Der VfL hat sein viertes Testspiel gewonnen. Gegen den aktuellen Schweizer Pokalsieger FC Zürich gab es einen 3:0-Erfolg. Neuzugang Sebastian Maier (16.), Rückkehrer Tom Weilandt (19.) sowie Danilo Soares (48.) erzielten die Treffer.

Der VfL, erstmals in dieser Saison in der grünen Auswärtskluft, erhielt vor dem Spiel Besuch: Jannik Bandowski kam aus seiner Reha in München die 140 Kilometer nach Durach gedüst, um die Teamkollegen beim vierten Test der Spielzeit 2018/19 in Augenschein zu nehmen. Cheftrainer Robin Dutt musste auf Jan Gyamerah verzichten, der mit leichten muskulären Beschwerden schon bei den Trainingseinheiten am Sonntagnachmittag und Montagvormittag kürzer trat. Zudem blieb Felix Dornebusch die Zuschauerrolle; Simon Lorenz war bekanntermaßen am Sonntagabend nach München gereist, um dort am Nachmittag beim TSV 1860 einen Leihvertrag zu unterzeichnen.

Der Schweizer Cupsieger FC Zürich, in der Vorbereitung zwei Wochen weiter als der VfL, wird vom ehemaligen Bundesliga-Profi (Werder Bremen, VfB Stuttgart) und Deutschen Meister (2007) Ludovic Magnin trainiert. In dessen Startelf auch der in Deutschland bestens bekannte Salim Khelifi, zuletzt bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag. Dazu noch die Nationalspieler Hekuran Kryeziu (Kosovo), Pa Modou (Gambia), Raphael Dwamena (Ghana) sowie Ersatzkeeper Andris Vanins (Lettland).

Khelifi stand denn auch bei der ersten Möglichkeit des Spiels als treibende Kraft im Mittelpunkt. Sein Pass auf Modou, nach Solo durchs Mittelfeld, war präzise, die Hereingabe des Gambiers ebenfalls, der Abschluss von Angreifer Michael Frey hingegen nicht – drüber (7.).

Den ersten Torabschluss, erfolgreich, verbuchte hingegen der VfL. Maxim Leitsch mit einem schönen öffnenden Ball, von einem Schweizer Bein in den Fuß von Sebastian Maier gelegt, der noch einen kleinen Schlenker hinlegte und trocken, aber kraftvoll aus 15 m unten links einnetzte (16.). Und Maier legte gleich nach: Unser Neuzugang steckte schön auf Tom Weilandt durch, der Torwart Yannick Brecher umkurvte und zum 2:0 einschob (19.).

Das Spiel blieb intensiv, wenn auch Torchancen als Mangelware deklariert wurden. Dann zwei Aufreger binnen weniger Minuten: Zunächst wurde Sebastian Maier rüde gelegt und stürzte schmerzhaft aufs Handgelenk. Den fälligen Freistoß, nicht von Maier ausgeführt, der zur Behandlung außerhalb des Spielfelds war, versenkte Toto Losilla per Kopf aus fünf Metern – leider hauchzart aus einer Abseitsposition (40.). Mit der 2:0-Führung ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel der Seiten vier Wechsel des Personals: Fabian für Leitsch, Tesche für Maier, Pantovic für Sam und Wurtz für Hinterseer. Durch diese Rotation nahmen Tim Hoogland (links innen) und Thomas Eisfeld (von der „Sechs“ auf die „Zehn“) neue Positionen ein. Und Pantovic führte sich gleich gut ein, sein Schuss wurde abgeblockt, den Abpraller verwandelte Danilo Soares direkt (48.).

Nach 55 Minuten dann auch mal der FCZ, als Adrian Winter in günstiger Position zum Schuss kam, die Kugel jedoch aus rund acht Metern gut einen Meter neben das Tor setzte. Direkt danach war für Winter Schluss, wie auch für das VfL-Außenverteidigerduo Celozzi/Soares ein paar Zeigerumdrehungen später. Sie wurden durch Tom Baack und Timo Perthel ersetzt. 120 Sekunden danach dann der letzte, wenn auch dreifache Wechsel: Eisfeld, Weilandt und Losilla raus, Saglam, Janelt und Ekincier rein. Für eine Schrecksekunde sorgte nach rund einer Stunde ein unglücklicher Zusammenprall zwischen Pantovic und FCZ-Keeper Brecher. Der Schlussmann der Schweizer klagte nach Spielende über Übelkeit, eine vorsorgliche ärztliche Untersuchung sollte Aufschluss über eine mögliche Gehirnerschütterung geben - an dieser Stelle gute Besserung!

Dem Spiel waren die vielen Wechsel (auch die Eidgenossen tauschten tüchtig) nur bedingt zuträglich. Khelifi (73.) sowie Dwamena und Rodriguez (Doppelchance, 80.) sorgten noch für Trubel vor Riemanns Kasten, was jedoch am Resultat nichts mehr ändern sollte.

VfL-Cheftrainer Robin Dutt freute sich für seine Mannschaft: „Nach den intensiven Einheiten freut es mich für die Jungs, dass sie sich trotz schwerer Beine mit einem Erfolgserlebnis belohnen konnten. Dass wir, besonders in der letzten halben Stunde, die Trainingsinhalte im Defensivverhalten sehr gut umgesetzt haben, freut mich dabei auch sehr.“

VfL: Riemann – Celozzi (60. Baack), Hoogland, Leitsch (46. Fabian), Soares (60. Perthel) – Losilla (62. Janelt), Eisfeld (62. Saglam) – Weilandt (62. Ekincier), Maier (46. Tesche), Sam (46. Pantovic) – Hinterseer (46. Wurtz)
FCZ: Brecher – Rüegg, Nef (56. Maxsö), M. Kreyziu, Modou – Palsson, H. Kryeziu, Domgjoni (46. Schönbächler), Winter (56. Odey), Khelifi (75. Rodriguez) – Frey (67. Dwamena)
Tore: 1:0 Maier (16.), 2:0 Weilandt (19.), 3:0 Soares (48.)
Schiedsrichter: Tobias Schultes

 

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