Wolken über dem Westallgäu, dabei fing der Tag doch sonnig an. Ab Mittag fing es an zu tröpfeln, die Nachmittagseinheit wurde nieselig. Dennoch blieb Zeit, einem echten Himmelsstürmer bei der Arbeit zuzusehen. Am Abend dann ein vielfältiges Programm: Während sich die Fanbeauftragen nebst Geschäftsführung um gut ein halbes Dutzend blau-weiße Anhänger kümmerte, stand in der liebgewonnenen Bärenhütte Teil zwei des Autogrammshootings an. Zu später Stunde schaffte es sogar ein „Heimspieler“ ins Blitzlicht. Am Freitag steht das zweite Testspiel an, wieder wird live gestreamt.

Regen und Sturm
Dass es im Allgäu regnet, darf fast schon als Sensation gelten. Also zumindest, wenn der VfL da ist. Im vergangenen Jahr gab es exakt nur am Anreisetag Nasses von oben, in diesem Sommer war bislang der Sonntag die Ausnahme, als es sogar heftig krachte. Und während vormittags wie nachmittags am Offensivspiel gefeilt wurde, zog sich der Himmel über Weiler zu. Robin Dutt ließ stürmen, Petrus schickte Sprühregen. Die Zuschauer schauten von der Tribüne im Stadion des FV RW Weiler zu und spendeten Applaus, wenn Silvère Ganvoula, Tom Weilandt oder Baris Ekincier das Runde ins Eckige beförderten.

Herz am Himmel
Für noch mehr Erstaunen sorgte ein Kunstflieger, der am Vormittag im Himmel über Weiler seine Kreise zog. Und Spiralen. Und Loopings. Und mittels Kondensstreifen ein Herz an den Himmel malte. Der tollkühne Pilot (oder die tollkühne Pilotin) in seiner/ihrer fliegenden Kiste zog jedenfalls sämtliche Aufmerksamkeit auf sich. Da unterbrach selbst der Chefcoach seine Ansprache am Mittelkreis, gemeinsam schaute das Team ans Firmament, bis die Propellermaschine genug vom Kreiseln und Himmelsgraffiti hatte und im amtlichen Horizontalflug den heimatlichen Airport ansteuerte.

Alpenbomber mit Saisonauftakt
Vorgestern war er noch in Weiler, um seinem ehemaligen Verein beim Training zuzuschauen: VfL-Legende Uwe Wegmann, gebürtiger Allgäuer und Ex-Spielertrainer beim FV RW Weiler, stattete den Blau-Weißen einen Besuch ab und unterhielt sich angeregt mit Doc Bauer und Physio Jürgen Dolls. Der „Alpenbomber“, von 1985 bis 1987 und dann wieder von 1989 bis 1995 anne Castroper am Ball, ist bis heute Bochums Rekordschütze in der 1. und 2. Bundesliga. In 244 Spielen brachte es der heute 55-Jährige auf 74 Buden im VfL-Trikot. „Uns Uwe“ sieht zwar immer noch so aus, als könnte er jederzeit mitkicken, hat jedoch die Fußballschuhe seit über einem Jahrzehnt an den Nagel gehängt und arbeitet seitdem als Trainer. Am Donnerstagabend verlor er mit seinem neuen Club, dem FC Memmingen, in der Regionalliga Bayern zum Auftakt in die Saison 2019/20 mit 0:2 beim FV Illertissen. Ob das irgendwelche Auswirkungen auf seinen geplanten neuerlichen Besuch am Freitag in Weiler hat, steht zur Stunde noch nicht fest.

„Butsche“ auf Stippvisite
Ein anderer gebürtiger Allgäuer schaute am Donnerstagabend vorbei: Zu später Stunde rückte Heiko Butscher in den Tannenhof ein. Unser Co-Trainer, derzeit beim Fußballlehrerlehrgang (tolles Wort!) in der Hennes-Weisweiler-Akademie „verhaftet“, war direkt nach Unterrichtsende von Hennef nach Weiler gedüst. Gerade noch rechtzeitig, um beim Autogrammkartenshooting (noch ein tolles Wort!) mitzuwirken…

Ab in die Bärenhütte!
Am Montag gab es bekanntlich Teil 1 des Blitzlichtgewitters, am Donnerstagabend folgte Teil 2. Nachdem zu Wochenbeginn der Großteil der Spieler abgelichtet worden war, waren nun hauptsächlich Trainer und Staff dran. Einheitlich und topseriös ins graue VfL-Poloshirt gekleidet, wurden die Herren geknipst, damit auch sie am 21. Juli, zur großen Autogrammstunde beim Jubiläum „40 Jahre Ruhrstadion“, jede Menge Material zum Unterzeichnen haben.

Fanbetreuung im wörtlichen Sinne
Etwas mehr als 24 Stunden nach ihrer Ankunft machte unsere Fanbetreuung ihrem Namen alle Ehre: Dirk „Moppel“ Michalowski und Marian Müller gestalteten gemeinsam mit den Geschäftsführern Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz im hoteleigenen Restaurant einen blau-weißen Fan-Abend, um den mitgereisten VfL-Anhängern den Aufenthalt zu versüßen.

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