Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Täglich grüßt das Murmeltier. Wir sind gut ins Spiel gekommen, gehen in Führung, bekommen dann durch einen Standard den Ausgleich – das ist brutal, weil wir diese Situation einfach besser hätten verteidigen müssen. Wir haben es danach aber gut gemacht und waren gefühlt auch besser im Spiel als Darmstadt. Leider mussten wir Danilo Soares in der Halbzeit rausnehmen, weil er gestern schon leicht gekränkelt hat. Dadurch mussten wir das Zentrum verändern. Kleinigkeiten haben dazu geführt, dass die Mechanismen nicht mehr richtig gegriffen haben, die Abstände waren zu groß. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass die Mannschaft die Kompaktheit auf den Platz bekommt. Wir sind enttäuscht, weil jeder auf den Befreiungsschlag gewartet hat. Wir werden jetzt das Spiel analysieren und dann geht es nächste Woche weiter.

Dimitrios Grammozis (Cheftrainer SV Darmstadt 98): Ich habe mich gefreut, heute nach Bochum zurückzukommen und viele Leute zu treffen, mit denen ich in den letzten Jahren zusammenarbeiten durfte. Zum Spiel: Es war ein brutal intensives Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Wir haben viel 50-50-Duelle verloren. Darüber hinaus haben wir dem Gegner zu viele Möglichkeiten gegeben, nach vorne zu kommen. Ich denke, dass die Kleinigkeiten ausschlaggebend waren. Der Elfmeter kam zu einer ungünstigen Zeit. Wir haben aber nach dem Rückstand alles dafür gegeben, um zurückzukommen. Nach einer Standardsituation machen wir den Ausgleich und sind wieder im Spiel. Dann lassen wir Ganvoula frei, der das 2:0 macht. Wir haben in der Halbzeit einige Dinge angesprochen und meine Jungs haben dann das Gesicht gezeigt, dass ich gerne von Anfang an gesehen hätte. Wir waren engagierte und griffiger. Am Ende hätten wir vielleicht sogar noch das Tor zum Sieg machen können.

Simon Lorenz: Wir sind wahnsinnig enttäuscht, dass wir schon wieder nicht dreifach punkten konnten. Ich denke, dass heute auf jeden Fall drei Punkte drin gewesen wären. Ich glaube, dass wir in der zweiten Halbzeit ein Stück weit zu passiv geworden sind. Wir waren sowohl im Verteidigen als auch mit Ball nicht mehr so aktiv. Wir konnten dem Spiel nicht mehr unseren Stempel aufdrücken. Das müssen wir jetzt analysieren und dann weiter hart an uns arbeiten.

Miloš Pantović (VfL Bochum 1848): „Ich glaube nicht, dass wir das Siegen verlernt haben. Momentan schaffen wir es aber einfach nicht, eine Führung auch mal über die Zeit zu bringen. Und so blöd sich das anhört, wir müssen einfach weitermachen. Ich denke, es ist schone eine Verbesserung drin in den letzten Wochen, trotzdem: Wir dürfen nicht so viel reden, sondern einfach mal punkten. Unser Plan nach der Pause war es, weiter kompakt zu stehen. Wir haben Darmstadt aber zu viel den Ball überlassen, das darf uns zuhause nicht passieren. Mir fehlen etwas die Worte. Wir haben wieder Führungen hergeschenkt, so wird es am Ende schwer.“

Anthony Losilla (VfL Bochum 1848): „Ich habe das Gefühl, dass ich mich jede Woche wiederhole und immer dasselbe sagen muss. Es ist wieder bitter. Wir waren gut im Spiel und auf einmal kommt etwas Unsicherheit rein, dann haben wir nur noch verteidigt und nicht mehr viel nach vorne gemacht - statt offensiv zu verteidigen. Dann kommt halt eine Flanke nach der anderen und einmal kommt sie dann beim Stürmer an. Da müssen wir noch mehr um die drei Punkte kämpfen und cleverer sein. Das darf nicht wieder passieren. Ist es bereits letzte Woche und es tut einfach weh. So lange auf einen Sieg zu warten ist dann auch nicht mehr leicht für den Kopf, da fangen wir in der Schlussphase immer an zu zittern. Wir müssen jetzt aber positiv bleiben, um aus der schwierigen Situation zu kommen. Wir haben ja gezeigt, dass wir es auch können.“
 

 

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