Thomas Reis (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Glückwunsch an Baumi und den SC Paderborn. Die Niederlage für uns ist in Ordnung. Über die Höhe kann man aber sicherlich streiten, wenn man den Spielverlauf sieht. Wir wussten das der SCP sehr aggressiv ist und immer wieder die Läufe in die Tiefe macht. Darauf waren wir eigentlich vorberietet. In vielen Situationen waren wir zu fahrlässig. Hinten haben wir mehr den Arm gehoben, als die tiefen Läufe mitzumachen. Es hätte schon vor dem 0:1 klingeln können. Das haben wir mit viel Glück verteidigen können. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft ein bisschen Probleme hat und verunsichert ist. Eins, zwei Gelegenheiten hatten wir nach dem 0:2. So hätten wir das Ding vielleicht noch drehen können. In der Pause haben wir einige Dinge angesprochen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht zeigen. Wir hatten sehr gute Gelegenheiten und die klareren Chancen unter anderem durch Zoller, Losilla und Holtmann. Nach dem 0:3 war die Messe gelesen. Das war sehr ärgerlich. Die Höhe des Ergebnisses ist brutal.  Das müssen wir analysieren. Die erste Hälfte war die schlechteste, die ich in dieser Saison gesehen habe. 

Stefan Baumgart (Cheftrainer SC Paderborn):  Danke für die Glückwünsche. Ich bin sehr zufrieden, wie meine Jungs aufgetreten sind. Es war mit die beste Saisonleistung von uns in der ersten Halbzeit. In der höhe war das Ergebnis dann auch verdient. In der zweiten Hälfte hat der VfL Chancen liegen gelassen, die er in dieser Saison bislang noch nie so hat liegengelassen. Die Jungs haben eine gute Reaktion gezeigt, darüber freue ich mich.

Maxim Leitsch: Es ist schwer zu sagen, was heute los war. Wir hatten uns vorgenommen, dass wir die Bälle hinter die Kette nicht zulassen wollen. Das konnten wir nicht ganz umsetzen, weswegen die Paderborner immer wieder zu Chancen gekommen sind – und leider Gottes auch die Tore gemacht haben. Wir waren wirklich nicht im Spiel, von vorne bis hinten. Jeder zweite Ball war gefühlt beim Gegner. Im Mittelfeld und vorne konnten wir die Bälle nicht festmachen. In der zweiten Halbzeit hatten wir unsere Chancen. Dass wir da kein Tor gemacht haben, ist Wahnsinn. Nichtsdestotrotz dürfen wir die drei Gegentore nicht kassieren. Wir müssen das schnell abhaken und uns auf die verbleibenden sechs Spiele konzentrieren. 

Manuel Riemann: Ich glaube, dass es heute die unnötigste Niederlage war, die ich seit langem gesehen habe. In der Höhe war es heute das ein oder andere Tor zu viel. Wir verstolpern den Anschlusstreffer, sonst hätte es 2:1 gestanden. Im Gegenzug macht Paderborn direkt das 3:0. Zudem hatten wir durch Toto eine richtig gute Chance. Wir hatten heute einfach nicht das nötige Matchglück. Das gehört bei 34 Spieltagen aber auch mal dazu. Obwohl wir nicht gut gespielt haben, hätten wir hier meiner Meinung nach etwas holen können. Wir müssen die Niederlage abhaken und weiter geht es. 
 

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