Der 18. Spieltag der A-Junioren Bundesliga West hielt eine ganz schwere Aufgabe für die U19 des VfL Bochum 1848 bereit. Am Karnevalssamstag war der Tabellenführer 1. FC Köln zu Gast anne Hiltroper und entführte dank eines Elfmetertores, welches den 0:1-Endstand besiegelte, alle drei Punkte. In einer Partie auf Augenhöhe bestimmten starke Defensivreihen größtenteils das Geschehen - um den Spitzenreiter richtig in Bedrängnis zu bringen fehlte der offensiv ersatzgeschwächten Mannschaft von Mathias Lust letztlich die Durchschlagskraft.

VfLU19 vs. 1. FC Köln U19 0:1 (0:1)

So lief das Spiel
Intensive Zweikämpfe, starkes Pressing, Ballgewinne und –verluste sowie erzwungene Fehlpässe auf beiden Seiten prägten große Teile des ersten Durchgangs. Beide Kontrahenten vermochten es nur ganz selten, die gegnerische Abwehrreihe zu durchbrechen. Einmal gelang es den Kölnern, was zu einem Strafstoß führte, der im Endeffekt spielentscheidend war.

5. Gute Position für Henry Kree, der zentral vor dem Tor zum Volleyabschluss kommt, das Leder aber nicht auf den Kasten der Kölner bekommt.

20. Tor für Köln – 0:1. Da schaffen es die Gäste einmal, sich in den Strafraum zu spielen, da ertönt der Pfiff und die Hand des Schiedsrichters deutete auf den Elfmeterpunkt. Stelios Kokovas wollte per Grätsche den Abschluss blocken, traf dabei aber den Gegenspieler. Dem Referee blieb keine Wahl. Paul Grave hatte die Ecke geahnt, kam aber nicht mehr entscheidend ran.

30. Eine Einzelaktion beschert dem VfL mal wieder einen Abschluss. Moritz Römling zieht von seiner linken Seite in die Mitte und schlenzt mit seinem schwachen rechten Fuß in Richtung Winkel. Der Ball saust vorbei.

34. Ähnlich wie Römling auf der einen Seite kommen nun auch die Kölner zum Abschluss. Richtig brenzlig wird es aber erst bei der anschließenden Ecke, die nicht ausreichend geklärt wird. Der Ball fällt einem Kölner vor die Füße, Grave ist mit einem tollen Reflex unten und kratzt die Kugel weg.

Pause: Abnutzungskampf auf hohem Niveau, am Ende nehmen die Kölner in einer taktisch geprägten Partie eine Führung mit in die Kabine.

65. Der VfL muss kommen und versucht, die Spielkontrolle zu erlangen. Doch die Gäste kontern, den resultierenden Abschluss lenkt Grave an den Pfosten. Gefährlich.

75. DIE Chance zum Ausgleich. Luis Hartwig wird auf der rechten Seite angespielt und findet mit seiner Hereingabe den völlig blanken Julian Schmidt in der Mitte. Der semmelt jedoch über den Ball, im zweiten Anlauf will Römling das Spielgerät nochmals in die Mitte befördern, wird aber geblockt.

83. Aussichtsreiche Freistoßposition, doch Schmidt haut den Ball in die Mauer. Auch Kokovas im Nachschuss kommt nicht durch. Da wäre die Hereingabe in den vollbesetzten Strafraum der Kölner wohl die bessere Wahl gewesen.

Ende: Ärgerliche Niederlage, auch wenn sie aufgrund der Chancenqualität nicht unverdient an den Spitzenreiter geht. Der defensiv guten Lust-Truppe fehlte der letzte Tick, um die Kölner ins Wanken zu bringen. Zu selten fand der VfL den Weg vor das Tor, bis zum Sechzehner sah es in vielen Ansätzen gut aus. Es bleibt aber die Erkenntnis, dass die Blau-Weißen auch ersatzgeschwächt (Dautaj, Özdemir, Minewitsch) mit den Top-Teams der Liga mithalten kann.

Das sagt der Trainer
Matthias Lust:
„Insgesamt kann man den Jungs, gerade defensiv, eine ordentliche Leistung bescheinigen. Wir hatten viele Balleroberungen, haben die gewonnenen Bälle dann aber durch unsaubere Pässe und Ballverluste zu leicht wieder hergegeben. Um so einen guten Gegner öfter in Bedrängnis zu bringen fehlte uns vorne die letzte Konsequenz und der letzte Pass.“

Statistik
VfLU19:
Grave – Römling, Kokovas, Holtkamp, Kyeremateng (58. Schmidt), Mucic (76. Herden), Hartwig, Kaba (46. Püschel), Cavar, Kree, Bella Kotchap (58. Heisterkamp)

Tor: 0:1 (20., FE)

Nächstes Spiel: Samstag, 29. Februar @Borussia Mönchengladbach (11 Uhr, Fohlenplatz am Borussia-Park)

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