Der späte Nackenschlag gegen Kiel war ärgerlich, schmeißt den VfL Bochum 1848 aber nicht aus der Bahn. Abgesehen davon besteht ja nur drei Tage später vor heimischem Publikum anne Castroper die Möglichkeit, sich die verlorenen Punkte gegen die SG Dynamo Dresden zurückzuholen und den guten Start auszubauen. VfL-Cheftrainer Robin Dutt gab Einblick in unter anderem Danilo Soares‘ Gesundheitszustand und zudem seine Einschätzung zum kommenden Gegner zum Besten. Auch die Fans waren ein Thema.

Zur Personalsituation: Am Sonntag war Danilo Soares gleich in doppelter Hinsicht der VfL-Unglücksrabe, zunächst mit einem bitteren Eigentor zum 1:1, wenig später musste er auch noch verletzt ausgewechselt werden. Daher kam natürlich die Frage auf, ob der Linksverteidiger für das Spiel am morgigen Dienstag (Anstoß 18:30 Uhr) schon wiederhergestellt ist. Robin Dutt sagte dazu: „Danilo Soares hat eine Innenbandzerrung erlitten und fällt morgen aus.“ Es könnte zudem bei einem weiteren Akteur eng werden: „Eng wird es auch bei Robbie Kruse, der sich mit Wadenproblemen plagt.“ Ansonsten hat Dutt alle Spieler aus dem Kiel-Kader zur Verfügung. Angesichts der Englischen Woche stellt sich die Frage nach einer Rotation, wozu der VfL-Coach folgendes verlauten ließ: „Das sind natürlich Gedankengänge, die man als Trainer hat. Da muss man abwägen. Zum einen sind die Spieler eingespielt, zum anderen warten draußen frische Leute, denen aber momentan vielleicht etwas der Rhythmus fehlt. Da muss man etwas in die Glaskugel schauen und aus dem Bauchgefühl heraus entscheiden. Meine Startelf für morgen habe ich aber bereits im Kopf.“

Ausblick auf #BOCSGD: Seit drei Spielen sitzt mittlerweile Maik Walpurgis auf der Dresdner Trainerbank, sechs Punkte holten die Elbstädter in diesem Zeitraum. Nur gegen den Hamburger SV gab es eine unglückliche 0:1-Niederlage. „Schon jetzt kann man die Handschrift von Walpurgis in Dresden sehen. Sie sind in der Defensive sehr gut organisiert und schalten über Koné, Heise und Ebert mit viel Schnelligkeit um. Sie haben nicht umsonst zwei der drei Spiele gewonnen, da steckt ordentlich Qualität im Kader.“ Dass es in Liga zwo keine leichten Gegner gibt, darauf wies Dutt nicht erst einmal hin, legte aber nochmal Argumente nach: „Man darf in dieser Liga nicht auf die Namen achten. Wenn man nur sieht, dass Dresden Regensburg schlägt, Hamburg dann Dynamo und Regensburg dann den HSV, sagt das doch alles über diese Liga aus. Daher wartet, wie immer, auch morgen ein harter Kampf auf uns.“

Zur bisherigen Unterstützung der VfL-Fans hatte Dutt auch etwas zu sagen: „Wir erfahren bisher eine hervorragende Unterstützung der Fans, auch in Kiel habe ich oft die Bochumer auf der anderen Seite gehört. Und das war gar nicht so leicht, da auch die Kieler nicht leise waren. Was meiner Meinung nach natürlich nicht sein sollte, ist das ein Streit untereinander in den 90 Minuten des Spiels ausgetragen wird und die Mannschaft das ausbaden muss. Da sollten alle an einem Strang ziehen und nur einen Gegner haben.“
 

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