In Angriffsstimmung 

Nach der jüngsten 1:5-Niederlage beim 1. FC Köln ist Arminia Bielefeld in Alarmbereitschaft. Die Ostenwestfalen wollen im Derby gegen den VfL am Sonntag (13:30 Uhr) Wiedergutmachung leisten. 

Nach der bitteren 1:5-Pleite beim 1. FC Köln zeigte sich Arminia Bielefeld vor allem selbstkritisch. „Wir haben gespielt wie das Kaninchen vor der Schlange“, fand Trainer Uwe Neuhaus deutliche Worte. Auch Top-Torjäger Fabian Klos pflichtete seinem Coach bei: „Wir sind von der ersten Minute an nicht ins Spiel gekommen. Es gibt einfach so beschissene Tage.“ Zudem warnt der 31-Jährige: „Es ist sehr wichtig, dass wir uns durch die Niederlage nicht in einen Negativlauf begeben. Das Heimspiel gegen Bochum ist daher von hoher Bedeutung – auch für die Fans und das habe ich der Mannschaft auf dem Platz gerade noch gesagt.“

Zu Hause auf der „Alm“ lief es in dieser Saison bislang noch nicht so rund bei der Arminia. Erst vier Siege durften die Fans der Ostwestfalen dort bejubeln. Sechs Niederlagen und zwei Unentschieden machen die Neuhaus-Elf zu einer der schwächsten Heimmannschaften der Zweiten Bundesliga – nur die abstiegsbedrohten Klubs aus Magdeburg, Sandhausen, Ingolstadt und Duisburg punkteten zu Hause noch seltener. In der Fremde läuft es hingegen – abgesehen von der 1:5-Niederlage – wie am Schnürchen. Seit Uwe Neuhaus die Mannschaft im Dezember 2018 als Cheftrainer übernommen hat, verloren die Bielefelder nur ein Auswärtsspiel. 17 ihrer aktuell 31 Punkte holte der DSC auf fremden Plätzen – nur dreimal verlor er ein Gastspiel. Zuletzt erkämpfte sich die Arminia ein 1:1 beim 1. FC Union Berlin. Davor gab es einen 3:0-Erfolg beim SSV Jahn Regensburg sowie ein 4:3 bei Dynamo Dresden.

Philosophie hat gefruchtet

Nach neun sieglosen Spielen in Serie zog der Verein Ende des vergangenen Jahres die Reißleine und beurlaubte den Trainer Jeff Saibene. Uwe Neuhaus, der bis zum Sommer noch Cheftrainer in Dresden war, übernahm das Kommando und landete bei seinem Debüt sogleich einen 2:1-Sieg bei Holstein Kiel. „Ich stehe für Ballbesitzfußball, aber es soll trotzdem zielstrebig Richtung gegnerisches Tor gehen“, erklärte Neuhaus seine Art des Fußballs bei seiner Vorstellung. „Der Gegner soll beherrscht werden, auch durch hohes Pressing. Im Grunde genommen stehe ich für offensiven Fußball, der sicher das eine oder andere Risiko beinhaltet, aber auch viele Chancen.“ Und genau das haben seine Spieler auch umgesetzt: Mit durchschnittlich 14 abgegebenen Torschüssen pro Spiel, sind die Ostwestfalen das Team mit den meisten Chancen in der Zweiten Bundesliga.

Auch im Hinspiel beim VfL erspielte sich die Arminia mehr Torchancen (20) als die Bochumer (11). Am Ende waren es dennoch die Jungs vonne Castroper, die dank eines exzellenten Solos mit anschließendem Kopfballtor von Tom Weilandt, den Platz als Sieger verließen. 
 

Zurück