Im dritten Test der Vorbereitung zur Zweitligasaison 2018/19, in dem der VfL erstmalig in den neuen blauen Trikots auflief, trennte sich die Mannschaft von Cheftrainer Robin Dutt mit 2:2 vom Oberligisten FC Brünninghausen. Dabei führten die Dortmunder nach zwei VfL-Geschenken zur Halbzeit schon mit 2:0, ehe die komplett durchgewechselte Elf der Blau-Weißen im zweiten Durchgang noch zum Ausgleich kam. Zu mehr sollte es gegen leidenschaftlich kämpfende Brünninghauser aber nicht mehr reichen, der VfL bleibt nach zwei Siegen zum Auftakt erstmals sieglos

Zahlreiche Zuschauer hatten sich bei sommerlichen Temperaturen am gut gefüllten Sportplatz „Zur Burkuhle“ in Bochum-Kornhapen eingefunden, um das von der Tiemeyer-Gruppe gesponserte Vorbereitungsspiel 2018/19 des VfL gegen den FC Brünninghausen zu verfolgen. Es dauerte dann auch nicht lang, ehe der Ball das erste Mal im Netz zappelte – allerdings in dem von Manuel Riemann. Der Dortmunder Fünftligist nutzte eine Nachlässigkeit Patrick Fabians eiskalt aus, um nach einer Minute die Führung zu markieren. Arif Et hatte nach Rückpass von der Grundlinie Riemann aussteigen lassen und dann vollstreckt (1.).

Der VfL, der noch am Vormittag eine Trainingseinheit absolviert hatte, übernahm in der Folge zwar die Initiative, tat sich gegen den dicht gestaffelten Abwehrriegel des Oberligisten jedoch schwer, Lücken zu finden und in gute Abschlusssituationen zu kommen. Tom Weilandt hatte nach zwölf Minuten auf Kopfballablage Lukas Hinterseers die erste gute Gelegenheit, konnte aber ebenso wenig ausgleichen wie Tim Hoogland im Anschluss an einen Eckball (16.). Die beste Chance hatte Danilo Soares, der mit einem tollen Schlenzer, abgefeuert von seinem schwachen rechten Fuß, nach 20 Minuten nur die Latte traf. Nach einer halben Stunde verdoppelte der FCB seine Führung, auch dieser Treffer entsprang einem individuellen Fehler. Riemann unterlief weit vor dem eigenen Kasten einen langen Ball. Patrick Sacher hatte keine Mühe, das Leder im leeren Gehäuse unterzubringen (31.) - 0:2. Der Pausenstand, auch wenn es der VfL unaufhörlich weiter versuchte. Görkem Saglams Strich zischte vorbei, Hinterseer kam aus kurzer Distanz nicht richtig zum Schuss (39.) und Robert Tesches Volleyaufsetzer lenkte der Brünninghauser Schlussmann über den Querbalken (41.).

Die wie schon in den vorigen beiden Testkicks komplett runderneuerte Elf des zweiten Durchgangs hatte also ein ordentliches Stück Arbeit vor der Brust. Anthony Losilla kam nach einem scharf getretenen Freistoß von Neuzugang Sebastian Meier auch gleich blitzeblank zum Kopfball, konnte den aber nicht genau genug platzieren (49.). Die Blau-Weißen schnürten den Gegner in der eigenen Hälfte ein, hatten aber weiter Probleme, die engagiert verteidigenden Gegenüber zu knacken. Eine maßgeschneiderte Flanke von Rückkehrer Timo Perthel brachte dann doch den Anschlusstreffer. Johannes Wurtz brauchte in der Mitte nur noch einzunicken, tat dies dabei auch noch äußerst präzise (62.). Sein zehnter Treffer der Vorbereitung.

Der Weckruf zur Aufholjagd war das jedoch vorerst nicht, Brünninghausen hielt auch nach über einer Stunde voll dagegen und ließ wenig zu. Es dauerte bis Minute 72, ehe Baris Ekincier den Keeper des FCB nach einem Solo aus spitzem Winkel prüfte. Wie schon vor dem Seitenwechsel haperte es meist an Präzision und Tempo, dem VfL unterliefen einfach zu viele vermeidbare Fehler im Spielaufbau. So machte man es dem Oberligisten nicht allzu schwer, den eigenen Kasten auch mit nun schwindenden Kräften frei von großer Gefahr zu halten. Ekincier zog kurz vor Schluss nochmal ab, auch Wurtz‘ Kopfball wurde pariert. Mit einer der letzten Aktionen des Spiels schlug Maximilian Leitsch aber noch zu und netzte nach einer Maier-Ecke per Kopf zum Ausgleich (90.).

"Das passiert, wenn man nicht total fokussiert ist. Dann baut man einen Gegner, der drei Klassen tiefer spielt, durchaus auf. Ein Oberligist ist dann in der Lage, Fehler wie wir sie in der ersten Halbzeit gemacht haben, zu bestrafen. Mit der ersten Halbzeit bin ich überhaupt nicht einverstanden, da fehlte es an Körperspannung und Fokussierung. Der zweite Durchgang war ok. Ich habe den Spielern vor dem Spiel gesagt, dass es in Ordnung wäre zum jetzigen Zeitpunkt des Trainings gegen einen Fünftligisten 2:0 zu spielen, aber ein 0:2 geht gar nicht", bilanzierte Robin Dutt anschließend. 

VfL 1. HZ: Riemann – Celozzi, Hoogland, Fabian, Soares – Tesche, Janelt – Weilandt, Saglam, Saglam - Hinterseer
VfL 2. HZ: Kraft – Lorenz, Baack, Leitsch, Perthel – Eisfeld, Losilla – Pantovic, Maier Ekincier - Wurtz
Tore: 0:1 Et (1.), 0:2 Sacher (31.), 1:2 Wurtz (62.)
Zuschauer: 1.400

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