Der VfL hat zum Abschluss seines Trainingslagers gegen den 1.FC Kaiserslautern 2:2 unentschieden gespielt. Zur Pause lagen die Blau-Weißen mit 0:1 hinten, durch ein Eigentor von Jan Gyamerah (43.). Nach dem Seitenwechsel drehten Johannes Wurtz (68.) und Lukas Hnterseer (70.) die Partie, ehe Lukas Spalvis per Elfmeter den Endstand herstellte (75.).

Zweiter und somit letzter Test für den VfL, es ging ins beschauliche Waldstadion nach Feldkirch, Vorarlberg, Österreich. Rund 40 Minuten Fahrzeit von Weiler entfernt empfing die Feldkircher Arena unsere Mannschaft standesgemäß in Blau und Weiß, den Vereinsfarben des gastgebenden FC Blau-Weiß Feldkirch. Aufstellungstechnisch gab Cheftrainer Robin Dutt zunächst vornehmlich denjenigen mehr Spielzeit, die gegen Zürich nicht von Beginn an dabei waren. Ausnahmen bildeten Riemann, Losilla (als Kapitän beginnend) und Maier. Dafür fehlten die angeschlagenen Eisfeld (Knie) und Weilandt (muskuläre Probleme).

Der FCK, zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte drittklassig, ist in der Vorbereitung schon ein wenig weiter als der VfL. Trainer Michael Frontzeck, ein Mann mit Bochumer Vergangenheit, schenkte u.a. dem VfL-Eigengewächs Gino Fechner, seit vergangener Saison am Betzenberg, von Beginn an das Vertrauen.

Man merkte beiden Teams die Trainingsbelastung der vergangenen Tage an. Die Pfälzer, die im österreichischen Zams ihre Zelte aufgeschlagen hatten, befanden sich bereits auf der Heimreise, die Stippvisite in Feldkirch bedeutete den Abschluss des Aufenthalts. Entsprechend zäh der Spielaufbau, die engmaschigen Defensivnetzwerke funktionierten beiderseits. In der 11. Minute war es Jan Gyamerah, der aus rund 17 m den Lauterer Keeper Sievers testete. Manuel Riemann musste in der 20. Minute zupacken, bei einem Schuss von Julius Biada. Im Gegenzug schickte unser Goalie dann Johannes Wurtz steil, dessen Heber über Sievers ging aber am Tor vorbei. Und wieder eine Minute später köpfte Wurtz einen Freistoß von Görkem Saglam knapp links vorbei (23.) Auch Gino Fechner probierte es mit einem Schuss, keine Gefahr fürs VfL-Tor (26.).

Das war es auch an interessanten Szenen für eine Weile. In der 36. Minute kam Mads Albaek aus 15 m frei zum Schuss, genau in die Arme von Riemann. Sieben Minuten später war unser Schlussmann dann geschlagen, überwunden vom eigenen Mann. Zunächst stand Zuck völlig blank vor unserer Nummer 1, dessen Schuss konnte Riemann noch bravourös parieren. Aber der Abpraller landete genau auf dem Fuß von Gyamerah, von dort flog die Kugel ins Tor – 0:1 (43.). Das war auch der Pausenstand.

Der VfL mit fünf Wechseln zur Pause, u.a. durfte Florian Kraft im Tor ran. Dazu die Umstellung auf 4-4-2, mit den Youngstern Baack und Janelt in der Zentrale und Lukas Hinterseer als zweite Spitze. Kraft dzurfte sich auch gleich auszeichnen, zunächst bei einem Schuss von Biada, den er aus dem Winkel fischte. Die anschließende Ecke mündete in einem Kopfball, den Kraft ebenso klasse aus der unteren Ecke holte, den Nachschuss kloppte Janelt von der Torlinie (55.). Zuvor hatte Maier per Fernschuss (51.) und mittels scharfer Hereingabe (53.) das Lauterer Tor in Gefahr gebracht.

Robin Dutt zog dann die letzten personellen Joker, bis auf Johannes Wurtz, der 90 Minuten durchspielte, wurde auch der Rest der verbliebenen Startelf durch die Reserve ersetzt. Auch U19-Spieler Armel Bella kam somit zu seinem Profidebüt. Lukas Hinterseer verfehlte noch via Hacke den Pfälzer Kasten knapp, die Vorarbeit kam von Celozzi (63.). Fünf Minuten später klingelte es dann doch: Johannes Wurtz tauchte nach Zuckerzuspiel von Sidney Sam mutterseelenallein vor Sievers auf und ließ dem Keeper keine Chance, flach unten links (68.). Kaum war die Jubelchoreographie durch, stand es 2:1 für den VfL. Klasse Kombination der beiden Spitzen Hinterseer und Wurtz im Doppelpass, und unser Knipser vollstreckte zur Führung (70.).

Der VfL am Drücker, doch die Roten Teufel im Glück. Vitaly Janelt im Strafraum im Zweikampf mit Huth, der stürzte ohne Kontakt, den Elfmeterpfiff gab es dennoch. Lukas Spalvis verwandelte flach unten links (75.). Der VfL ließ sich davon nicht entmutigen und griff weiter forsch an. Eine Doppelchance von Ekincier und Soares in der 80. Minute hätte die erneute Führung durchaus verdient gehabt, es fehlten jeweils nur Zentimeter zum Torerfolg. 120 Sekunden später durfte sich Kraft erneut auszeichnen, nach einem Kopfball im Anschluss an eine Freistoßflanke. Mit je einer Chance auf beiden Seiten, jeweils ungenutzt, ging die Partie zu Ende.

Robin Dutt sah vor allem „müde Beine, was aber am Ende eines Trainingslagers normal ist. Deshalb wurde es zuweilen etwas wild, viele Ballverluste. Zufrieden war ich mit den herausgespielten Toren, einmal eine schöne Vorlage von Sam auf Wurtz, dann die tolle Kombination von Hinterseer und Wurtz.“

VfL: Riemann (46. Kraft) – Gyamerah (62. Celozzi), Fabian (46. Hoogland), Leitsch (62. Bella), Perthel (62. Soares) – Tesche (46. Janelt), Losilla (46. Baack) – Pantovic (62. Ekincier), Saglam (46. Hinterseer), Maier (62. Sam) – Wurtz

FCK: Sievers – Dick (71. Schad), Kraus (71. Gottwalt), Hainault (71. Özdemir), Sternberg (71. Sickinger) – Fechner (61. Löhmannsröben), Albaek (61. Bergmann), Hemlein (46. Kühlwetter), Zuck (46. Pick) – Biada (61. Huth), Thiele (46. Spalvis)

Schiedsrichter: Robert Schörglhofer (Österreich)

Tore: 0:1 Gyamerah (43., Eigentor), 1:1 Wurtz (68.), 2:1 Hinterseer (70.), 2:2 Spalvis (75., Elfmeter)

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