Der VfL hat auch den nächsten internationalen Vergleich für sich entschieden: Vor 687 Zuschauern in Rheine gewannen die Blau-Weißen durch einen Doppelschlag von Vitaly Janelt in der ersten Halbzeit (24., 45.) mit 2:0 gegen den englischen Zweitligisten Stoke City.

Der VfL zu Gast in Rheine, der Gegner in der örtlichen OBI Arena der englische Premier-League-Absteiger Stoke City. Aber was für ein Absteiger, u.a. mit den in der Bundesliga bestens bekannten Eric-Maxim Choupo-Moting und Bojan Krkic, dazu Nationalspieler wie Bruno Martins Indi (NED), Joe Allen (WAL) und dem englischen Alt-Internationalen Peter Crouch.

Cheftrainer Robin Dutt musste kurzfristig neben dem angeschlagenen Thomas Eisfeld und dem WM-Urlauber Robbie Kruse auch auf Neuzugang Sebastian Maier verzichten. Im 4-4-2 fanden sich u.a. die Youngster Jan Gyamerah und Maxim Leitsch als Innenverteidiger sowie Toto Losilla und Vitaly Janelt in der Mittelfeldzentrale plus das Sturmduo Lukas Hinterseer/Johannes Wurtz wieder.

Der VfL begann schwungvoll – und sollte das auch die gesamten ersten 45 Minuten aufrechterhalten können. Danilo Soares aus der Ferne (4.) und Johannes Wurtz, dessen gut getimter Pass in die Box auf Sturmpartner Lukas Hinterseer so gerade noch von einem britischen Bein zur Ecke abgewehrt wurde, bevor es im Kasten von Stoke-Keeper Adam Federici hätte klingeln können (6.). Ein Schuss von Sidney Sam, der drüber rauschte, beendete die ersten zehn dominanten Minuten in Blau und Weiß.

Ähnlich hoch her ging es dann zwischen der 20. und 30. Minute, inklusive zwischenzeitlichen Torerfolgs. Zunächst eine prima Hereingabe von Sam von links, an der Hinterseer um Alustollenbreite vorbeigrätschte, und ehe Johannes Wurtz hätte vollenden können, war Federici zur Stelle. Der Italo-Australier bekam zwei Minuten später sogar Szenenapplaus, als er  einen 1a-Kopfball von Milos Pantovic nach Zuckerflanke von Stefano Celozzi im Flug über die Latte lenkte. Kurz danach war er jedoch machtlos: Vitaly Janelt hämmerte die Kugel volley ins Netz, was den Kollegen aus Stoke am Ticker die Vokabel „thunderous“ entlockte. Schließen wir uns an, 1:0 für den VfL, hochverdient.

Die „Potters“ kamen in Durchgang eins nur einmal gefährlich vors Bochumer Tor, Choupo-Moting testete die Reaktionsfähigkeit von Manuel Riemann, der sich den Schuss von der Strafraumkante schnappte (28.). Danach wieder der VfL: Johannes Wurtz prüfte Federici, der zur Ecke abwehren konnte (39.), ehe Vitaly Janelt mit einem zweiten Traumtor nachlegte: Solo durch den englischen Sechzehner, drei Verteoidiger stehen gelassen, trocken ins rechte Ecke, 2:0 (45.). Kurz danach ertönte der Halbzeitpfiff.

Ohne Wechsel auf VfL-Seite ging es weiter. Die Anfangsviertelstunde verlief ohne nennenswerte Höhepunkte, obwohl man den „Potters“ schon anmerkte, dass sie deutlich galliger agierten. Doppeltorschütze Janelt war einer der Leidtragenden, als er in einer Situation mit Karacho umgemäht wurde. Rein spielerisch tat sich wenig, erst ein schöner Pass von Soares auf Hinterseer rief eine Chance hervor, doch unser Vorjahresknipser setzte die Kugel links am Tor vorbei (59.). Ein Stoke-Lebenszeichen durch Angreifer Benik Afobe, doch bevor dessen Schuss gefährlich werden konnte, war ein Bochumer Abwehrbein dazwischen.

Es folgten wahre Wechselorgien, sieben Mal auf VfL-Seite (63.), knappe zehn Minuten danach zogen die Engländer mit acht Wechseln nach, sodass auch Peter Crouch seinen Einsatz bekam. Die erste Szene des 2,01 m großen, storchenbeinigen Angreifers: Ecke von links, beim Kopfball aufgestützt, Chance vorbei. Dem Spiel war das natürlich zuträglich, sodass als Zählbares noch ein Pfostenschuss von Robert Tesche aus Nahdistanz zu Buche schlug (84.) sowie eine Großchance des ebenfalls eingewechselten Tom Weilandt (89.).

VfL: Riemann – Celozzi (63.Fabian), Gyamerah, Leitsch (63. Hoogland), Soares (63. Perthel) – Losilla (63. Tesche), Janelt (63. Baack), Pantovic (78. Weilandt), Sam (63. Ekincier)– Hinterseer, Wurtz (63. Saglam)
Stoke: Federici – Bauer (71. Edwards), Shawcross (71. Souttar), Martins Indi (71. Sweeney), Pieters (71. Tymon) – Cameron (46. Sörensen), Adam (8. Imbula), Allen (71. Etebo) – Krkic (71. Berahino), Afobe (71. Crouch), Choupo-Moting (71. Ngoy)
Tore: 1:0 Janelt (24.), 2:0 Janelt (45.)

 

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