Die U19 des VfL Bochum 1848 ist ihrer Favoritenrolle im Finale des Westfalenpokals gerecht geworden und holte sich durch einen souveränen 5:0-Erfolg über einen aufopferungsvoll kämpfenden TSC Eintracht Dortmund den Titel. Ömer Uzun legte früh den Grundstein (3.), Okan Yilmaz und Furkan Sagman sorgten per Doppelschlag kurz vor der Pause für die Entscheidung (42., 45.). Nach dem Seitenwechsel besorgten Gentrit Limani per Foulelfmeter (81.) und Joker Darius Stawski (88.) den Endstand auf die Partie, die gar nicht so deutlich war, wie es das Ergebnis vermuten lässt.

Richter: „Schön, dass wir den Titel geholt haben“

Der Respekt vor der Mannschaft des Partnervereins TSC Eintracht Dortmund war groß, nicht umsonst hatte der Underdog auf seinem Weg ins Finale schon den FC Schalke 04 und den SC Preußen Münster aus dem Turnier gekegelt. Zudem musste der VfL in Stelios Kokovas, Armel Bella Kotchap und kurzfristig auch Maxwell Gyamfi auf drei etatmäßige Innenverteidiger verzichten, Jan Wellers und Phillip Aboagye bildeten das Duo im Zentrum. Florian Püschel und Moritz Römling agierten auf Außen, im Mittelfeld sorgten Michael Martin und Lars Holtkamp für Ballsicherheit. Furkan Sagman, Okan Yilmaz, Gentrit Limani und Ömer Uzun sollten für die Tore sorgen.

So traten die Mannen von Coach Alex Richter von Beginn an engagiert auf und nutzten vor knapp 1000 Zuschauern die erste große Gelegenheit durch Uzun zum wichtigen frühen Führungstor (3.). In der Folge verpasste es der VfL jedoch, nachzulegen. Limanis Schuss wurde vor der Linie weggekratzt (19.), Martins Direktabnahme küsste den Außenpfosten (24.). Nach einem Eckball wurde auch Uzuns Kopfball gerade noch auf der Linie geklärt (34.) – das hätte sich beinahe gerächt. Denn der Gast versteckte sich nicht und hatte wenige Minuten vor dem Seitenwechsel eine gute Gelegenheit zum Ausgleich zu kommen, spielte den schönen Angriff aber nicht konsequent zu Ende.

So machten die Hausherren doch noch vor dem Pausenpfiff den Deckel drauf. Yilmaz, der am langen Pfosten freigespielt wurde und nur noch einschieben musste (41.), sowie Sagman (45.) mit dem Pausenpfiff stellten die Weichen auf Pokalsieg. „Das war heute der große Unterschied, wir haben die Chancen zu den richtigen Zeitpunkten kaltschnäuzig reingemacht. Die Dortmunder waren ein würdiger Gegner und haben auch trotz 0:3 in der zweiten Halbzeit nicht nachgelassen und uns gut beschäftigt“, hatte Richter auch lobende Worte über die unterlegene Eintracht parat.

TSC Eintracht gibt sich nicht geschlagen

Nicht zu Unrecht, denn im Gefühl des sicheren Sieges ließ der VfL nach und der Gast versuchte, schnell zum Anschlusstreffer zu kommen. Dabei gab es auch die ein oder andere gute Gelegenheit, es fehlte die letzte Präzision oder Schlussmann Joshua Wehking war zur Stelle. Mit ablaufender Uhr drehten dann auch Richters Jungs nochmal auf und schraubten das Ergebnis in die Höhe. Limani versenkte einen Foulelfmeter, Yilmaz wurde gelegt, staubtrocken (81.), kurz vor Schluss durfte sich auch Darius Stawksi, der im Halbfinale den wichtigen 2:2-Treffer für die erfolgreiche Verlängerung erzielt, in die Torschützenliste eintragen lassen (88.). Dabei beließ es der VfL dann, durfte sich nach Abpfiff verdient die Goldmedaillen um den Hals hängen lassen und den Pokal in die Höhe stemmen.

Richter war demzufolge rundum zufrieden und hob zudem die Arbeit vom „Team hinter dem Team“ hervor: „Es ist richtig schön, dass wir den Titel fürs Talentwerk geholt haben und für den DFB-Pokal qualifiziert sind. Es ist natürlich optimal, wenn wir sowohl Ausbildung als auch den ein oder anderen Titelgewinn zusammen hinkriegen. Hervorheben möchte ich auch noch mein Team um Daniel Engelbrecht, Manni Berens, Henning Kirfel, Sören Rittmaier und Tim Schneider. Das sind überragende Hilfen, ohne die wir das alles nicht so gut hinbekommen würden. Sie leisten hervorragende Arbeit.“

In der Liga geht es Sonntag mit dem drittletzten Spiel der Saison weiter, es geht zum abstiegsbedrohten SC Preußen Münster (13 Uhr).

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