Geschafft! Auch die U17 des VfL Bochum 1848 ist mit einem souveränen 2:0-Erfolg beim SC Verl, wie schon die U19, die sich auch schon zum Sieger krönte, und die U15, ins Finale des Westfalenpokals eingezogen. Im Poststadion überzeugte die Mannschaft von David Siebers insbesondere zu Beginn, musste Mitte der zweiten Halbzeit aber eine Schrecksekunde verkraften. Matchwinner war Stürmer Luis Hartwig, der beide Treffer erzielte.

Siebers: „Jetzt wollen wir auch den Pokal“

Eine schwere Hürde hatte die U17 im Gastspiel beim SC Verl zu überqueren, spielen die Verler doch um den Bundesligaaufstieg mit und erhielten vom VfL-Coach David Siebers zudem das Prädikat, durchaus auch in dieser Saison schon in der B-Junioren Bundesliga mithalten zu können. Doch seine Mannschaft wurde seiner Favoritenrolle von Beginn an gerecht: „Wir sind gleich selbstbewusst aufgetreten, haben Ball und Gegner laufen lassen. Das 1:0 war dann die Krönung der starken Anfangsphase, so habe ich mir das vorgestellt. Auch defensiv standen wir sicher.“

Am Ende einer tollen Passstafette über einige Stationen landete die Kugel bei Paul Dreesen, der präzise in die Mitte flankte, wo Goalgetter Luis Hartwig unhaltbar einköpfte (11.). Die Gastgeber reagierten, stellten um und versuchten fortan, mehr Druck auszuüben, was die Dominanz des VfL etwas eindämmte. In Gefahr geriet die Siebers-Elf aber nicht. Doch Verl kämpfte und tastete sich heran, als der VfL eiskalt ein zweites Mal zuschlug. „Wir haben zu einem guten Zeitpunkt nachgelegt“, erkannte auch der Trainer nach Hartwigs zweiten Treffer (37.), diesmal stark von Henry Kree in Szene gesetzt, und fügte an: „Dadurch war natürlich klar, dass Verl nichts mehr zu verlieren hat und nochmal alles versucht.“

So war es dann auch, doch die Blau-Weißen agierten clever und abgezockt, in der Folge aber auch etwas zu passiv. Eine Schrecksekunde gab es gut 15 Minuten vor dem Ende der 80 Minuten, es gab Elfmeter für den SCV. Dieser prallte jedoch an die Latte und für Siebers war ab diesem Moment klar: „Da zeichnete sich schon ab, dass neben unserer reifen Leistung auch das Glück heute auf unserer Seite ist und es Richtung Finale geht.“ So war es dann auch, zumal die großen Chancen weiter dem VfL gehörten. Doch sowohl Yusuf Cicekdal, der die Unterkante der Latte traf, als auch Kilian Heisterkamp verpassten das dritte Tor. 

Sei’s drum, der VfL steht im Finale gegen Arminia Bielefeld. Zeitpunkt und Austragungsort stehen noch nicht fest, vielspricht aber dafür, dass das Endspiel in Bochum stattfinden wird. Siebers will natürlich jetzt auch die Trophäe: „Jetzt sind wir im Finale und dann wollen wir natürlich auch den Pokal holen. Das haben sich die Jungs erarbeitet und verdient. Es wäre ein schöner Bonus zu einer ohnehin schon guten Saison.“

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