In einer aufreibenden Partie konnte die U16 des VfL Bochum 1848 am 13. Spieltag der B-Junioren Westfalenliga im Derby gegen den FC Schalke 04 die Oberhand behalten. Trotz Rückstand siegten die Jungs von Cheftrainer Simon Schuchert nach einem Treffer von Tunahan Yardimci sowie einem erzwungenen Eigentor mit 2:1 und zogen somit an den Schalkern vorbei auf Rang zwei.

VfL Bochum 1848 U16 vs. FC Schalke 04 U16 2:1 (1:1)

So lief das Spiel
Nach gutem Start der Gastgeber entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer ein wildes Spiel, in dem der VfL es verpasste, seine vielen Ballgewinnen in Umschaltaktionen zu verwandeln. Es mangelte an Präzision, während die Schalker sich dadurch leichte Feldvorteile erspielten und auch in Führung gingen. Der Rückstand weckte Schucherts Jungs aber, so dass der wichtige Ausgleich noch vor der Pause die Konsequenz war.

2. Fast der Blitzstart des VfL. Tunahan Yardimci bietet sich früh die große Gelegenheit, der Flügelflitzer verzieht jedoch knapp und verpasst die frühe Führung.

4. Schalke meldet sich vorne an, eine gefährliche Hereingabe kann aber vom VfL-Verbund zur Ecke abgewehrt werden. Auch die ist nicht ungefährlich, der Kopfball der Gäste kann Fynn Kotyrba aber nicht überwinden.

23. Tor für Schalke – 0:1. Der Gast hat etwas Oberwasser und geht in Front. Ein abgefälschter Schuss schlägt hinter dem machtlosen Kotyrba ein.

38. TOOOR für den VfL – 1:1. Seit dem Gegentor fand der VfL wieder besser in die Partie und wird dafür belohnt. Nach einigen Annäherungen ist es ein Strafstoß, der die Begegnung ausgleicht. Artur Golubytskij wird im Strafraum zu Fall gebracht, Yardimci nimmt sich der Sache an und verlädt den S04-Schlussmann.

Pause: Das war wichtig, die Partie hier noch vor dem Seitentausch wieder auf Null zu stellen. In einem insgesamt sehr ausgeglichenen Duell bleibt so für Durchgang zwei alles offen.

44. Der VfL hat sich für die zweiten 40 Minuten einiges vorgenommen und präsentiert sich nun sehr griffig und erlaubt es den Schalkern durch starkes Pressing nicht, das Spiel geordnet aufzubauen. Die erste Gelegenheit entspringt einer Ecke, Leon Tasov haut den Ball am langen Pfosten knapp drüber.

51. Auch die Schalker kommen nach einem Standard zur bisher gefährlichsten Szene der zweiten Halbzeit. Nach einer Hereingabe boxt Kotyrba das Leder nicht ganz optimal raus, der Kopfball-Rebound wird zur Bogenlampe und tropft auf den Querbalken. Durchatmen.

60. Jetzt scheitert auch Schucherts Team am Aluminium. Beim zweiten Ball setzt sich Josue Santo in der Luft durch und bugsiert die Kugel per Kopf unter Bedrängnis stark Richtung langes Eck – Alle schauen hinterher, doch das Leder trudelt an die Torumrandung.

63. TOOOR für den VfL – 2:1. Spiel gedreht – und das ziemlich kurios. Eine weitere exzellente Pressingsituation zwingt einen Schalker zum Rückpass in Richtung Torwart – nur stand der als Anspielstation weit vor dem Tor und kam anschließend nicht rechtzeitig zurück, um das Eigentor zu verhindern. Man hatte hier lange das Gefühl, dass der nächste Treffer entscheidet. Den hat nun der VfL markiert.

Schluss: Und es reicht. Ein hart erarbeiteter und in der Entstehung auch glücklicher, aber nicht unverdienter Derbysieg für den VfL. Besonders im zweiten Durchgang investierten die Blau-Weißen unheimlich viel und wollten es in letzter Konsequenz vielleicht einen Tacken mehr. Mit dem fünften Sieg im sechsten Heimspiel (ein Remis) bleibt Schucherts Team anne Hiltroper unbesiegt und übernimmt vorerst Rang zwei von den Königsblauen.

 

Das sagt der Trainer
Simon Schuchert:
„Es war schwierig nach zehn guten Minuten, weil wir unsere Ballgewinne und vorhandenen Räume nicht sauber ausgespielt haben und zu schnell den Ball hergeben. Nach dem Gegentor haben wir aber wieder mehr Zugriff gehabt und uns dem Ausgleich angenähert, denn dann folgerichtig auch gefallen ist. Die zweite Halbzeit war dann unfassbar intensiv, unheimlich viele Zweikämpfe und von unserer Seite permanent hoher Druck sowie super Pressing. Das hat heute vielleicht den kleinen Unterschied ausgemacht, denn so erzwingen wir dann auch das Tor. Heute hatten wir das Quäntchen, das im Hinspiel fehlte, auf unserer Seite. Daher ist der Sieg auch etwas glücklich, aber wegen den immensen Aufwands weit weg von unverdient. Fußballerisch geht aber noch mehr in den kommenden Wochen, kämpferisch war es hervorragend.“

 

Statistik
VfLU16:
Kotyrba – Schmitz, Tolba, Addo, Foit, Blazevic, Böll, Santo (79. Burghard), Tasov, Yardimci (79. Kudinov), Golubytskij (58. Munu)

Tore: 0:1 (23.), 1:1 Yardimci (38., FE), 2:1 Eigentor (63.)

Nächstes Spiel: Sonntag, 1. März @TSV Marl-Hüls (11 Uhr, Loekamp)

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