsteiger die Jungs nochmal anders fordert. Simon Schuchert kann auf dabei auf ein Gros seines breiten Kaders setzen. 

Das sagt der Trainer
Simon Schuchert:
„Das wird gleich zum Start ein guter Gradmesser. Paderborn spielt mit viel Leidenschaft, sie werden sicher emotional und taktisch bestens eingestellt sein. Alles in allem erwartet uns auch eine große Aufgabe, auch mit dem ganzen Drumherum des ersten Spieltags. Aber wir fahren dorthin, um die drei Punkte zu holen und das Spiel mit unseren Qualitäten und Waffen möglichst dominant gestalten. Ich bin gespannt, wie es uns gelingen wird. Wir sind auf jeden Fall mehr als heiß.“

Der Gegner
Eine weite Fahrt am Sonntagnachmittag zu einem Aufsteiger, auch der Auftakt der U17 hat seine Tücken. Auf Schuchert und seine Jungs kommt eine Mannschaft zu, die sich nicht ausschließlich hinten reinstellen wird, sondern hoch presst und sich mit allem in die Zweikämpfe werfen wird. Ein Aufsteiger, der mit viel Herz agiert. Nichtsdestotrotz: Hält der VfL dagegen und bringt seine Qualitäten im spielerischen Bereich ein, besteht eine gute Chance auf einen erfolgreichen Start.

U16 @TSG Sprockhövel (So. 11 Uhr)

Die Ausgangslage
Den Start hat die U16 mit einem 4:1-Sieg beim TSC Eintracht Dortmund bravourös gemeistert. In der Vorwoche nutzten David Siebers und sein Team das spielfreie Wochenende für einen Test gegen Viktoria Köln. Es gelang ein 2:0-Erfolg, der das Selbstbewusstsein weiter gefestigt hat. Der Trend sieht also gut aus. Zudem kann der Coach auf zusätzliche Alternativen zurückgreifen. Dean Winter kehrt nach Pause zurück ins Aufgebot, auch auf der Torhüterposition ist mit Fabian Fricke eine weitere Option spielbereit. Der Konkurrenzkampf wird der Mannschaft gut tun.

Das sagt der Trainer
David Siebers: „Es gibt keinen Anlass, den Gegner aufgrund des ersten Spiels auf die leichte Schulter zu nehmen. Die hohe Niederlage könnte sogar ein Nachteil für uns werden, das Sprockhövel sicher auf Wiedergutmachung aus ist. Aber wir konzentrieren uns unabhängig davon ohnehin auf uns selbst. Wir haben trotz erfolgreicher Wochen noch Luft nach oben gelassen, wir müssen die Spannung aufrechterhalten und dann am besten weitere drei Punkte einfahren. Das wird aber nicht leicht.“

Der Gegner
Nachdem Sprockhövel zum Start frei hatte, gab es in der Vorwoche im ersten Saisonspiel eine deutliche 0:9-Niederlage gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund. Die TSG wird also alles daran setzen, um diesen Eindruck gegen den VfL zu revidieren. Es ist jedoch ein Irrtum, zu glauben, dass der VfL dort im Vorbeigehen die Punkte mitnimmt. Knüpft die Siebers-Elf aber an die vergangenen Spiele an, besteht eine gute Chance auf ein erfolgreiches Spiel.

U15 @1. FC Köln (Sa. 13 Uhr)

Die Ausgangslage
Den Saisonstart haben sich Cheftrainer Dennis Gieseker und sein Team natürlich anders vorgestellt, den Kopf wird die U15 aber nach zwei Niederlagen auch vor dem schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Köln nicht in den Sand stecken. Die Mannschaft muss sich aber in allen Bereichen steigern, um gegen den Effzeh zu bestehen. Eine Trotzreaktion.

Das sagt der Trainer
Dennis Gieseker: „Da wartet gleich die nächste große Herausforderung auf uns. Wir müssen an unser Leistungsmaximum kommen, um ein besseres Ergebnis als zuletzt zu erreichen. Wir haben uns einiges vorgenommen. Wir wollen und müssen unsere Fehlerquote reduzieren und schneller, klarer sowie präziser im Spiel nach vorne sein, damit wir mehr Durchschlagskraft haben.“

Der Gegner
Zum Geißbocknachwuchs braucht man wenige Worte verlieren. Der VfL muss sich steigern, um gegen einen ähnlich veranlagten und spielstarken Kontrahenten wie Mönchengladbach in der Vorwoche punkten zu können. Schon das Duell zwischen Köln und Mönchengladbach, was die Fohlen mit 2:1 für sich entscheiden konnten zeigt, dass da ein gehöriges Kaliber wartet. 

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