Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Es war für beide Mannschaften eine schwierige Situation. Ich glaube, dass wir heute eine Truppe auf dem Platz gesehen haben, die viel Herz gezeigt hat. Auf dem Trikot stand der Slogan der Bochumer Gemeinschaft, den hat die Mannschaft gut umgesetzt. Wir wollten von Beginn an Vollgas geben, den Gegner beschäftigen und viel Ballbesitz haben. Wenn du gegen Heidenheim hinterher läuft, ist es immer schwierig. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt herausgespielt. Der Gegner hatte im ersten Durchgang gefühlt nur eine Torchance, das haben wir gut verteidigt. Der FCH musste sich um Umkehrschluss oft nach uns richten und viel Defensivarbeit verrichten. Ich glaube, dass man heute von einem absolut verdienten Sieg sprechen kann und dass wir gut aus den Startlöchern gekommen sind.

Frank Schmidt (Cheftrainer 1. FC Heidenheim): Wir klären den Standard vor dem 1:0 nicht, liegen dadurch schnell zurück. Danach hatten wir eine gute Phase, konnten verlagern und hatten auch Möglichkeiten auf den Ausgleich. Das 2:0 hat aber gezeigt, dass der VfL heute die nötige Konsequenz hatte. Auch danach haben sie gezeigt, wie schon im Hinspiel, dass sie richtig Qualität in ihren Reihen haben. Das konnte man auch beim 3:0 noch einmal sehen. Fußball geht über Aggressivität, über Zweikämpfe, das ist auch jetzt nach der Wiederaufnahme der Fall. Das müssen wir in der nächsten Woche unbedingt wieder besser umsetzen.

Robert Zulj (VfL Bochum 1848): Ich denke, dass beide Teams relativ gleichwertig gestartet sind. Es war schon zunächst ein Herantasten zu sehen, das hängt vielleicht auch mit der neuen Situation zusammen. Wir sind dann aber gut ins Spiel gekommen. Das erste Tor, das zweite hinterher. Die Führung war wichtig für uns. Wir hatten in der Folge mehr Räume, vor allem auch im zweiten Durchgang. Da war das 3:0 folgerichtig, wir hätten vielleicht sogar noch mehr erhöhen können. Heidenheim musste aufmachen. Mir persönlich kam die Pause gelegen. Ich hatte vorher ein paar Probleme mit dem Knie, war nicht zu 100 Prozent fit. Es wird nun besser und besser. Das freut mich, ich konnte heute ohne Schmerzen spielen.

Simon Zoller (VfL Bochum 1848): Es war sehr ungewohnt, vom Hotel mit Mundschutz zum Stadion zu laufen. Man sieht keine Leute drumherum, das Stadion ist leer, die Musik aus. Das war außergewöhnlich. Ich denke aber, dass wir das gut angenommen haben. Im Spiel haben wir unsere guten Phasen ausgenutzt, haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Am Ende konnten wir die Führung gut über die Zeit bringen. Nach so einem Sieg freut man sich jetzt auch darauf, wieder nach Hause fahren und mit der Familie etwas abschalten zu können. Da wird bestimmt heute Abend die ein oder andere Kanüle aufploppen!

 

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