Zum Ende einer Saison ist es üblicherweise Zeit, Bilanz zu ziehen. Die U15 des VfL Bochum 1848 hat die Meisterrunde in der C-Junioren Regionalliga West auf dem vierten Platz beendet. Zum Saisonabschluss schlugen die Jungs von Benjamin Seifert Borussia Mönchengladbach, den designierten Meister, mit 3:0. „Wenn ich mir einen Abschluss hätte malen dürfen, hätte er genau so ausgesehen“, zeigt sich der Coach glücklich über die letzte Partie am vergangenen Wochenende.

Zurück in den August 2021, erster Spieltag der Saison 2021/22. Die U15 des VfL schlug Rot-Weiss Essen mit 3:1. Was folgte, waren viele weitere überzeugende Auftritte. Schnell wurde deutlich, dass die Blau-Weißen ein großes Wörtchen im Kampf um den Einzug in die Meisterrunde mitzureden haben. „Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und eine sehr souveräne Hinrunde gespielt. In Summe haben wir sehr, sehr viele Siege eingefahren und sind absolut verdient in die Meisterrunde eingezogen“, lautet Seiferts positives Fazit zur Hinserie.

Am Ende standen 25 Punkte nach zwölf Partien, Platz zwei in der Tabelle. Pflichtspiel-Niederlagen gab es nur gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach, Bayer 04 Leverkusen und den SC Preußen Münster. Speziell Letztere konnte der Übungsleiter nur schwer akzeptieren: „Das war unser einziger kleiner Ausrutscher.“ 

Mit dem Start der Meisterrunde im Februar 2022 begann die heiße Phase der Saison. Zunächst gab es ein 1:1 bei Rot-Weiß Oberhausen. Alles andere als ein Auftakt nach Maß. Doch zwei Wochen später sorgte die U15 für das erste große Highlight. Die Nachwuchstalente besiegten Borussia Dortmund an der Hiltroper Straße mit 3:1. Auf ein 4:0-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf folgte der 3:0-Derbysieg gegen den FC Schalke 04. Und zum Abschluss gewannen die Blau-Weißen – wie eingangs erwähnt – gegen Meister Mönchengladbach mit 3:0. Grund genug dafür, dass sich Seifert kaum auf den einen Höhepunkt der Saison festlegen kann: „Der Heimsieg gegen Dortmund war sehr eindrucksvoll. Aber auch die Art und Weise, wie die Jungs Schalke und Gladbach geschlagen haben, war beeindruckend. Eines haben alle drei Siege gemein: Sie waren verdient.“

Unterm Schlussstrich stand ein starker vierter Platz. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis, das ordne ich sehr hoch ein. Wir sind sehr zufrieden und stolz auf die Mannschaft“, so der Coach. Warum es letztlich nicht für ganz oben gereicht hat, weiß Seifert: „Wir haben die nötigen Punkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion liegen gelassen.“ Dazu zählen beispielsweise das 0:2 bei Arminia Bielefeld oder ein 1:1-Unentschieden gegen den TSC Eintracht Dortmund.

Um die Saison umfassend einzuordnen, muss die Gesamtsituation des U15-Trainers beleuchtet werden. Seifert macht seit Anfang des Jahres die A+ Lizenz-Ausbildung der DFB-Akademie. Damit bereitet er sich auf die Förderung junger Talente im Hochleistungs- und Übergangsbereich der Leistungszentren vor. 

Durch die Lehrgänge konnte er im vergangenen halben Jahr nicht jede Trainingseinheit seiner U15 leiten. Umso wichtiger, die richtigen Personen an der Seite zu haben. Sein voller Dank gilt seinem Trainerteam: „Der Schlüssel zur erfolgreichen Rückserie war unsere sensationelle Teamleistung. Das gilt insbesondere auch für unser Trainerteam. Riesen-Kompliment an meinen Co-Trainer Julian Schroer, der herausragende Arbeit geleistet und einen ganz, ganz großen Anteil zu unserem Erfolg beigetragen hat. Auch Niklas Mieberg hat unfassbar viel geholfen, war mit auf dem Platz, wenn ich nicht da war. Sie haben mich nicht nur unterstützt, sondern viel eigeninitiativ gehandelt.“

Zum Abschluss nach zwei gemeinsamen Jahren gibt der Coach seinen Schützlingen, die zum Großteil nahtlos in die U16 des VfL übergehen werden, Folgendes mit auf den Weg: „Die Jungs sollten die Grundtugenden beibehalten, die den VfL Bochum 1848 ausmachen. Sie waren schon sehr nahe an dem dran, was der Verein vorlebt, hinsichtlich Eigenschaften wie Mentalität. Potenzial haben sie noch, was den eigenen Ballbesitz und den Umgang mit dem ein oder anderen Erfolg angeht. Man muss immer gut spielen, nicht nur gegen vermeintliche Top-Gegner.“

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