Heimsieg für den VfL Bochum 1848 bei den diesjährigen Ruhr Games. Beim Fußball-Turnier des größten internationale Sport- & Kulturfestivals sicherte sich die blau-weiße U17 von David Siebers durch einen 3:1-Erfolg über RB Leipzig im Finale die Krone. Zuvor musste aber gezittert werden. 

Mit dem VfL, RB Leipzig, dem FC Schalke 04 sowie dem MSV Duisburg gingen vier Teams an den Start. In der Gruppenphase ging es im Modus „Jeder gegen Jeden“ los, die Spielzeit betrug 2x30 Minuten. Die beiden besten Mannschaften kürten dann im direkten Duell den Turniersieger, auch Rang drei wurde ausgespielt. 

Der Auftakt in die Gruppenphase gegen die Zebras verlief dabei noch nicht wie erhofft für den VfL. Trotz Pausenrückstand (18.) waren die Jungs von Siebers nach dem Ausgleich von Adam Tolba rund zehn Minuten vor dem Ende (51.) zwar drauf und dran, das Spiel zu drehen. Bei einem Konter gelang aber den Duisburgern der Lucky Punch (56.), von dem sich der VfL nicht mehr erholte.

So ging die blau-weiße U17 schon mit Ergebnisdruck in die zweite Partie gegen den starken Nachwuchs der Leipziger. Diesem hielt die Siebers-Elf mit einer bärenstarken Leistung stand, führte durch den Treffer von Dean Winter (26.) bis spät im Spiel mit 1:0 und legte kurz vor Schluss durch Neuzugang Ismail Bah, der vom Elfmeterpunkt traf, die Entscheidung nach (59., FE). Am wichtigen Sieg änderte auch der Anschlusstreffer tief in der Nachspielzeit nichts mehr. 

Der Coach war einfach nur glücklich darüber, wieder unter Wettkampfbedingungen antreten zu dürfen: „Schon am ersten Tag war alles drin, ein Auf und Ab der Gefühle. Es war absolut geil, diese Momente nach so langer Zeit wieder zu erleben. Nach der unglücklichen Niederlage zum Start musste gegen Leipzig unbedingt der Sieg her und die Jungs haben es herausragend gelöst. So eine Drucksituation, das ist auch schon wieder etwas Anderes als bei Testspielen.“

So stand nach zwei Spielen fest, dass dem VfL gegen die punktgleichen Schalker aufgrund des Torverhältnisses ein Remis reichen würde, um ins Finale einzuziehen. Und auch gegen den Schalker Nachwuchs war von Beginn an alles drin. Der VfL knüpfte vor der Unterbrechung an die Leistung gegen Leipzig an, kassiert jedoch zunächst einen Rückstand (14.). Lennart Koerdt konnte diesen rasch ausgleichen (22.), im zweiten Abschnitt wurden aber die Schalker stärker. Folgerichtig gingen die Knappen erneut in Führung (41.) und sahen lange wie der Finalgegner von Leipzig aus. Doch in der 4. Minute der Nachspielzeit bot sich dem VfL bei einer Ecke die letzte Chance und Bah wusste diese mit einem tollen Kopfballtreffer in letzter Sekunde zu nutzen. Der VfL zog ins Finale ein, der Jubel war grenzenlos.

Im Finale wurde die Spielzeit auf 2x20 Minuten verkürzt und auch in diesem Vergleich behielt der VfL gegen RB die Oberhand. Dabei ging es schon in den ersten Minuten hoch her. Winter netzte zur VfL-Führung (5.), wenig später glichen die Bullen aus (8.). Nach der Pause war dann wiederum die Siebers-Elf am Zug, erneut Winter (29.) und Mohammad Mahmoud (40.) sorgten für die Entscheidung.
Siebers war zufrieden: „Im Finale war es etwas wild, die Struktur hat gefehlt. Doch das haben wir mit Herz und Leidenschaft wettgemacht und drei Tore aus dem Spiel heraus geschossen. Damit hat man sich die Krone dann auch verdient.“

Foto: Ilkay Karakurt

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