Am Tag nach dem 3:0-Triumph über den Schweizer Cupsieger FC Zürich gab es einige neue Gesichter auf und neben dem Trainingsplatz zu bestaunen. Die Co-Trainer Dimitrios Grammozis und David Siebers standen für exakt eine Einheit gemeinsam auf dem Platz. Gekommen, um zu bleiben ist hingegen Armel Bella Kotchap, Innenverteidiger unserer U19. Und als prominenter Zaungast schaute der gebürtige Allgäuer Uwe Wegmann vorbei, im Nebenberuf VfL-Legende.

Nachmittags frei
Der Sieg über den Schweizer Traditionsclub FC Zürich freute zwar Trainer und Spieler gleichermaßen, überbewerten wollte das 3:0 hingegen niemand. „Der Trainer hat es ja direkt nach dem Spiel gesagt, als er meinte, dass das Unentschieden gegen Brünninghausen ärgerlich gewesen sei, aber nicht überbewertet werden sollte. Genauso gehen wir jetzt mit dem Ergebnis gegen Zürich um, auch das wird, obwohl erfolgreich, nicht überbewertet“, sagte ein sichtlich aufgeräumter Sebastian Maier am Tag nach dem Testspielsieg. Das positive Resultat war demzufolge auch nur bedingt dafür ausschlaggebend, dass die Mannschaft den Dienstagnachmittag zur freien Verfügung hatte. Die meisten nutzten die freie Zeit zur intensiven Behandlung oder zur Erkundung des großzügigen Spa-Bereichs im Tannenhof.

Der Youngster kommt, sein Trainer geht
Noch am späten Montag vollzog sich ein Spielerwechsel: Für den gen München abgereisten Simon Lorenz, der bereits mit seinem neuen Verein 1860 München ins Trainingslager aufgebrochen ist, kam ein Abwehrspieler aus den eigenen Reihen nach Weiler. Armel Bella Kotchap heißt der junge Mann, aktuell Innenverteidiger der U19 unseres Talentwerks. Sein Vater dürfte dem einen oder anderen Zweitliga-Aficionado bekannt sein, handelt es sich doch um Cyrille Florent Bella, ehemaliger kamerunischer Nationalspieler in Diensten von LR Ahlen. Während der Papa als Stürmer auf Torjagd ging, ist der Sohn eher Torverhinderer, in seiner Funktion als Abwehrspieler. Beide eint, dass sie groß und von kräftiger Statur sind – dabei ist Armel Jahrgang 2001.

Seinen U19-Trainer Dimitrios Grammozis durfte er immerhin noch eine Einheit lang auf dem Platz erleben. Nach dem Vormittag hieß es für „Dimi“: Koffer packen und ab nach Bochum. Den umgekehrten Weg ist David Siebers gegangen, der aktuelle U17-Trainer. Siebers kam am Montagabend an, halbwegs pünktlich zum Testspiel. Somit wird die VfL-Philosophie beibehalten, die Verzahnung zwischen Profi- und Nachwuchsbereich nicht nur auf die Spielerebene zu beschränken, sondern auch die Headcoaches der beiden höchsten Leistungsklassen des Talentwerks mit einzubinden. Dass Siebers zudem der Name eines Nachbarortes von Weiler-Simmerberg ist, gerät dabei zur amüsanten Randnotiz.

VfL-Legende als Zaungast
Ein altbekanntes Gesicht kiebitzte als Zaungast beim Vormittagstraining: Uwe Wegmann, seit zwei Jahren mit einer Legendensäule am Vonovia Ruhrstadion präsent, überbrückte die Distanz von seinem Heimatort nach Weiler mit dem Fahrrad. Der „Alpenbomber“ sieht trotz seiner 54 Lenze noch so agil und frisch aus, als wartete er auf seinen Einsatz. 244 Spiele in der Ersten und Zweiten Bundesliga, dabei 74 Tore erzielt – mehr hat in Bochums Bundesligageschichte kein VfLer vorzuweisen. Die Trainingsanlage kennt Wegmann nur zu gut, schließlich war er hier, Im Rothach-Stadion des FV Weiler, zwei Jahre lang Spielertrainer (2002-04). Den Trainerjob verfolgt der gebürtige Allgäuer immer noch, mittlerweile beim Schweizer Drittligisten SC Brühl. Nebenher betreibt Wegmann eine Fußballschule in seiner Wahlheimat Burgberg, rund 40 km von Weiler entfernt.

Daumendrücken von und für Toto
Einer konnte zwar den Nachmittag noch ganz entspannt genießen, doch  am Abend lautet das Motto: Allez les Bleus! Toto Losilla drückt seiner Nationalmannschaft die Daumen und unser Team fiebert mit dem Franzosen. Anstoß des WM-Halbfinales Frankreich - Belgien ist um 20 Uhr.

 

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